Mainzlar verliert erneut

Es bleibt dabei. Die Zweitliga-Handballerinnen des TV 05 Mainzlar schaffen es in dieser Saison einfach nicht, über 60 Minuten eine konstant gute Leistung abzurufen und warten daher auch nach dem neunten Spieltag noch immer auf den ersten Saisonsieg. Beim BVB Dortmund Handball kassierte der TVM diesmal eine 22:29 (11:10) -Niederlage, wobei sich das Team von Trainer Dr. Jürgen Gerlach über weite Strecken als ebenbürtiger Gegner präsentiert hatte.

(jms) Es bleibt dabei. Die Zweitliga-Handballerinnen des TV 05 Mainzlar schaffen es in dieser Saison einfach nicht, über 60 Minuten eine konstant gute Leistung abzurufen und warten daher auch nach dem neunten Spieltag noch immer auf den ersten Saisonsieg. Beim BVB Dortmund Handball kassierte der TVM diesmal eine 22:29 (11:10) -Niederlage, wobei sich das Team von Trainer Dr. Jürgen Gerlach über weite Strecken als ebenbürtiger Gegner präsentiert hatte.

»Doch das zählt nun mal nicht. Wir waren nicht schlecht und vor allem in der ersten Halbzeit das bessere Team. Aber im Endeffekt standen wir uns wieder einmal selbst im Weg«, monierte Weber, der zugab, dass sich der Abgang von Matilda Atanasoska direkt auswirkte. Die wurfstarke Mazedonierin war (wie berichtet) gemeinsam mit ihrer Schwester Andrijana zu Beginn der letzten Woche zum Ligakonkurrenten TuS Weibern gewechselt. Weber: »Da muss man ehrlich zugeben, dass sie uns gefehlt hat und wir nicht in der Lage waren, die Lücke zu schließen. Jetzt müssen wir schauen, dass wir eine neue Spielerin bekommen. Und das möglichst schnell.«

In Dortmund hatten die Mittelhessinnen einen guten Start und kamen durch Sophia Bepler in der dritten Minute zur 2:1-Führung. Die Spielführerin war es auch, die beim Gast mit Einsatz und Kampfbereitschaft herausragte. »Sophia hat ein tolles Spiel abgeliefert und ein großes Kämpferherz bewiesen. Aber auch sonst waren die Spielerinnen nicht schlecht«, meinte Weber.

Nachdem Dortmunds gute Stella Kramer durch ein Tor aus dem Rückraum das 6:5 für den BVB erzielt hatte, zeigte Svenja Spriestersbach, was in ihr steckt. Die ehemalige Dortmunderin knallte an ihrer alten Wirkungsstätte den Ball per Doppelpack zum 6:6 und 7:6 ins Tor. Mainzlar hielt gut dagegen. Selbst in Unterzahl - als Spriestersbach eine Zeitstrafe auf der Strafbank abbrummte - agierte das Gerlach-Team diesmal konzentriert in der Abwehr und belohnte sich selbst mit einem Treffer von Martina Halasova zum 10:8. »Es ist sehr ärgerlich, dass wir direkt nach der Pause wieder die Fassung verloren haben. Binnen sieben Minuten haben wir alles aus der Hand gegeben, was wir uns zuvor mühsam aufgebaut hatten«, schimpfte Weber.

Nach der Pause sahen die 400 Zuschauer in der Sporthalle Wellinghofen zunächst Handball der Marke »Magerkost«. Fast fünf Minuten lang dominierten die beiden Abwehrreihen und die Unzulänglichkeiten in den Offensivreihen. Doch während der BVB an vorderster Front wieder zu sich fand, verlor Mainzlar für einige Minuten völlig die Orientierung. Die zehnfache Dortmunder Torschützin Dagmara Kowalska markierte in der 37. Minute das 13:11 und zeichnete zwölf Minuten später auch für das 20:16 verantwortlich. Desiree Euler markierte noch das 17:20 (49.) - doch das große Aufbäumen und eine Aufholjagd blieben aus.

»Der Vorsprung war zwar nicht riesig, doch sehr stabil. Wir hatten einfach nicht mehr das Schussglück, und hin und wieder waren wir einfach zu nachlässig im Abschluss«, erklärte Weber. Spätestens in der 55. Minute, als wiederum Kowalska per Siebenmeter zum 23:17 getroffen hatte, war die Partie gelaufen und Mainzlars Krisensituation deutlich verschärft. Weber mühte sich nach dem Spiel erst gar nicht, die Situation zu beschönigen: »Wir stehen mit dem Rücken zur Wand und haben jetzt die zwei wichtigsten Spiele der Saison vor der Brust. Wenn wir gegen Albstadt und in Mainz wieder nicht gewinnen, können wir die Saison und die 2. Liga abhaken. Wir müssen unbedingt punkten - alles andere interessiert mich nicht.«

Womöglich kann sich der TV Mainzlar im Tor schon in der kommenden Woche auf eine Verstärkung freuen. Geschäftsführer Horst Münch will zu Beginn der Woche den Transfer von Zaneta Tothowa aus Budapest fix machen. Da auch die HSG Albstadt und der FSV Mainz sieglos blieben, verschlechterte sich Mainzlar zumindest tabellenmäßig nicht. Mit 1:17 Punkten ist man von der einteiligen 2. Liga allerdings meilenweit entfernt. Heute Abend aber ist erst einmal Gesellschafterversammlung der Handball-GmbH.

Dortmund: Chemicz, Scholl; Kramer (2), Porvaznikova (5), Kocevska (5), Kowalaska (10/5), Kunze (1), Schlierkamp, Schäfer, Trodler, Vietz (1), Tomlik (2), Brandes (2), Glathe (1).

Mainzlar: Gainskyte; Spriestersbach (5), Kazaki (5/2), Vasileiadou, Deuster, Rühl (1), Fithian, Zukauskaite (2), Bepler (5), Halasova (3/1), Wagner, Euler (1).

Stenogramm / Schiedsrichter: Fabian und Christian vom Dorff (Kaarst). - Zuschauer: 400. - Zeitstrafen: 6:4 Minuten. - Siebenmeter: 5/5:5/3.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare