TV Mainzlar hofft auf einen guten Tag

(jms) Häufig quälten sich die Zweitliga-Handballerinnen des TV 05 Mainzlar in den vergangenen Wochen durch die Wälder der Region. Laufen, Sprinten, Schnellkraft, Kraftausdauer - vor allem an den Grundlagen ließ Trainer Dr. Jürgen Gerlach in der kurzen Vorbereitung auf die Restrückrunde arbeiten. Die Handballerinnen müssen am Samstag (16. Januar) einen dicken Brocken aus dem Weg räumen. In der Sporthalle der Clemens-Brentano-Europaschule in Lollar gastiert am Samstag um 19.30 Uhr der aufstiegsambitionierte Tabellenfünfte SG BBM Bietigheim.

(jms) Oft quälten sich die Zweitliga-Handballerinnen des TV 05 Mainzlar in den vergangenen Wochen durch die Wälder der Region. Laufen, Sprinten, Schnellkraft, Kraftausdauer - vor allem an den Grundlagen ließ Trainer Dr. Jürgen Gerlach in der kurzen Vorbereitung auf die Restrückrunde arbeiten. Nach der durchwachsenen Hinserie müssen die Handballerinnen nun am Samstag gleich einen richtig dicken Brocken aus dem Weg räumen. In der heimischen Sporthalle der Clemens-Brentano-Europaschule in Lollar gastiert am Samstag um 19.30 Uhr der aufstiegsambitionierte Tabellenfünfte SG BBM Bietigheim. Die Schwäbinnen kommen ungemein robust und zweikampfstark daher. Im Hinspiel mussten die Staufenbergerinnen aufgrund einer katastrophalen Chancenauswertung in Bietigheim mit 16:29 die Segel streichen.

Co-Trainer Eckhard Weber hat schlechte Erinnerungen an das Match in Baden-Württemberg: "Damals haben wir nach einer passablen ersten Hälfte zehn bis 15 freie Bälle verworfen. Das erklärt die am Ende recht deftige Niederlage. Fakt ist, dass wir gegen die SG nur dann bestehen können, wenn wir einen guten und die Bietigheimerinnen einen schlechten Tag erwischen.

" Nach zuletzt sieben sieglosen Ligaspielen war der glanzlose 34:27-Sieg im Pokal bei der TS Ottersweier zwar ein willkommener Muntermacher - doch ob der Sieg auch Selbstvertrauen für die anstehenden Hürden gegeben hat, bleibt abzuwarten.

Überhaupt sind derzeit einige Fragen offen. So ist nicht sicher, ob Linkshänderin und Leistungsträgerin Laura Schmitt eingesetzt werden kann. Die wurfstarke Spielerin plagt sich seit Wochenbeginn mit einer Grippe herum. "Wenn sie ausfällt, haben wir ganz sicher ein großes Problem. Auf Lauras Wurfkraft können wir nicht verzichten", meint Weber. Ferner zieht sich der Transfer von Martina Halasova weiter hin. Die bundesligaerfahrene Slowakin, die zuletzt bei den Rhein-Main Bienen unter Vertrag stand, muss noch Behördengänge erledigen und wartet noch auf ihre Spielberechtigung. Weber ist bezüglich eines Einsatzes am Samstag pessimistisch: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass es bis Samstag klappt. Ihr Einsatz ist sehr unwahrscheinlich."

Es kommt auch darauf an, wie der Tabellenachte in der Vorbereitung gearbeitet hat. Das Trainerduo Gerlach/Weber vernachlässigte zugunsten der Schwachstelle Kondition aus zeitlichen Gründen bewusst den Bereich Taktik und Technik. Wobei auch hier - gerade bei den knappen Heimniederlagen gegen Bensheim und Weibern - große Defizite im Zusammenspiel zu verzeichnen waren. Zudem kommt auf den TVM eine Mammutaufgabe hinzu. Bei Bietigheim überragen großgewachsene und "bullige" Spielerinnen, die mit einer guten Athletik und großem Durchsetzungsvermögen aufwarten. Wurfstarke Spielerinnen wie Beate Scheffknecht oder Margita Markeviciute dürften die Deckung der Gastgeberinnen vor eine große Herausforderung stellen. Für die Fans gibt es ein Wiedersehen mit Torhüterin Kitty Matyas, die an ihre alte Wirkungsstätte zurückkehrt.

"Ein Sieg gegen Bietigheim wäre natürlich Gold wert. Doch wir sind nicht so vermessen und haben uns in erster Linie vorgenommen, eine gute Partie abzuliefern. In den folgenden Spielen gegen Allensbach und Riesa müssen wir gewinnen, um nicht nach unten schauen zu müssen", sagt Weber. Der Abstand zum Relegationsplatz beträgt schließlich nur noch drei Punkte. Ein Sieg gegen Bietigheim wäre somit hilfreich - für die Tabelle und die Stimmung in der Mannschaft.

Denn in den kommenden Tagen werden die Verantwortlichen die Gespräche mit den Spielerinnen aufnehmen. "Wir wollen mit möglichst allen Spielerinnen verlängern. Dazu müssen neue, starke Akteurinnen stoßen. Im Hinblick auf die eingleisige zweite Liga muss es unser Ziel sein, in der kommenden Runde um den Erstligaaufstieg mitzuspielen", gibt Weber große Ziele vor. Doch zunächst einmal muss verhindert werden, dass die Gegenwart zur Tristesse wird.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare