Mainzlar hält nur 40 Minuten lang mit

(jms) Als Jens Wagner sieben Minuten vor dem Ende des Landesliga-Derbys seines TV 05 Mainzlar beim TV 05/07 Hüttenberg II den Ball aus der eigenen Defensive ins Nirvana warf, war die Lage vor 250 Zuschauern in der Hüttenberger Sporthalle klar: Denn während die Staufenberger nach sehr ordentlichem Beginn eine unterhaltsame Handball-Begegnung 40 Minuten lang offen gestalten konnte, erwiesen sich die Hüttenberger letztlich als die Mannschaft mit dem längeren Atem und entschieden das Spiel in der Endphase klar für sich - der 37:28 (17:16)-Erfolg war dabei verdient.

(jms) Als Jens Wagner sieben Minuten vor dem Ende des Landesliga-Derbys seines TV 05 Mainzlar beim TV 05/07 Hüttenberg II den Ball aus der eigenen Defensive ins Nirvana warf, war die Lage vor 250 Zuschauern in der Hüttenberger Sporthalle klar: Denn während die Staufenberger nach sehr ordentlichem Beginn eine unterhaltsame Handball-Begegnung 40 Minuten lang offen gestalten konnte, erwiesen sich die Hüttenberger letztlich als die Mannschaft mit dem längeren Atem und entschieden das Spiel in der Endphase klar für sich - der 37:28 (17:16)-Erfolg war dabei verdient.

Was auch Mainzlars enttäuschter Coach Thomas Volkert so sah: "Wir haben uns am Ende ergeben und wie zuletzt in Oberursel nur 40 Minuten mithalten können. In der Kabine werde ich das auch deutlich ansprechen. Wir haben uns am Ende ergeben - das werfe ich der Mannschaft vor."

Nachdem Ben Mitteis einen Siebenmeter sicher zum 24:20 (40.) verwandelt hatte, fand der TV Mainzlar nicht mehr die richtigen Antworten und war danach offenbar in allen Mannschaftsteilen überfordert. Ein Doppelpack des guten Fabian Höpfner, der die Tempogegenstöße elegant zum 27:20 (45.) abschloss, ließen den Wut-Pegel Volkerts angesichts der Vorentscheidung zu diesem Zeitpunkt steigen. Hingegen konnte Hüttenbergs Trainer Axel Spandau zufrieden sein: "Wir haben gerade in der zweiten Hälfte ein sehr gutes Spiel gemacht. Wir haben uns sichtlich gesteigert und die Vorgaben aus der Pause sehr gut umgesetzt."

Die Lederkugel wanderte sehenswert durch die eigenen Reihen - und der Ex-Mainzlarer Micha Wiener konnte die engagierte Leistung der Heimmannschaft viermal mit Treffern krönen. Zehn Minuten vor dem Ende markierte Wiener nach einem schönen Wackler mit anschließendem Durchstoßen durch die Lücke das 28:22.

Zum Jubeln war Wiener jedoch nicht zu Mute: "Für meinen Ex-Klub tut es mir richtig Leid. Aber auch wir haben die Punkte dringend benötigt. Der Sieg war sehr wichtig. Ich hoffe, dass Mainzlar den Rest gut zu Ende spielen kann." Auf den zunächst sehr ordentlich agierenden Gast, der im zehnfachen Torschützen Stefan Schneider den besten Spieler des Abends in den Reihen hatte, wartet viel Arbeit - vor allem, so hatte es den Anschein, an den handballerischen Grundlagen. "Wir müssen an unserer Kondition arbeiten. Sicher war die erste Halbzeit okay - doch das reicht eben nicht", musste Volkert eingestehen. Für seine Spieler wird der Kampf um den Ligaverbleib wohl bis zum Saisonende gehen. Hüttenberg II darf sich dagegen weiter Hoffnung darauf machen, die Runde als bester Aufsteiger abzuschließen. Spandau ist optimistisch: "Die Tatsachen, dass mit Patrick Heil ein wichtiger Spieler wieder fit ist und dass mit Robin Jänicke ein sehr junger Spieler richtig gut war, machen mir Spaß."

Hüttenberg II: Lang, Albach; Wiener (4), Höpfner (8), Sasse (1), Ulm (2), Faulenbach (4), Heil (3), Kludt, Jänicke (1), Kümpel (4/1), Mitteis (4/2), Ziehm (3), Dorzweiler (3).

Mainzlar: Carvalho, Marx; Oliver Kern (5/2), Stefan Schmidt (10), Weil, Jens Wagner (1), Marondel (1), Benjamin Schmidt, Pytlik (1), Michael Kern (3), Kuhnhenne (1), Sebastian Höpfner (4), Fey, Matthias Wagner (2).

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Bley/ Böhle (Linden). - Zuschauer: 250. - Zeitstrafen: 10:6 Minuten. - Siebenmeter: 3/3:3/2.

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