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Katja Gröninger und die Rot-Weiß-Damen haben im Saisonfinale kein Glück. (Friedrich)

Tennis

Ein mageres Pünktchen fehlt den Rot-Weiß-Damen

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Der TC Rot-Weiß Gießen hat die Meisterschaft in der Regionalliga der Damen 50 um Haaresbreite verpasst. Gegen Singen setzte es eine 3:6-Niederlage. Ein 4:5 hätte den Titel bedeutet.

(gae). Die Enttäuschung stand nicht nur Barbara Seeger im Gesicht geschrieben. Vier Punkte benötigte die Tennis-Regionalliga-Damen-Mannschaft des TC RW Gießen im Showdown um den Südwesttitel und dem damit verbundenen Einzug in die Vierer-Endrunde zur deutschen Meisterschaft der AK50 in Berlin. Letztlich fehlte bei der 3:6-Niederlage gegen den TC Singen ein einziger. Damit qualifizierten sich die Gäste vom Bodensee (2017 deutscher Meister, 2018 deutscher Vizemeister) für die DM als Rangerster - und dies nur aufgrund des einen mehr erzielten Matchpunkts. Die Gießenerinnen belegten punktgleich Rang zwei.

"Das war ein Krimi. Da kannste eigentlich nur sagen, es sollte nicht sein", erklärte Seeger das Marathon-Duell, das am Samstag erst um kurz vor 20 Uhr zu Ende war. Es war ab 13 Uhr angerichtet auf der Anlage an der Grünberger Straße. Gut 120 Zuschauer fanden sich zur Höchstzeit ein und bildeten einen würdigen Rahmen für das Spitzenspiel. Der langjährige Rot-Weiß-Vorsitzende Axel Pfeffer schwärmte: "Das war wie in den alten Zeiten."

Doch die Rot-Weiß-Damen ereilte eine Hiobsbotschaft: Jana Kühn musste aus dringenden privaten Gründen passen. Damit war schon einmal ein Umbauen im Team vonnöten - und Kühn ist eigentlich eine Bank. Petra Feye musste dann auf der Sechs ran. Sie schlug sich auch achtbar, aber verlor mit 0:6, 3:6. Da Katja Gröninger auf der Position zwei ebenfalls nach einem zweistündigen Match den Kürzeren zog und auch Nicola Häffner unterlag, gingen die Gießener Damen mit 0:3 aus der ersten Runde - was durchaus nach Ausfall Kühn im Kalkül war.

In der zweiten Runde kamen endlich die ersten Siege rein. Seeger ließ auf der Eins gegen die Schweizerin Sandra Hopfner nichts anbrennen. "Ich weiß, dass sie gegen mich einfach nicht zurechtkommt", kommentierte Seeger. Und Silke Liebchen-Moneke lieferte zudem ein "galaktisches Spiel" (Seeger) ab. Im letzten Jahr hatte sie noch gegen Michel Betty verloren, diesmal schlug Gießens Nummer drei die Französin mit 6:4, 7:6. Die Aufholjagd nahm Fahrt auf. Pech hatte dann aber Andrea Rolshausen auf der Fünf, die ebenfalls als Siegerin vom Platz hätte gehen können. So war klar: Zwei Doppel mussten die Gießenerinnen gewinnen, um das Ticket nach Berlin zu lösen.

"Wir hatten auf das erste und das dritte Doppel gesetzt", gab Seeger Einblick in die Teamtaktik. Doppel zwei verloren Gröninger/Feye deutlich. Und dann ging noch Doppel drei mit Liebchen-Moneke/Rolshausen frühzeitig um, sodass für Seeger/Häffner die Motivation sank. Dennoch holte das Gießener Duo den Punkt. "Wir waren alle enttäuscht. Aber es ging auch gleich der Ruck durch die Mannschaft. Es sollte nicht sein, dass wir nach Berlin fahren", sagte Seeger.

Einzel: Seeger 6:2, 6:4; Gröninger 1:6, 4:6; Liebchen-Moneke 6:4, 7:6; Häffner 0:6, 3:6; Rolshausen 2:6, 6:7; Feye 0:6, 3:6 / Doppel: Seeger/Häffner 7:6, 4:6, 10:8; Gröninger/Feye 1:6, 0:6; Liebchen-Moneke/Rolshausen 6:2, 3:6; 7:10.

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