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Trainer Maik Machulla geht mit seiner SG Flensburg/Handewitt nach dem Gruppensieg in der Champions League den dicken Brocken vorerst aus dem Weg. ARCHIVFOTO: DPA

Machulla ist stolz

(sid). Erfolg in Kielce, erster Gruppensieg seit 14 Jahren, beste Aussichten auf das Final Four - Maik Machulla strahlte. »Wir sind unheimlich stolz auf den Erfolg in Kielce und noch mehr auf den ersten Platz in dieser unglaublich starken Gruppe«, sagte der Trainer des Handball-Bundesligisten SG Flensburg/Handewitt.

Machulla weiß: Im Kampf um eines der begehrten vier Tickets für das Finalturnier könnte das 31:28 beim polnischen Spitzenteam von Nationaltorwart Andreas Wolff Gold wert sein. Denn durch den ersten Platz in Gruppe A geht Flensburg den dicken Brocken aus dem Weg: Im Achtelfinale (Hinspiel am 31. März/1. April, Rückspiel 7./8. April) geht es gegen das in der Gruppenphase punktlos gebliebene RK Zagreb, in einem möglichen Viertelfinale wartet dann der Sieger der Partie zwischen Porto und Aalborg.

Weitaus steiniger dürfte der Weg für den Titelverteidiger werden. Der THW Kiel, der zum Abschluss der Gruppenspiele ein lockeres 36:30 gegen Zagreb einfuhr und die erste Phase des Wettbewerbs auf dem dritten Platz beendete, trifft zunächst auf den ungarischen Vizemeister Pick Szeged. Als möglicher »Endgegner« vor dem erneuten Erreichen des Final Four würde RK Celje oder Paris St. Germain warten.

Doch an mögliche Konstellationen verschwendeten die Zebras keine Gedanken. Am Samstag wartet mit Nordhorn die nächste Aufgabe in der Bundesliga - die Partie bildet den Abschluss einer wilden THW-Terminhatz mit sieben Spielen in 13 Tagen. »Der Sieg tat uns gut«, sagte der schwedische Youngster Oskar Sunnefeldt, mit neun Treffern bester Kieler Werfer, »aber jetzt ist der Fokus schon wieder auf das nächste Spiel gerichtet, das hier in ein paar Stunden angepfiffen wird.«

Flensburg darf zumindest bis Sonntag (Bundesliga-Spiel bei GWD Minden) durchschnaufen und konnte den Erfolg ein wenig genießen. »Wir können stolz sein, vor so vielen starken Gegnern auf Platz eins dieser Gruppe gelandet zu sein«, sagte Toptorschütze Hampus Wanne (11 Treffer).

Ihren bis dato letzten Gruppensieg in der Königsklasse holten die Flensburger 2007. Damals marschierten sie anschließend bis ins Finale - und verloren in zwei denkwürdigen Duellen gegen den THW Kiel. Der Traum von einer Neuauflage lebt.

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