Lumdatal will nachlegen

  • VonMarc Steinert
    schließen

(mgs). Mit dem ungewohnten Gefühl eines Sieges im Rücken gehen die Handball-Frauen der HSG Lumdatal den achten Spieltag der 3. Liga (Gruppe D) an. Der unerwartete 21:20-Coup beim 1. FC Köln dürfte dem Team von Trainer Marcel Köhler reichlich Selbstvertrauen verliehen haben, mit dem das nächste Erfolgserlebnis gelingen soll.

Was tabellarisch auch von großer Bedeutung wäre, denn wenn am Sonntag um 17 Uhr in Londorf der Anpfiff zwischen den Gastgeberinnen und dem Tus Königsdorf ertönt, stehen sich der Tabellenvorletzte und der Letzte direkt gegenüber - also ein echtes »Kellerduell«.

Doch einzig anhand der Platzierung im Tableau sollte man das Team aus dem Rhein-Erft-Kreis nicht messen, denn viele Spiele der Königsdorfer Damen verliefen äußerst knapp. So sprang zwar lediglich gegen Wülfrath (28:22) ein Sieg heraus, in Köln (20:22), gegen Rodgau/Nieder-Roden (20:22) oder Mainz 05 II (27:28) musste sich das Team von Trainer Marian Cirloganescu allerdings nur denkbar knapp geschlagen. Und auch die jüngste 24:29-Niederlage gegen Liga-Dominator Mainz-Bretzenheim nötigte Respekt ab. »Das kann sich absolut sehen lassen. Da haben sie wirklich gut gespielt«, lobt HSG-Coach Marcel Köhler den Gegner nach dem Videostudium. »Königsdorf schaltet extrem schnell um, kommt viel über die erste und zweite Welle und geht da hohes Risiko. Deshalb muss es uns auch am Wochenende wieder gelingen, dass wir die eigene Fehlerzahl im Angriff weiter reduzieren, um unserem Gegner möglichst wenige einfache Tore zu ermöglichen und sie in den Positionsangriff zu bekommen. Wenn uns das gelingt, haben wir gute Chancen!«

Zumal sich die Lumdatalerinnen zuletzt auch endlich einmal für gute Leistungen belohnen konnten und dank ihrer kämpferischen Qualitäten einen 15:19-Rückstand noch in den ersten Drittliga-Sieg ihrer Vereinsgeschichte umwandeln konnten. Doch trotz des gestiegenen Selbstbewusstseins und des Erfolges ist davon alleine am Wochenende noch nichts gewonnen. »Das wird auf jeden Fall wieder eine sehr schwere Partie, bei der wir an unsere Leistungsgrenze gehen müssen. Aber natürlich ist unser Ziel, die nächsten zwei Punkte zu holen«, so Trainer Köhler.

Dieser kann vor dem Kellerduell voraussichtlich aus dem Vollen schöpfen. So konnte Carmie Schneider nach ihrer Verletzung in dieser Trainingswoche wieder einsteigen und könnte gegen den TuS am Sonntag wieder in den Kader rücken.

Kleenheim-Langgöns um Schadensbegrenzung bemüht

In keiner schönen Saisonphase befinden sich unterdessen aktuell die Drittliga-Damen der HSG Kleenheim-Langgöns. Zahlreiche Personalprobleme sorgten nicht nur dafür, dass das Team von Trainer Mar Langenbach jüngst klar bei Fortuna Düsseldorf mit 16:27 unterlag, sondern auch dafür, dass es auf den drittletzten Tabellenplatz abgerutscht ist. Zur Unzeit gastiert am kommenden Sonntag (17 Uhr) nun auch noch ein Topteam der Staffel D in der Weidig-Sporthalle, gegen den Tabellenzweiten TSG Eddersheim ist die HSG alles andere als favorisiert.

12:2 Punkte weisen die Damen aus dem Hattersheimer Stadtteil nach den ersten sieben Saisonspielen auf. Einzig beim Meisterschaftsfavoriten SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim mussten sich die Südhessinnen denkbar knapp mit 22:23 geschlagen geben, und das auch erst durch einen Gegentreffer Sekunden vor dem Schlusspfiff. Ansonsten machte das Team von Trainer Tobias Fischer mit den meisten Kontrahentinnen kurzen Prozess, so wie auch mit der HSG Lumdatal beim 40:16.

Dementsprechend eine hohe Meinung hat der SGK-Coach von der Mannschaft, die am Sonntag in Oberkleen zu Gast sein wird. »Sie verfügen in Person von Özer, Feick und König über einen überragenden Rückraum und mit Lena Thoß über eine bärenstarke Kreisläuferin. Aber alle starken Spielerinnen aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen. Sie kennen sich lange, sind ü eine sehr eingespielte Truppe und sind so ziemlich das Beste, was in dieser Liga auf einen zukommen kann«, lobt Langenbach.

Dieser muss weiterhin auf die Langzeitverletzte Tanja Schorradt verzichten, auch Elena Schuch und Rixa Hahn fallen nach wie vor aus. Nach ihrer Verletzung aus der Düsseldorf-Partie ist zudem der Einsatz von Nina Eggers wegen ihrer Ellenbogenprobleme äußerst fraglich. Ob dieser großen Personalprobleme gibt sich Langenbach vor dem Duell mit einem der Aufstiegsanwärter auch keinen Illusionen hin. »Für uns kann es nur darum gehen, auf uns zu schauen. Ich möchte von meiner Mannschaft sehen, dass sie in diesem Spiel die richtige Einstellung hat und alles gibt, was sie hat. Das ist für mich entscheidend«, betont der Kleenheim/Langgönser Trainer, der weiß, dass erst in den nächsten Wochen wohl eher Gegner auf Augenhöhe warten dürften als an diesem Sonntag mit Eddersheim.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare