Lumdatal leistet sich einige Fehler zu viel

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    vonDaniela Pieth
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(pie). Erste Niederlage im Jahr 2020 für die HSG Lumdatal in der Frauenhandball-Oberliga. Mit 24:25 (11:13) musste sich die Mannschaft von Trainer Marcel Köhler am Samstag gegen die HSG Bensheim/Auerbach II geschlagen geben. Dennoch verteidigt Lumdatal die Tabellenführung, da die zweitplatzierte TSG Oberursel mit 27:34 gegen Wettenberg unter die Räder kam.

Als wäre die Last der Tabellenführung ein wenig zu viel, hatten die Gastgeberinnen in der ersten Viertelstunde so ihre Mühe, in die Partie zu finden. "Da haben wir viel zu verhalten gespielt", erklärte Köhler, der mitansehen musste, wie sein Team in der 23. Minute mit 5:10 hinten lagen. Drei Fehlpässe hatten die Bundesliga-Reserve zu Gegenstößen eingeladen. Woran es allerdings nie etwas zu mäkeln gab, war die grandiose kämpferische Einstellung der Lumdatalerinnen, die über weite Strecken des Spiels eine gute Leistung abriefen. "Wir haben nie aufgegeben", lobte Köhler: "Das war ein gutes Spiel auf hohem Niveau." Zur Pause hatten sich die Gastgeberinnen wieder bis auf 11:13 herangearbeitet, und später gelang Nina Hasenkamp per Doppelpack in der 38. Minute der 16:16-Ausgleich. Bensheim blieb jedoch am Drücker, legte immer wieder vor und nutzte in den letzten Minuten eine Zeitstrafe gegen Selina Sauer, um sich vorentscheidend auf 25:22 (59.) abzusetzen. "Am Ende hatten wir noch die Chance, das Spiel zu drehen, haben aber leider einige freie Bälle verworfen", sagte Köhler. "Vielleicht wäre ein Punktgewinn gerecht gewesen. Aber man muss auch sagen, dass Bensheim ein sehr gutes Spiel gezeigt hat und wir uns wenig vorwerfen können. Aber um so eine Mannschaft zu schlagen, muss relativ viel passen. Dafür haben wir die zwei, drei Fehler zu viel gemacht und die vier, fünf freien Bälle zu viel verworfen."

Lumdatal: Olemotz, Menz; Sauer (3/2), Schlapp (1), Elmshäuser, Franziska Müller (2), Schmidt (7/4), Hasenkamp (3), Madeleine Müller (1/1), Hilbrich, Bulling (3), Cybulski (4), Parma, Althen.

Bensheim/Auerbach II: Wagner, Lotze; Leichthammer. Schmidt (3), Gürtelschmied, Schmitz (2), Bartaseviciute (3), Lüdtke, Maluschke, Strehl (4), Nina Rädge (1), Kim Rädge, Orth (3), Niewiadomska (9/2).

Im Stenogramm: SR: Ernst/Henkel. - Zu.: 250. - Zeitstrafen: 12:16 Min. - Siebenmeter: 8/7:6/2.

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