Durchsetzungsvermögen beweist in dieser Szene Lumdatals Madeleine Müller (schwarzes Trikot), die sich bei der Premieren-Niederlage ihrer HSG in der 3. Liga gegen die Fritzlarerinnen Hannah Berk und Hannah Lüdge (r.) behauptet. FOTO: VOGLER
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Durchsetzungsvermögen beweist in dieser Szene Lumdatals Madeleine Müller (schwarzes Trikot), die sich bei der Premieren-Niederlage ihrer HSG in der 3. Liga gegen die Fritzlarerinnen Hannah Berk und Hannah Lüdge (r.) behauptet. FOTO: VOGLER

Lumdatal hält phasenweise mit

  • vonMarc Steinert
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(mgs). Zumindest 35 Minuten lang hat die HSG Lumdatal bei ihrer Drittliga-Premiere prächtig dagegenhalten und dem Favoriten Paroli bieten können. In der zweiten Hälfte setzte sich die Klasse des Vorjahres-Vizemeisters SV Germania Fritzlar dann aber doch durch, mit 26:15 (12:9) fiel der Sieg der Nordhessinnen bei den Handballerinnen des Trainergespannes Michael Gilbert und Marcel Köhler noch standesgemäß aus. Aufgrund der steigenden Infektionszahlen hatten sich die Lumdataler Verantwortlichen entschieden, die Partie ohne Zuschauer auszutragen, weshalb die Premiere des Aufsteigers in der dritthöchsten Klasse Deutschlands doch etwas skurril ausfiel.

"Wir haben es 20 Minuten lang klasse, die Viertelstunde danach immer noch gut gemacht, waren dann aber fast erwartungsgemäß deutlich unterlegen. Man muss auch sagen, dass Fritzlar einfach eine gute Mannschaft hat, die uns körperlich und athletisch deutlich überlegen war. Wir mussten später um jedes Tor hart kämpfen. Dennoch kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen, der Kampfgeist hat absolut gestimmt", beschrieb Marcel Köhler und ging auch noch kurz auf die Umstände ein: "Es ist natürlich absolut schade, dass keine Zuschauer dabei sein konnten. Die Mannschaft hatte sich darauf gefreut und hätte diese auch verdient gehabt!"

Die ersten beiden Treffer gingen zu Beginn auf das Konto Fritzlars, ehe Spielführerin Madeleine Müller der historisch erste Drittliga-Treffer für Lumdatal gelang. Und die Lust auf die Partie war dem Aufsteiger auch ohne eigenen Fans deutlich anzumerken, denn in der ersten Spielphase hielt die HSG die Partie gegen die Mannschaft des ehemaligen Kleenheimer Trainers "Lucky" Cojocar offen. Geduldig vorgetragene Angriffe und wenige Fehler sorgten dafür, dass die Germania offensiv nicht ins Laufen und zum gefürchteten Umschaltspiel kam. Nach 20 Minuten leuchtete nach Lea Bulling Treffer sogar ein Remis (7:7) von der Anzeigetafel der Londorfer Sporthalle, ebenso wie nach dem 8:8 von Hanna Schmidt. Erst danach setzte sich die Physis Fritzlars doch durch, vier Treffer in Folge sorgten für einen 12:8-Vorsprung.

Nach der Pause blieb Lumdatal noch bis zum 12:14 (35.) dran, danach legten die körperlich starken Nordhessinnen in der Abwehr mehr als nur eine Schippe drauf. So mussten die Gäste zwischen der 35. und 46. Minute keinen einzigen Gegentreffer hinnehmen, zogen in diesem Zeitraum auf 20:12 davon und hatten die Begegnung damit zu ihren Gunsten entschieden. Erneut Hasenkamp gelang der letzte HSG-Treffer, Fritzlars Hannah Berk der letzte der Partie zum 26:15-Endstand aus Gästesicht.

Lumdatal: Schütz, Schuster; Schlapp (1), Elmshäuser, Franziska Müller, Mohr, Schneider (1), Wallenfels, Schmidt (5/2), Hasenkamp (5/3), Madeleine Müller (2), Parma, Bulling (1), Fuhrländer.

Fritzlar: Gürbig, Küllmer; Dietrich (1), Holeczy (1), Israel, Punthschuh (2), Berk (6/1), Lüdge, Puda, Dreyer (2), Kiwa (9/5), Breiding (5).

Im Stenogramm: SR: Kleinhenz/Wenzke. - Zuschauer: keine. - Zeitstrafen: 10:8 Min. (Schneider/2, Elmshäuser, Franziska Müller, Fuhrländer - Holeczy, Puntschuh, Dreyer, Breiding). - Siebenm.: 6/9:6/7.

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