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Die Kleenheimerinnen Elena Schuch (7) und Rixa Hahn (1) wollen auch nach dem Drittliga-»Derby« bei der HSG Gedern/Nidda jubelnd die Arme hoch reißen.

Lumdatal erwartet Fortuna

  • VonMarc Steinert
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(mgs). Ihre Konkurrenzfähigkeit in der 3. Handball-Liga der Frauen hat die HSG Lumdatal in den letzten beiden Partien durchaus nachweisen, im Mittelhessenderby gegen die HSG Kleenheim-Langgöns und bei der HSG Rodgau/Nieder-Roden insgesamt aber nur einen Pluspunkt einfahren können. Mit 1:5 Punkten ist das Team von Trainer Marcel Köhler daher tabellarisch nun etwas unter Zugzwang, und auch wenn in der Lumdatalhalle in Londorf am Samstag (19 Uhr) mit Fortuna Düsseldorf ein Gegner wartet, der seine einzige Ligapartie verloren hat, so hat es der Konkurrent doch in sich.

Wenn man den Gastgeber-Coach Glauben schenken darf.

Nach eingehendem Videostudium erwartet Lumdatals Übungsleiter eine Mannschaft, die seiner Einschätzung nach in der oberen Tabellenhälfte landen dürfte. »Das ist insgesamt ein gutes Team, das körperlich sehr stark, robust und uns in dieser Hinsicht deutlich überlegen ist. Sie stellen eine stabile 6:0-Deckung, arbeiten im Angriff viel mit Einläufern, sind aber auch im Eins-gegen-Eins gut und können aus der Distanz werfen«, findet Köhler viele lobende Worte über die Truppe aus der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt.

»Dementsprechend heißt das für uns im Angriff, dass wir die Fehler minimieren und versuchen müssen, Düsseldorfs Deckung ins Laufen zu bekommen. In der Abwehr müssen wir wegen der Einläufer immer hellwach sein.«

Aber da sein Team ohnehin in nahezu jeder Partie der Klasse die Außenseiterrolle zufällt, nehmen die HSG-Damen auch die am Wochenende an und wollen wie in den Spielen zuvor versuchen, dem Gegner möglichst lange auf den Pelz zu rücken. »Das ist eine riesige Aufgabe für uns, aber wir werden alles geben und versuchen, mit langen Angriffen dranzubleiben und sie zu ärgern«, hofft Köhler.

Mit vollem Kader werden seine Damen die Herkulesaufgabe und auch die nächsten Partien unterdessen nicht angehen können, denn Rückraumspielerin Kim Fuhrländer hat sich in der letzten Partie einen Finger gebrochen und wird ausfallen.

HSG Kleenheim:

Mit dem ersten Saisonsieg im Rücken und deutlich gestiegenen Selbstvertrauen macht sich die HSG Kleenheim-Langgöns am Samstagabend auf den Weg zum zweiten Auswärtsspiel der Saison. Und weit reisen muss das Team von Trainer Marc Langenbach dafür nicht, treffen die Kleebachtalerinnen um 18 Uhr doch in der Sporthalle des Gymnasiums Nidda auf die gastgebende HSG Gedern/Nidda.

Hatte Langenbach seinem Unmut über die schwache Lumdatal-Leistung in der Woche zuvor noch freien Lauf gelassen, heimsten seine Damen nach dem 22:21-Sieg gegen Bayer 04 Leverkusen II verdientermaßen viel Lob ein. Denn ein bärenstarker 15:7-Lauf, der nach 45 Minuten zu einer zwischenzeitlichen 20:13-Führung führte, war letztlich spielentscheidendfür den ersten Saisonerfolg.

Diesen einen Sieg kann auch der kommende Gegner Gedern/Nidda aufweisen, der die HSG Lumdatal zum Auftakt mit 23:16 bezwang. In den darauffolgenden Auswärtsspielen in Leverkusen (22:32) und in Wülfrath (21:26) setzte es für das Team von Trainer Christian Breiler aber zwei klare Niederlagen, durch die der ehemalige Zweitligist aus der Wetterau nun auch unter Zugzwang geraten ist. Wenn die Kleenheimerinnen am Samstag nach Nidda reisen, treffen sie auf eine alte Bekannte, denn Emely Nau trug einst das SGK-Trikot und läuft seit 2019 für die HSG Gedern/Nidda auf. Nach einer monatelangen Verletzungspause bestritt die 21-Jährige Außenspielern ihre erste Partie der Runde am letzten Wochenende in Wülfrath.

Personell sieht es nach aktuellem Stand zumindest gut aus im Kleenheim-Langgönser Lager. So wird einzig Tanja Schorradt noch länger ausfallen, ansonsten dürfte Langenbach mit seinem gesamten restlichen Kader die Fahrt in die Wetterau am Samstagabend antreten.

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