FSG Lumda/Geilshausen: Bitterer Beigeschmack

  • Markus Konle
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(kus). Die Freude bei der FSG Lumda/Geilshausen, die durch Anwendung der Quotientenregelung in der Fußball-Kreisliga A Alsfeld/Gießen noch an der SG Reiskirchen/Bersrod/Saasen und der SpVgg. Mücke vorbei auf den ersten Platz springt und damit in die Kreisoberliga Süd aufsteigt, hält sich in Grenzen.

"Der hessische Fußballverband bricht die Saison ab und hat mit der Quotientenregelung eine sportlich vertretbare Lösung gefunden", heißt es in einer Mitteilung von Martin Steidl, dem Sportlichen Leiter der FSG, der wie die heimischen Funktionäre davon ausgeht, dass der Verbandstag den Vorschlag des Verbandsvorstands durchwinkt.

Steidl zeigt sich aber auch nachdenklich: "Es bleibt definitiv ein bitterer Beigeschmack bei dem Erfolg. Jedoch wäre der Unmut noch größer, wäre eine andere Lösung gefunden worden und uns der Aufstieg verwehrt geblieben." Seine FSG profitiert gleich doppelt, da auch die zweite Mannschaft in der Kreisliga C Alsfeld durch die Quotientenregel an Reiskirchen II vorbeizieht und in die B-Liga Alsfeld aufsteigen darf.

Nach einer bärenstarken Hinrunde der "Ersten" ohne Niederlage habe die FSG den Atem angehalten, ob die Saison weitergehe oder wie bei einem Abbruch verfahren würde. "Wir wollten unbedingt nach sensationeller Hinrunde der Saison die Krone aufsetzen! Mit intensiver Wintervorbereitung und Neuzugängen wollten wir ... ungeschlagen bleiben", schreibt Steidl. "So sind wir jetzt Corona-Meister. Wenn jemand in ein paar Jahren fragt, wann und wie wir damals aufgestiegen sind, dann erinnert sich jeder nur an Corona. Jedoch wäre es uns lieber gewesen, wenn alle gewusst hätten, dass wir souverän aufgestiegen sind und uns Gegner respektvoll gratuliert hätten."

"Spätestens im Winter haben sehr viele von uns gesagt, dass wir mit beiden Mannschaften aufsteigen wollen! Aber so wollten wir es natürlich nicht", erklärt Steidl. "Trotzdem sind wir stolz auf das Erreichte."

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