Luisa Klein gewinnt DM-Titel und fährt zur WM

Die deutschen Junioren-Meisterschaften im Rudern der U 17, U 19 und U 23, die am Wochenende in Essen ausgetragen wurden, gestalteten sich zu einer erfolgreichen Regatta für die Ruderer/innen aus Gießen. Sie errangen neben den zwei Meisterschaften eine weitere Silbermedaille, zwei Bronzemedaillen und fünf Plätze in den großen Finalrennen. Dazu kamen ein zweiter und ein vierter Rang in den kleinen Finalrennen.

Die deutschen Junioren-Meisterschaften im Rudern der U 17, U 19 und U 23, die am Wochenende in Essen ausgetragen wurden, gestalteten sich zu einer erfolgreichen Regatta für die Ruderer/innen aus Gießen. Sie errangen neben den zwei Meisterschaften eine weitere Silbermedaille, zwei Bronzemedaillen und fünf Plätze in den großen Finalrennen. Dazu kamen ein zweiter und ein vierter Rang in den kleinen Finalrennen.

Das Top-Ergebnis überhaupt erzielte Luisa Klein (Gießener RG), die im Juniorinnen-Vierer ohne Steuerfrau der U 17 in Renngemeinschaft mit Ludwigshafen, Limburg und Koblenz vor einer norddeutschen Renngemeinschaft und einer Berliner Renngemeinschaft siegte. Dass dieses Rennen äußerst umkämpft war, zeigt die Tatsache, dass die ersten vier Boote jeweils mit einem Abstand von nur einer Sekunde ins Ziel kamen. Durch dieses hervorragende Ergebnis qualifizierte sich Luisa Klein mit ihren Kameradinnen für die Junioren-WM in Rasice (Tschechien).

Das aus Sicht der Gießener RG zweitbeste Ergebnis lieferte Marcel Jürgens-Wichmann, der im Leichtgewichts-Junioren-Doppelvierer des älteren Jahrgangs (U 19) in Renngemeinschaft mit Ruderern aus Celle, Limburg und Würzburg die Silbermedaille erruderte. Auch dieses Rennen war bis ins Ziel hart umkämpft, trennten doch lediglich zwei Sekunden den Sieger vom Zweiten. Marcel Jürgens-Wichmann konnte seine Medaillen-Sammlung um eine weitere Medaille vergrößern, da er mit seinem Partner Johannes Lange aus Limburg im Leichtgewichts-Junioren-Doppelzweier des älteren Jahrgangs hinter einer Mannschaft aus Hamburg und einer Renngemeinschaft aus Hannover und Crefeld knapp den dritten Platz belegte.

Julia Ackermann (GRG), die in diesem Jahr gewaltige Fortschritte im Skiff gemacht hat, startete im Leichtgewichts-Juniorinnen-Einer der Älteren. Hier erreichte sie das kleine Finale, in dem sie den vierten Platz belegte. Ein besseres Ergebnis erzielte sie in Renngemeinschaft mit Ruderinnen aus Essen und Würzburg im Juniorinnen-Doppelvierer mit Steuerfrau LG, da sie hier bis ins große Finale vorstieß, leider aber nur den sechsten Platz belegte.

Der zweite deutsche Meistertitel ging an Ricarda Lang (GRG), die vom hessischen Landestrainer Dietmar Langusch aufgrund ihrer Kompetenz als Steuerfrau in den Leichtgewichtsachter der Männer B gesetzt wurde, den die Mannschaft aus acht (!) Vereinen, darunter die Sieger im Vierer ohne Steuermann, mit einer Bootslänge vor einem Hamburger Boot gewann.

Franziska Brück (GRG) hatte an diesem Wochenende nicht ihren besten Tag erwischt. So blieb sie unter ihren Möglichkeiten und erreichte im Leichtgewichts-Juniorinnen-Einer nur das B-Finale, in dem sie allerdings hinter ihrer Dauerrivalin aus Köln knapp Zweite wurde.

Fabian Kröber (RC Hassia Gießen) startete mit seinem Partner Zacharopoulos aus Überlingen im Junioren-Zweier ohne Stm., wo die beiden sich als Vorlauf-Dritte und Hoffnungslauf-Zweite für das A-Finale qualifizierten. Dort belegten sie aber abgeschlagen nur den sechsten Platz.

Sein Vereinskamerad Sven Keßler (RC Hassia) machte es besser und gewann die Bronzemedaille im A-Finale des U 23-Doppelvierers ohne Stm. der Leichtgewichte. Sieger wurde hier eine süddeutsche Renngemeinschaft vor einem Boot aus Hannover Karlstadt und Celle. In diesem Boot saß übrigens der derzeit wohl viertbeste Leichtgewichtsskuller des DRV, Christian Hochbruck, der sich mit Jonathan Koch (GRG) um den Platz des Ersatzmannes für die WM in Neuseeland streitet. Sven Keßler bestritt eine weiteres A-Finale. Mit seinem Dauerpartner Silver Mikk aus Erlangen belegte er im Junioren-Doppelzweier der LG den sechsten Platz.

Bei den U 23-Meisterschaften ging für die GRG eine weiterer Ruderer, nämlich Johannes Birkhan, an den Start. Im Senioren-Zweier belegte Johannes Birkhan mit seinem Partner Adrian Heil aus Mühlheim nach einem zweiten Rang im Vorlauf und einem dritten Platz im Hoffnungslauf im A-Finale Platz vier. Zu Testzwecken wurden die beiden Ruderer in eine Achter-Renngemeinschaft gesetzt, die im Rennen aber lediglich den letzten Platz belegen konnte. Hier fehlte doch wohl das gemeinsame Training.

Alles in allem können die beiden Trainer Sebastian Schnautz (Gießener RG) und Lukas Tianis (RC Hassia Gießen) ein positives Fazit dieser Junioren-Meisterschaften ziehen, erreichten sie doch, dass nach Jahren wieder eine Gießener Ruderin für die Junioren-WM nominiert wurde. Überhaupt lässt sich sagen, dass das Modell der vereinsübergreifenden Trainingsarbeit der beiden Gießener Rudervereine GRG und RC Hassia - wenn sie auch naturgemäß nicht immer reibungslos vonstatten ging - für beide Vereine sich erfolgreich auswirkt. Die sportlichen Leitungen haben die Hoffnung, dass dies auch nach dem Weggang von Sebastian Schnautz weiter so bleiben wird.

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