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Lucas Schiefer glänzt bei der U16-DM als Siebter über 800 Meter.

Leichtathletik

Lucas Schiefer läuft bei DM auf Platz sieben

Hervorragend in Szene setzten sich die Leichtathleten aus dem Kreis Gießen bei den deutschen U16-Meisterschaften. Allen voran Lucas Schiefer (LAZ Gießen), der Siebter über 800 m wird.

Der Norden von Deutschland hatte den Athleten schwierige Bedingungen beschert. Neben böigem Wind und kalten Temperaturen, setzte auch wiederkehrender Nieselregen ein. Nichtsdestotrotz boten die drei Leichtathleten aus dem Kreis Gießen eine starke Leistung, besonders Schiefer hat bewiesen, dass er zwei Rennen an zwei Tagen auf Spitzenniveau laufen kann. Es war der erste Vorlauf seiner Karriere, und das sah man Schiefer an. Die Marschrichtung von Trainer Erich Gebhardt war klar: "Er muss das Rennen nach 100 m schnell machen, damit er die Chance hochhält, sich für das Finale am nächsten Tag zu qualifizieren." Gesagt - und nicht getan: Der Athlet des Stammvereins MTV 1846 Gießen verschlief die ersten Meter derart, dass er mitten im Gedrängel war und eine Runde damit beschäftigt war, sich gegen die Konkurrenten durchzusetzen. Obwohl er viel Energie in den Positionskämpfen liegen ließ, steigerte er seine Bestleistung auf 2:02,50 Minuten und qualifizierte sich trotz der dürftigen taktischen Leistung souverän für das Finale.

Nach einer Analyse mit Gebhardt war die Taktik für das Finale am Sonntag klar: "Die ersten Meter schnell anlaufen und sich weitestgehend aus dem Gedrängel heraushalten." Gesagt - und diesmal getan: Der Schüler des Landgraf-Ludwigs-Gymnasium setzte die taktischen Anweisungen um und steigerte sich im Endlauf auf 2:02,10 Minuten. Das bedeutete Platz sieben für den aufstrebenden Mittelstreckler. Der Jahrgang 2004 war der stärkste 800-m-Jahrgang in den letzten Jahren.

Maximilian Rößler von den Sportfreunden Burkhardsfelden hatte bei seinen 300-Meter-Rennen mehr mit den äußeren Bedingungen zu kämpfen. Der Gegenwind auf den ersten Metern erschwerte der Langsprintern das Leben, sodass schnelle Zeiten nicht erwartet werden konnten. Der Ricarda-Huch-Schüler zeigte, dass er bereit war für seine ersten deutschen Meisterschaften und qualifizierte sich als Zweiter seines Vorlaufes in 37,55 Sekunden souverän für das Finale. "Ich möchte meine Kurvenspeed verbessern und eine schnelle Zeit laufen", lautete die Zielsetzung des 15-Jährigen. Mit diesen Unterfangen ging Rößler auf der vermeintlich schlechtesten Bahn für Sprints, der Bahn eins, an den Start und belegte am Ende den achten Platz. "Das Rennen war von Vornherein gelaufen, die Muskeln waren vom Vortag müde und in der Kurve hatte er zu viel Zeit verloren", resümierten seine Trainer. Für Rößler dennoch ein Erfolg, da er wichtige Erfahrungen sammeln konnte und die Grundschnelligkeit mit auf seine eigentliche Strecke über 800 m mitnehmen kann.

Der erste Startschuss am Samstag war der über 300 m Hürden der weiblichen Jugend U16. Der Kreis Gießen war mit Emma Hofmann von der LG Wettenberg vertreten. Mit dem Ziel, die "Top 10 zu erreichen", ging Hofmann an den Start und beendete den Vorlauf in 46,26 Sekunden. Nach Beendigung aller Vorläufe stand fest, dass diese Zeit nur für das B-Finale reichte. Mit dem Vorhaben, dort unter die besten zwei zu kommen und somit das Ziel "Top 10" zu erreichen, ging Hofmann das Rennen sehr mutig an. Sie musste auf den letzten Metern denm schnellen Anfangstempo Tribut zollen. Somit belegte sie im B-Finale den dritten Platz und wurde insgesamt Elfte. Das Ziel wurde zwar knapp verfehlt, aber der Mut wurde mit einer Zeit von 45,89 Sekunden belohnt, womit Hofmann nahe an ihre Bestzeit herankam und gezeigt hat, dass sie zwei schnelle Rennen an zwei Tagen laufen kann.

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