Christian Ziehm (l.) und seine HSG Lollar/Ruttershausen schlagen die HSG Lumdatal und Jonas Schlapp überraschend deutlich mit fünf Treffern Differenz. FOTO: FRIEDRICH
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Christian Ziehm (l.) und seine HSG Lollar/Ruttershausen schlagen die HSG Lumdatal und Jonas Schlapp überraschend deutlich mit fünf Treffern Differenz. FOTO: FRIEDRICH

Handball

Lollar/Ruttershausen gelingt Überraschung im Derby

  • Daniela Pieth
    vonDaniela Pieth
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Im Derby der Handball-Landesliga Mitte schlägt die HSG Lollar/Ruttershausen die HSG Lumdatal vor 300 Zuschauern am Freitagabend mit 31.26.

(pie). Eine faustdicke Überraschung gelang der HSG Lollar/Ruttershausen in der Handball-Landesliga der Männer. Der Tabellenvorletzte setzte sich mit 31:26 (11:13) gegen die HSG Lumdatal durch, die damit Gefahr läuft, vom dritten Rang verdrängt zu werden.

Dabei kamen die Gäste gut in die Partie und durch Michael Kern nach sieben Minuten mit 3:1 in Führung. Es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, in dem man den Spielern aus Lollar einen Schub Extra-Motivation anmerkte. Der Trainerwechsel scheint hier vorerst Wirkung zu zeigen, auch wenn Co-Trainer Martin Sänger den Ball flach hält: "Das ist nur eine Momentaufnahme. Wir müssen weiter konzentriert arbeiten."

Und das taten seine Männer, die beim 10:9 von Domenic Graf (23.) erstmals in Führung gehen konnten, zur Pause aber trotzdem einen 11:13-Rückstand mit in die Kabine nahmen. "Wir haben in der ersten Halbzeit gut verteidigt und verpassen es da auch schon, auf vier, fünf Tore wegzuziehen", bemängelte Gäste-Coach Eike Schuchmann. In der zweiten Hälfte war es vor allem eine Steigerung der Lollarer, die die Wende im Spiel brachte. "Die Jungs haben umgesetzt, was wir von ihnen wollten. In der Abwehr kämpfen und vorne diszipliniert spielen", freute sich Sänger. In der 36. Minute sorgte Lorenz Lindenthal für den 15:15-Ausgleich, doch noch konnte Lumdatal kontern. Erst nach dem Siebenmeter von Christian Ziehm und der 18:17-Führung schien der Bann gebrochen. Den Gästen gelang zwar noch dreimal der Ausgleich, doch in der Folge häuften sich technische Fehler im Angriff. Zudem packte Lollar in der Abwehr nicht mehr beherzt genug zu, die Absprachen stimmten nicht, es wurde kein gutes Blockverhalten an den Tag gelegt und in den Eins-gegen-Eins-Situationen war man Lollar zu oft unterlegen. " Wir haben nach der Pause da weitergemacht, wo wir vorher aufgehört haben. Wir haben uns absolut nicht aus der Ruhe bringen lassen, sondern ganz diszipliniert weitergespielt", lobte Sänger.

Knackpunkt war vor allem die Leistungssteigerung im Abwehrverbund im Zusammenspiel mit den Torhütern, die Lollar auf die Siegerstraße brachte. So konnte sich Sänger freuen: "Derby-Siege sind immer was geiles."

Lollar/Ruttersh.: Dud, Brücher; Schwellnus (3), Mühlich, Semmelroth (3), Engel, Graf (6), Lindenthal (1), Fischer, Schlapp, Piazolla (8), Los Santos (2), Ziehm (7/2), Kasak (1).

Lumdatal: Solbach, Schneider; Kuhnhenne, Stein (2), Kühn (5), von Bierbrauer zu Brennstein, Henke, Haack (1), Rein, Marondel, Heß (7/1), Schlapp, Kern (4), Köhler (7/2).

Im Stenogramm: SR: Schwarzmeier/Stewen. - Z: 300. - Zeitstr.: 6:6 Min. - Siebenm.: 3/2:5/3.

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