Landesliga Männer

Lollar/Ruttershausen bleibt weiter sieglos

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(pie). Drittes Spiel, dritte Niederlage - so hatte sich die HSG Lollar/Ruttershausen den Start in die Landesliga-Saison sicher nicht vorgestellt. Gegen den TSV Griedel setzte es im zweiten Heimspiel mit dem 25:26 (11:14) die zweite Ein-Tore-Niederlage. Somit ziert die Mannschaft von Trainer Sören Asboe vor der Herbstferien-Pause das Tabellenende: "Das war wieder einmal in die falsche Richtung knapp."

Wobei auch Asboe zugeben musste, dass man schon verdient verliert, wenn man das ganze Spiel zurück liegt. "Bei allem Respekt vor der starken Griedeler Kampfleistung, so haben wir es uns wieder einmal komplett selbst versaut. Wenn man weiß, was geht, welche Fehler wir gemacht haben, muss man eigentlich drei, vier Punkte aus den ersten drei Spielen mitnehmen", so seine Analyse. Doch nun steht die HSG mit null Punkten da, muss nach der Pause nach Wiesbaden und hat danach Langgöns zu Gast. "Das ist natürlich ein Brett, ein vielleicht ein wenig undankbares Auftaktprogramm."

Die ersten 20 Minuten der Partie verliefen ausgeglichen und mit wechselnden Führungen, ehe es den Gästen beim 13:10 in der 25. Minute erstmals gelang, sich auf drei Tore abzusetzen. Im weiteren Spielverlauf ließ sich Lollar/Ruttershausen zu sehr von Nebengeräuschen wie z. B. ungünstigen Schiedsrichterentscheidungen ablenken und aus dem Konzept bringen, sodass phasenweise der Faden verloren ging.

Doch die HSG steckte nie auf und hatte zwischen der 35. und 45. Minute eigentlich ihre stärkste Phase. Aus einer unermüdlich rackernden, stabilen und gut zusammenarbeitenden 6:0-Abwehr gelangen etliche Ballgewinne, für die man sich allerdings kaum belohnte. "In dem Zeitraum verballern wir gefühlt sieben freie Dinger hintereinander", erklärte Asboe fassungslos. Drei Gegenstöße, ein Siebenmeter und drei weitere freie Bälle aus der Nahwurfzone hätten locker für eine Drei- oder Vier-Tore-Führung gereicht. "Da schießen wir dem sicherlich auch gut haltenden gegnerischen Torhüter, der eigentlich nur einen Hampelmann macht, den Meniskus raus." Trotzdem gelang der HSG beim 19:19 der Ausgleich, die Führung blieb den Gastgebern jedoch verwehrt und so setzte Griedel 15 Sekunden vor dem Ende den entscheidenden Siegtreffer.

"Trotz allem, die Saison ist noch lang und es war ein Schritt in die richtige Richtung", erklärte Asboe, der mit der Leistung seiner Mannschaft im Großen und Ganzen zufrieden war. Einziger Knackpunkt war die Chancenverwertung. "Wenn man die ersten drei, vier verballert, ist das natürlich auch eine Kopfsache. Und trotz dieser Flut an verworfenen Bällen hatten wir noch die Chance zu gewinnen."

Lollar/Ruttershausen: Dud, Brücher; Schwellnus (3), Mühlich, Semmelroth (3), Engel, Graf (2), Lindenthal (1), Schlapp, Müller, Piazolla (2), Los Santos (6/1), Wenzel (1), Ziehm (7/1).

Griedel: Hendrik Krüger, Pajung; Sascha Siek (9/7), Grieb (4), Nils Siek (4), Kipp (3), Köhler, Jantos (1), Brunz, Schepp (2), Noll (1), Sandro Krüger (2), Marx.

Steno / SR: Wollbeck/Zang. - Z: 200. - Zeitstr.: 10:4 Min. - Siebenmeter: 3/2:7/7.

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