Für Lollar zählt nur ein Sieg

(fro) Mit drei Spielen aus heimischer Sicht wird die zweite englische Woche in der Verbandsliga Mitte heute abgeschlossen. Im Aufsteiger-Duell gegen Germania Schwanheim steht Eintracht Lollar bereits unter Druck. Erste Tore und erste Punkte müssen her, um nicht bereits frühzeitig abgeschlagen der Musik hinterher zu laufen.

Der VfB 1900 Gießen steht vor einer hohen Auswärtshürde. Die Elf von Trainer Stefan Hassler strebt bei der SG Oberliederbach den dritten Saisonsieg an. Zum Wetzlarer Sportkreis-Derby empfängt der SC Waldgirmes II den langsam in den Tritt kommenden Titelanwärter Eintracht Wetzlar.

»Müssen in dieser Woche punkten«

Eintracht Lollar – Germania Schwanheim (heute, 19 Uhr): Der Spielplan hatte es mit dem Aufsteiger aus Lollar bislang nicht gut gemeint. In den drei bisherigen Begegnungen traf die Eintracht ausnahmslos auf Mannschaften, die man im Endklassement im ersten Tabellendrittel vermutet. So ist die bisherige Bilanz mit drei Niederlagen als Momentaufnahme zwar bitter, aber nicht verwunderlich. »Wenn du mit 0:10 Toren startest, dann ist dies nicht gut für die Moral – egal, gegen wen du gespielt hast«, stellt Routinier Oliver Schmidt fest. Lollars Sportlicher Leiter Haydar Kilinc formulierte die Zielsetzung für die kommenden beiden Spiele: »Wenn wir in der Liga bestehen wollen, müssen wir in dieser Woche punkten.

« Allerdings sieht die personelle Situation für Interimstrainer Ingo Flechtner derzeit alles andere als rosig aus. Anastasis Apostolou, Kilian Birk, Raul del Sol Gonzales, Antonio Muayi und Olivio Muayi stehen auf der Verletztenliste. Heinz Stehle musste im Spiel beim FC Ederbergland erneut verletzt ausgewechselt werden. Sein Einsatz ist ebenso fraglich, wie der des am Samstag aufgrund einer Knöchelverletzung geschonten Sebastian Bubbel.

Eintracht Lollar, Aufgebot: Hartmann, Thomas; Akci, Ay, Bubbel (?), D’Ambrosio, Güngör, Kleine, Kotcheu-Tchatchu, Koyuncu, Schäfer, Schmidt, Stehle (?), Taskin, Tomicic, Wachter, Yedikat. – Schaak (Trainingsrückstand), Apostolou, Birk, Gonzalez, Antonio Muayi und Olivio Muayi (alle verletzt) fehlen.

Germania Schwanheim, Aufgebot: Kern, Germann; Akcakaya, Azaoum, Bretthauer, Colak, El Ourdani, El Uordni, Göttmann, Keissidis, Müller, Römer, Sinanaj, Stumm, Terrell, Trigilia, Weimer, Wenzel.

Von Beginn an Präsenz zeigen

SG Oberliederbach – VfB 1900 Gießen (heute, 19 Uhr): Stefan Hassler hat den heutigen Gegner mit seinem Co-Trainer Gino Parson zweimal in Augenschein genommen. Der VfB-1900-Trainer zeigte sich vor allem vom Konterspiel der Oberliederbacher beeindruckt. »Die SG ist technisch gut, zeigt gute Ballstafetten und ist vorne sehr gefährlich. Wir müssen tief stehen und vorne zum Abschluss kommen«, fordert Hassler. Der Fußball-Lehrer zeigte sich mit den Leistungen seiner Elf in der zweiten Halbzeit des Biebrich-Spiels zufrieden. »Wir müssen jedoch endlich auch mal eine erste gute Halbzeit spielen. Hierzu müssen wir von Beginn an auf dem Platz Präsenz zeigen«, sieht Hassler noch Steigerungspotenzial. Die Tatsache, dass seine Elf einen Tag mehr Regenerationspause hatte, könnte aus seiner Sicht ein wesentlicher Vorteil sein. »Wir haben uns am Montag nur kurz bewegt und die Zeit vor allem zur Pflege genutzt. Meine Elf hat in den bisherigen Spielen gezeigt, dass sie konditionell fit ist und mit den extremen Bedingungen gut klarkommt«, ist Hassler zuversichtlich. Der befürchtete Handbruch bei Maximilian Ott hat sich nicht bestätigt. »Er hat sich den Finger ausgekugelt und wird zur Verfügung stehen. Nino Binz hat seine Sperre abgesessen und wird in den kommenden Wochen für uns eine wertvolle Verstärkung sein«, sagt Hassler.

SG Oberliederbach, Aufgebot: Zippelius, Asmeron; Fouad, Karrer, Keskin, Koch, Lohrer, Müller, Öztürk, Piazza, Pinto Diaz, Pusic, Sanfratello, Schlierbach, Walentowitz. – Azakir (gesperrt) fehlt.

VfB 1900 Gießen, Aufgebot: Säglitz, Naujoks; Bund, Binz, Celik, Chabou, Hasan, Iyasere, Ouattara, Parson, Pusch, Ranke, Samun, Schneider, Vural, Wolf, Yener. – Agirman, Atanasoski, Marx und Onar (alle verletzt) stehen nicht zur Verfügung.

Derby ist ein Highlight

SC Waldgirmes II – Eintracht Wetzlar (heute, 19 Uhr): »Wir haben uns mit unserer jungen Elf in Steinbach sehr gut verkauft. Die Partie war ein wichtiger Lernprozess. Die Partie gegen Wetzlar wird ähnlich schwer. Die Eintracht ist von ihrer Besetzung her der Topfavorit der Liga. Das Derby ist für unsere Reserve das Highlight der Saison. Wer da nicht motiviert ist, dem ist nicht mehr zu helfen«, erklärt Jörg Kässmann, der für den erkrankten Ralf Landgraf auf der Bank sitzen wird. »Die personelle Situation ist derzeit alles andere als rosig. Dies ist aber auch eine Chance für unsere jungen Spieler«, sagt der Ex-Profi. Der Elf von Trainer Jürgen Hendrich möchte Kässmann mit einer sicheren Abwehr begegnen.

SC Waldgirmes II, Aufgebot: Holzhäuser, Fünfsinn; Adler, Aydin, Azizi, Basustaoglu, Celiksoy. Döring, Günes, Hartmann, Jarrah, Mett, Pfeiff, Schmitt, Schneider (?), Siegel, Steinmetz, Vinetic, Yüceel. – Dienst, Gries, Heuser, Künkler, Kusebauch und Witton (alle verletzt) fehlen.

Eintracht Wetzlar, Aufgebot: Wack, Seshko; Baum, Baumbach, Beck, Buycks, Celjo, Hocker, Fejz Hodaj, Kosovar Hodaj, Huisgen, Mülln, Özen, Öztürk, Simon, Türk, Türkeköle, Wagner.

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