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Lockhart-Team ohne Rhythmus im Angriff

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(jsg). Auch das zweite Saisonspiel der Nachwuchs Basketball-Bundesliga verloren die Roth Energie BBA Gießen 46ers. Bei der Porsche BBA Ludwigsburg erzielten sie nur 43 Punkte, was gegen Ludwigsburger, die ebenfalls nicht hochprozentig trafen, aber nicht im Ansatz zum Sieg reichte. Mit 68:43 endete die Samstagspartie der Basketball-Akademien. Zehn Punkte und acht Rebounds für Finn Döntgens waren dabei noch ein kleiner Lichtblick im Gießener Angriffsspiel.

Drei Minuten waren in Ludwigsburg bereits gespielt, als Chris Herget für die Mittelhessen das 2:0 erzielte. Döntgens holte die Führung beim 4:3 noch mal zurück, doch die Gastgeber setzten sich in der Folge erstmals ab. Offensiv kamen aber auch die Schwaben nicht ins Laufen, sodass es nach zehn Minuten 15:7 stand. Das Team des ehemaligen BBL-Spielers David McCray ging nach einem Korb von Edonis Paqarada kurz nach der Viertelpause auch erstmals zweistellig in Führung. Ein Dreier von Tristan Göbel verkürzte den Rückstand wieder und ließ Hoffnung, auf ein ähnliches zweites Viertel wie im ersten Spiel aufkeimen. Doch drei Minuten ohne weitere 46ers-Punkte ließen diese schnell verebben, und die Barockstädter setzten sich auf 29:12 ab.

Mit der bis dato offensiv besten Phase hielt die Lockhart-Truppe den Rückstand bis zur Halbzeit kurzfristig konstant. Unter anderem sechs weitere Herget-Punkte sorgten für den Halbzeitstand von 21:37.

Die Comeback-Chancen der Mittelhessen sanken nach dem Seitenwechsel durch sieben unbeantwortete Punkte von Eduard Roschafsky weiter. Der Angriff des Gießener Nachwuchses tat sich gegen die aggressive Verteidigung der Schwaben immer wieder schwer, gute Würfe zu erspielen. So fielen im dritten Viertel nur vier Punkte durch Hannes Bergmann und David Sann. Dazu erspielten die Neckarstädter noch acht eigene Zähler in den letzten zwei Minuten des Durchgangs, sodass es mit 57:25 in die letzte Viertelpause ging. Ludwigsburg rotierte nun mehr durch und machte weniger Druck. So kamen dann auch die Gießener zu ein wenig Ergebniskosmetik. Immerhin 18 eigene Zähler sorgten am Ende für die deutliche 43:68-Niederlage.

Ein Blick in die Statistiken verrät, dass es einen ausschlaggebenden Grund für die Niederlage gab. Bei ähnlichen Werten in den meisten Kategorien fallen die 28,9 Prozent aus der Zweierdistanz bei Gießen rapide ab. Die Ludwigsburger trafen im Vergleich 55,6 Prozent ihrer Zweipunktewürfe. »Es war das erste Kräftemessen für uns mit einem solchen Top-Team seit langer Zeit. Defensiv war es ein Schritt in die richtige Richtung, aber offensiv haben wir noch keinen Rhythmus. Das wird auch noch ein wenig dauern«, benennt Lockhart klar die Aufgabe für die kommende Woche. Dann wartet das wichtige Heimspiel gegen das ebenfalls sieglose Team Südhessen.

Gießen: Döntgens (10), Herget (9), Bergmann (8), Göbel (6), D. Sann (6), Andrews (2), Hadas (2), Burghard, Chromik, Janeck, Kreile.

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