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Lockhart-Mannschaft fehlt ein Korb

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(jsg). Wenn man sich an Niederlagen gewöhnen kann, dann haben es die Gießener NBBL-Spieler in dieser Saison getan. An so eine Niederlage wie das 67:69 am Samstag waren die Jungs von Trainer Sherman Lockhart aber nicht gewöhnt. Zwei Minuten vor Spielende lagen sie gegen die Frankfurt Skyliners noch mit fünf Punkten vorne, am Ende reichte es dennoch nicht für den ersten Saisonsieg.

»Man hat am Ende gemerkt, dass wir die Situation eines engen Spiels am Ende einfach nicht kannten«, blickte Lockhart sichtlich mitgenommen auf das Spiel zurück. Ein richtig offenes Spiel gab es in den ersten elf Auftritten für die Roth Energie BBA Gießen 46ers tatsächlich nicht - und diese Unsicherheit war dem Team anzusehen. Detwan Andrews hatte sein Team mit 67:62 in Front gebracht, doch danach wurde die Offensive ungenau. »Wir sind die Systeme in den letzten Minuten nicht mehr so klar gelaufen und kamen daher nicht zu guten Abschlüssen.«

Doch zunächst hielt vor allem die Defensive den Frankfurtern stand. Nur einen Freiwurfpunkt gaben seine Schützlinge in der vorletzten Minute ab. Aber nach einer weiteren guten Verteidigungssequenz begann die Schlussminute mit einem Frankfurter Offensivrebound, den Joscha Zehntgraf zu einem Dreipunktspiel verwandelte. Dusan Nikolic, der ehemalige Gießener, klaute sich im Angriff darauf den Ball und glich an der Freiwurflinie aus. Die Gießener wollten über Andrews zur Führung, doch der Aktivposten bekam beim Versuch zum Korb zu ziehen, ein Offensivfoul gepfiffen. So war es dann erneut Nikolic, der 3,1 Sekunden vor dem Ende den Gießener Traum vom ersten Saisonsieg zerstörte.

Zuvor hatten die Gießener auch ohne Chris Herget und Tristan Göbel ein starkes Spiel gemacht. Im ersten Viertel überstanden sie eine frühe Frankfurter Drangphase von der Dreierlinie und alle Punkte gingen an vier Forwards und Center. Mit 21:18 war der Auftakt gelungen, und auch JBBL-Spieler Till Heyne konnte seinen ersten Einsatz in der U19-Mannschaft mit zwei Korbvorlagen feiern. Auch im zweiten Viertel waren die Gäste zunächst am Drücker, aber Andrews konterte mit einem Dreier. Überhaupt waren es in dieser Phase die Distanzwürfe, durch die die Gastgeber erneut mit fünf Punkten in Führung gingen. Kurz vor der Pause wurde aus dem Vorsprung durch einige Fehler allerdings sogar nochmal ein knapper Rückstand, den erneut Andrews mit flinken Fingern zum 36:35-Halbzeitstand wieder drehte.

Alessio Santagati führte Frankfurt zunächst zur erneuten Führung, wurde aber nach einer Diskussion mit seinem Trainer von diesem in die Kabine geschickt. Doch auch zu siebt blieb Frankfurt vor dem Schlussviertel mit 51:47 in Front. Dort drehte allerdings Hannes Bergmann auf, und nach einigem Hin und Her, sorgte Andrews für die 67:62-Führung, die dann doch nicht reichte. »Es war dennoch eine gute Mannschaftsleistung, und es ist bitter, dass sich die Jungs dafür nicht belohnen konnten«, so Lockhart.

Gießen: Döntgens (16), Andrews (14/2), Bergmann (10), Istrefi (9/1), Kohl (7), Burghard (6/1), Janeck (3/1), Kreile (2), Hadas, Heyne, Lindenstruth, D. Sann

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