Lischka und Weber gehen - Schwartz kommt zu den 46ers

(mv/gae) Ein Neuzugang, zwei feststehende Abgänge: Während die Playoffs in der Basketball-Bundesliga langsam auf die Zielgrade gehen, werden bei den LTi Gießen 46ers die ersten Weichen für die nächste Saison gestellt. Eigengewächs Johannes Lischka und Defensivspezialist Max Weber verlassen die Mittelhessen, dafür kommt in Tim Schwartz ein talentierter Mann aus der zweiten Liga an die Lahn. Der 1,99 Meter große Small Forward unterschrieb einen Vertrag bis 2011 in Gießen und soll der Nachfolger Webers als Backup auf der Position drei werden.

(mv/gae) Ein Neuzugang, zwei feststehende Abgänge: Während die Playoffs in der Basketball-Bundesliga langsam auf die Zielgrade gehen, werden bei den LTi Gießen 46ers die ersten Weichen für die nächste Saison gestellt. Eigengewächs Johannes Lischka und Defensivspezialist Max Weber verlassen die Mittelhessen, dafür kommt in Tim Schwartz ein talentierter Mann aus der zweiten Liga an die Lahn. Der 1,99 Meter große Small Forward unterschrieb einen Vertrag bis 2011 in Gießen und soll der Nachfolger Webers als Backup auf der Position drei werden.

In den letzten fünf Jahren spielte der 22 Jahre alte Schwartz für die Saar-Pfalz Braves aus dem saarländischen Homburg, bei denen er in der abgelaufenen Zweitligasaison 8,8 Punkte (bei einer sehr guten Dreierquote von 43,3 Prozent) und 4,7 Rebounds im Schnitt erzielen konnte und so einen entscheidenden Anteil daran hatte, dass die ehemals in Kaiserslautern beheimatete Mannschaft bis zur letzten Minute um den Aufstieg in die BBL mitspielte.

Die Wichtigkeit Schwartz’ lässt sich aber auch an der Zahl der gespielten Minuten ablesen: Mit durchschnittlich fast 30 Minuten Spielzeit pro Partie stand nur ein Spieler länger auf dem Parkett beim Tabellendritten der ProA als der Forward.

Noch zu Kaiserslauterner Zeiten traf der ehemalige U20-Nationalspieler zum ersten Mal auf seinen neuen Trainer Vladimir Bogojevic, der dort in der Saison 2007/2008 der Headcoach war, und hinterließ einen überaus positiven Eindruck: "Tim ist ein sehr talentierter Spieler und bereit, den nächsten Schritt in seiner Karriere zu machen, nachdem er in den letzten drei Jahren auf hohem Niveau in der ProA gespielt hat. Er ist athletisch, reboundet gut und ist mit einem guten Wurf ausgestattet", freut sich Bogojevic darauf, wieder mit Schwartz, der eine C-Trainerlizenz des DBB hat und aufgrund sehr guter Prüfungsleistungen sogar direkt zum B-Trainerlehrgang zugelassen wurde, zusammenzuarbeiten. Dazu folgt Schwartz einer Tradition, die in den letzten Jahren etwas verblasste, und wird neben dem Basketball sein in Kaiserslautern begonnenes Studium (Englisch, Sport) an der Justus-Liebig-Universität fortführen. "Die Situation ist optimal für mich, ich kenne den Coach, spiele nun erste Liga und kann sogar nebenbei mein Studium weiter vorantreiben", sagt Schwartz.

Mit seiner Verpflichtung steht nun auch fest, dass Max Weber in der kommenden Saison nicht mehr im Trikot der LTi 46ers auflaufen wird. Der Forward war vor der letzten Saison aus Frankfurt nach Gießen gewechselt und lief in 28 Spielen im rot-weißen Dress auf, in denen er durchschnittlich 2,6 Punkte erzielte, vor allem aber mit seiner Verteidigung so manchen Gegenspieler entnervte.

Neben dem vom Verein verkündeten Abgang Webers steht auch fest, dass Johannes Lischka nicht mehr für Gießen auflaufen wird. "Ich werde die 46ers definitiv verlassen. Ich weiß aber noch nicht, wohin der Weg führt", sagte der Langgönser, der in Deutschland bleiben will und bis Ende Juni noch Vertrag hat. Als einen Grund seines Weggangs nannte der Nationalspieler eine nicht gehaltene Versprechung seitens der Vereinsführung. Ihm wurde nach eigener Aussage zugesagt, dass der als Ersatz geholte Maurice Jeffers nach Lischkas sechswöchiger Verletzungspause das Team wieder verlassen würde. Eine Aussage, die Christoph Syring zurückweist. "Es gab keinerlei Versprechungen bezüglich Jeffers’ Vertrag gegenüber Johannes. Das ist einfach unwahr", so der Geschäftsführer der LTi 46ers.

Dem wiederum widerspricht Lischka. Er beteuert, dass ihm dies so mitgeteilt wurde: "Ich sage die Wahrheit." Das sieht Coach Bogojevic wiederum anders: "Eine solche Zusage hat es nie gegeben. Johannes hat im Sommer viel von uns bekommen, wofür wir kein Dankesschreiben wollen, aber eine realistische Einschätzung. Wir haben alles, was wir ihm versprochen haben, umgesetzt, aber an erster Stelle steht der Erfolg", so Bogojevic, der ergänzte: "Ich werde mich immer für den besseren von zwei Spielern entscheiden, nicht für den Namen. Während seiner Verletzung hat Johannes sich bemüht, zurückzukommen, aber im Profisport muss man sich alles verdienen und Jo hat den Kampf mit Maurice nicht angenommen, sondern da, wo er der Mannschaft helfen sollte, mit sich und seiner Situation gehadert. Die Einstellung hat nicht gestimmt. Er hat immer wieder eine Chance gehabt, aber das in ihn gesetzte Vertrauen nicht durch entsprechende Leistung belohnt."

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare