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Freut sich im Ziel über ihren U23-DM-Titel: Lisa Mayer (LG Langgöns/Oberkleen). (jth)

Lisa Mayer nach dem U23-Triumpf: Nun volle Konzentration auf Rio

(jth) Lisa Mayer (LG Langgöns-Oberkleen) hat bei den deutschen Leichtathletik-Meisterschaften der U 23ihren nächsten Coup gelandet. Im Lohrheidestadion in Wattenscheid lief die Athletin von Trainer Rainer Finkernagel über 200 m in 23,53 sec zum Titel.

Trotz intensiver Olympiavorbereitung hatte die Studentin ihren Start bei den "Deutschen" eingeplant. "Ich befinde mich gerade in einem Trainingsblock vor Rio und bin mit dem Staffel-Team in Kienbaum zur Vorbereitung. Da die Trainingsbelastung gerade sehr hoch ist, erwarte ich keine Spitzenzeit", so Mayer im Vorfeld zu ihren Aussichten. In einem lockeren Vorlauf am Sonntagmorgen qualifizierte sich die Germanistikstudentin in 24,14 sec für das A-Finale. Und auch im Endlauf hatte sie keine Mühe, ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden. In 23,53 sec sprintete sie weit vor dem Feld ins Ziel. Dabei konnte sie es sich leisten, mehr als eine halbe Sekunde über ihrer Bestzeit zu bleiben.

"Es war ein sicherer Lauf zum Titel. Ich bin super zufrieden, das war für die Umstände der Belastung eine ordentliche Leistung", so die LGLO-Sprinterin nach dem Titelgewinn. Am kommenden Freitag steht für die Zweite der deutschen Meisterschaften von Kassel die Olympia-Verabschiedung in Mannheim an. "Danach treffen wir uns noch mal in Frankfurt zum Staffeltraining, ehe es nach Rio geht", erzählte sie über die nächsten Wochen.

Den Abstecher nach Wattenscheid wollte sie sich nicht nehmen lassen. "Hier gab es einen deutschen Meistertitel zu holen, den wollte ich mitnehmen", begründete die Mittelhessin ihre Entscheidung für einen Start im Lohrheidestadion.

Wenzel taktisch klug gelaufen

Für Christopher Wenzel (LAZ Gießen/MTV Gießen) war die DM nach seinem Erfolg bei den "Süddeutschen" eine Woche zuvor der Saisonhöhepunkt. Über 800 m qualifizierte sich der BWL-Student am Samstag in einem taktisch klugen Rennen mit 1:53,03 min als Vorlaufdritter für das Finale am Sonntag.

Als Zielsetzung für das Finale strebten Trainer Erich Gebhardt und der Athlet Rang fünf an. Mit 1:53,68 min und einem hervorragenden sechsten Platz verfehlte der LAZ-Mittelstreckler nur knapp das gesteckte Ziel. "Alles richtig gemacht. 80 m vor dem Ziel ging ihm der Sprit aus. Christopher ist sehr mutig mitgelaufen und hat eine starke Leistung abgeliefert. Er hat im Finale die Taktik hervorragen umgesetzt. Der Vorlauf hat einiges an Körnern gekostet. Zwei sehr starke Rennen in zwei Tagen", so Trainer Gebhardt. Und auch Christopher Wenzel war mit seiner Leistung an beiden Tagen "zufrieden".

Im Kugelstoßen hatte sich Wenzels Vereinskamerad Tobias Kretzschmar (LAZ/SV Garbenteich) eine neue Saisonbestleistung zum Ziel gesetzt. Probleme mit der Technik ließen das jedoch nicht zu, sodass er mit 14,71 m auf Rang zehn landete. "Der Wettkampf war der schlechteste dieses Jahr. Ich bin gar nicht zurechtgekommen. Die ersten zwei Versuche waren ungültig und der dritte reichte nicht für den Endkampf der besten acht Starter. Mir fehlt derzeit einfach die Sicherheit bei der Technik", so der enttäuschte Athlet.

Julia Blumkaites von der TSG Gießen-Wieseck startete über 100 m. Trainer Elmar Knappik hatte auf eine Zeit von etwa 12,30 sec gehofft, was seine Athletin jedoch nicht ganz umsetzen konnte. "Bis 30 m war sie wie immer gut unterwegs, doch dann ist sie wieder verkrampft. Das hat sich in ihren letzten Läufen immer wieder gezeigt und sie hat es leider nicht in den Griff bekommen. Mit den 12,61 sec hatte sie keine Chance auf das Erreichen des Zwischenlaufes", so Knappik.

Am Sonntag bewies Hochspringerin Johanna Michel (LAZ/TSG Lollar) ihre derzeit gute Form. Trotz einer leichten Fußverletzung, die sich die Studentin bei ihrem Vizetitel der Süddeutschen zugezogen hatte, übersprang die LAZ-Athletin 1,74 m und belegte im hochkarätigen Springerfeld den sechsten Platz. "Ihr Anlauf war nicht konstant genug. Wir sind aber zufrieden. Der erste Sprung über 1,78 war top. Wir rechnen für die Zukunft mit einer deutlichen positiven Entwicklung", so Trainer Markus Czech.

Anna Greim (LAZ/VfB Gießen) ging am Sonntag auf der 100-m-Hürdendistanz in den Startblock, um DM-Erfahrungen zu sammeln. Mit 14,75 sec gelang ihr dies im Vorlauf sehr gut und sie erreichte das B-Finale am späten Nachmittag. Hier blieb die Studentin dann mit 14,56 sec deutlich im gesteckten Ziel von Trainer Markus Czech. "Ich hatte eine Zeit um 14,60 sec prognostiziert. Wenn Anna die siebte Hürde nicht touchiert hätte, wäre sie vermutlich eine 14,20er-Zeit gelaufen. Sie lag sehr gut im Rennen. Wir sind zufrieden mit der Leistungsentwicklung", lobte Czech seine Athletin.

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