Nicht zu halten: Andrea Lintl von der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen (am Ball) lässt Hüttenbergs Albina Sutormin (l.) sowie Lena (21) und Fabienne (23) Löffler hinter sich. (Foto: ras)
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Nicht zu halten: Andrea Lintl von der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen (am Ball) lässt Hüttenbergs Albina Sutormin (l.) sowie Lena (21) und Fabienne (23) Löffler hinter sich. (Foto: ras)

Lintl macht den Unterschied

(vk) Am Schluss war es im Derby jede Menge Erfahrung, die sich gegen jugendliches Talent durchsetzte. Die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen entschied auch das Rückspiel der Handball-Oberliga Hessen der Frauen beim TV 05/07 Hüttenberg mit 21:18 (9:11) für sich.

Dabei sahen die rund 200 Zuschauer einen fulminanten Start des TVH, sodass man fast den Eindruck hatte, Hüttenberg wolle das Rückspiel ähnlich deutlich gewinnen wie die HSG das Hinspiel.

Die Gastgeberinnen legten eine 7:1-Führung (10.) durch die junge Albina Sutormin vor und schienen den Gast aus der Nachbarschaft an die Wand spielen zu wollen. Beim 9:3 (13.) hatte Lena Löffler einen Siebenmeter verwandelt und als nach dem 10:4 (17./Fabienne Löffler) Hüttenbergs ausgezeichnete Torhüterin Carina Müller zweimal glänzend gegen durchgebrochene HSG-Spielerinnen parierte, schien die Partie in eindeutigen Bahnen zu verlaufen. Aber das Match verflachte. "Wir haben gut angefangen, hatten dann eine Phase in der ersten Halbzeit, wo wir gegen Carolin Kraft und Andrea Lintl nicht mehr verteidigen konnten", so Hüttenbergs Trainer Stefan Mappes.

Der TVH entwickelte nicht mehr die notwendige Aggressivität und die von Co-Trainer Thomas Schäfer (Trainerin Monika Ludmilova hütete mit Grippe das Bett) gecoachten Gäste kamen immer besser auf. Beim 8:10 (27.) verkürzte Jasmina Camdzic per Siebenmeter bereits wieder beträchtlich. Nach der 11:9-Führung der Hüttenbergerinnen zur Pause erhöhte die Heimmannschaft noch einmal auf 14:9 (36./Sutormin). Gästespielmacherin Carolin Kraft verkürzte auf 12:14 (39.) und im Nu war die Spannung wieder da. "Wir haben auch beim 1:7-Rückstand die Ruhe bewahrt, standen uns anfangs auch selbst im Wege und haben viel liegen lassen", analysierte Schäfer.

Fabienne Löfflers 16:13 (45.) bedeutete nur kurzzeitiges Luftholen im Hüttenberger Lager. Ein 7:0-Tore-Lauf der Grün-Weißen brachte Dutenhofen/Münchholzhausen mit 20:17 (57.) durch die überragende Andrea Lintl in Führung – womit die Entscheidung gefallen war. Alisa Mappes und Sandra Oestreich für den Gast erzielten die beiden letzten Tore zum 21:18-Erfolg.

"Lintl hat den Unterschied ausgemacht", sagte Mappes. Dann kamen auch noch Spielmacherin Carolin Kraft dazu und mit zunehmender Spieldauer zog auch eine ausgezeichnete Torhüterin Madeleine Buhlmann den Hüttenbergerinnen den Zahn. "21 Gegentore ist völlig in Ordnung, nur mit 18 erzielten Treffern kann man kein Spiel gewinnen", stellte Mappes fest. "Vorne haben wir es nicht mehr geschafft, das Spiel in die Breite zu verlagern", so Mappes weiter. Und zudem stand der Innenblock mit Lintl, Camdzic und Müller ausgezeichnet.

"Die Mannschaft hat dann eine Riesenmoral bewiesen und immer mehr Sicherheit bekommen", erläuterte Schäfer. "In der ersten Halbzeit hat Hüttenberg gut verteidigt. Wir haben dann aber verdient gewonnen", resümierte Schäfer, der Rafaela Carotenuto nicht einsetzte und zudem auf Frauke Kreiling (verletzt) und Miriam Schmidt (Magen-Darm-Grippe) verzichten musste. Beim TVH fehlte neben Antina Pauschert (Kreuzbandriss) noch Torhüterin Melanie Albert und Melanie Braun (beide verletzt).

TV Hüttenberg: Carina Müller, Lara Müller; Eckhardt-Helmes (1), Schneider, Maren Prüfer (2), Sutormin (3), Steinhaus, Heidt (2), Emmelius (2), Mappes (1), Lena Löffler (3/2), Fischer, Fabienne Löffler (4), Rühl.

HSG Dutenhofen/Münchholzhausen: Buhlmann, Naß; Sina Schmidt (1), Camdzic (4/2), Bender (1), Lintl (5), Oestreich (1), Carotenuto (n.e.), Ruppel (2), Kraft (2), Müller (5/2).

Stenogramm / Schiedsrichterinnen: Artero/Schilling (TV Langenselbold). – Zuschauer: 200. – Zeitstrafen: 4:2 Minuten. – Siebenmeter: 3/2:6/4.

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