Heuchelheims Niko Hoffmann (13) wird von den Lindenern Sören Deimer (l.) und Malte Höhn (31) "verhaftet". FOTO: BALSER
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Heuchelheims Niko Hoffmann (13) wird von den Lindenern Sören Deimer (l.) und Malte Höhn (31) "verhaftet". FOTO: BALSER

HSG Linden spielstärker

(opk). Gleich zu Beginn der neuen Spielzeit kam es zum Derby in der Handball-Landesliga Mitte. Die TSF Heuchelheim empfingen die HSG Linden, mussten sich am Ende aber mit 24:27 (12:15) geschlagen geben. Die Gäste führten durchgehend und belohnten sich mit zwei Punkten.

Nach über sieben Monaten Pause sprach Lindens Trainer Mario Weber von einem "holprigen Start" in die Partie. Dennoch traf Jannik Andermann nach zehn Minuten zur 5:2-Führung. Den Vorsprung konnte die HSG auch bis zur Pause halten. TSF-Trainer Claus Well lobte die offensive Abwehr der Gäste, die "in den ersten 20 Minuten kaum zu knacken" war.

Der zweite Durchgang startete mit einer roten Karte für Lindens Rückraumspieler Jannis Wrackmeyer. Er foulte Heuchelheims Abbas Kaplan im Gegenstoß und wurde zurecht des Feldes verwiesen (31.). "Das hat uns zwar etwas aus der Bahn geworfen, aber durch unseren breiten Kader konnten wir auch die rote Karte gut auffangen," so HSG-Trainer Weber.

Die zweite Halbzeit verlief ausgeglichen. Die Heuchelheimer kamen immer mal heran, schafften aber nie den Ausgleich. "Das ist am Ende schon ein bisschen enttäuschend, aber im Großen und Ganzen waren wir zu inkonsequent und haben die entscheidenden Situationen nicht genutzt," gab Well zu.

Sieben Minuten vor Schluss kam es zu einer kuriosen Szene, als HSG-Keeper Joshua Laudt wegen eines Wechselfehlers beim Stand von 24:22 eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe erhielt und sein Team somit in Unterzahl spielen musste. Doch auch davon ließen sich die Gäste nicht aus der Ruhe bringen. Heuchelheim konnte die Situation nicht zu seinem Vorteil nutzen und stand somit am Ende ohne Punkt da.

Coach Well fand nach dem Spiel lobende Worte für die Gegner. "Wir haben gegen eine technisch super ausgebildete Mannschaft verloren. Gerade Patrick Piesch und Leon Rüdesheim haben hervorragend gespielt." Bester Werfer des Spiels war Lindens Julian Wallwaey mit acht Treffern, auf Seiten Heuchelheims war es Björn Hofmann mit sechs.

Mario Weber war mit dem Sieg zwar zufrieden, ärgerte sich aber ein bisschen, dass "der Sack nicht schon früher zugemacht wurde." Somit blieb es die gesamte Partie über spannend, mit dem besseren Ende für die Lindener.

Heuchelheim: Winter, Geier; Bach Hamba (1), Foos (3), Kaplan, Hoffmann (5/1), Brühl, Kunz, Schmidt (2), Meierrieks, Bender (5), Björn Hofmann (6/1), Kröck (2), Meier

Linden: Laudt, Genger; Wallwaey (8), Friedl (1), Mühlhans (3), Krauhausen, Wrackmeyer (2), Rühl, Deimer (1), Rüdesheim (1), Mikusch (1), Andermann (3), Höhn (4/3), Piesch (3)

Stenogramm / Zuschauer: 50. - SR: Becken/Fuchs. - Zeistrafen: 10:6 Minuten - Siebenmeter: 4/2:3/3. - Rot: Linden (Wrackmeyer, 31.).

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