Linden kommt gut aus Startlöchern

"Es war das erwartet schwierige Spiel," sagte MSG-Linden-Trainer Mario Weber nach dem Derby in Heuchelheim. Das Spiel am Sonntagabend bei den TSF konnte der Favorit dennoch gewinnen, siegte am Ende sogar recht deutlich mit 27:22. Der erste Tabellenplatz in der Handball-Landesliga ist für die MSG somit vorerst gesichert, während Heuchelheim weiterhin auf Platz zehn verweilt.

Von OPK

"Es war das erwartet schwierige Spiel," sagte MSG-Linden-Trainer Mario Weber nach dem Derby in Heuchelheim. Das Spiel am Sonntagabend bei den TSF konnte der Favorit dennoch gewinnen, siegte am Ende sogar recht deutlich mit 27:22. Der erste Tabellenplatz in der Handball-Landesliga ist für die MSG somit vorerst gesichert, während Heuchelheim weiterhin auf Platz zehn verweilt.

Die Gäste erwischten den besseren Start in eine eher offensivschwache Partie, dennoch dauerte es bis zur 17. Minute, ehe sie sich den ersten Vier-Tore-Vorsprung erarbeiten konnten. Torschütze zum 8:4 war Malte Höhn. Die Führung hielt auch noch bis kurz vor der Halbzeit, jede Mannschaft hatte hier und da mal eine stärkere Phase, doch dann zog der Gastgeber bis zum Pausenpfiff noch mal an. In den letzten zwei Minuten des ersten Durchgangs schafften die TSF einen schnellen Drei-Tore-Lauf und erzielten dadurch den 13:14-Anschlusstreffer, der gleichbedeutend war mit dem Pausenstand.

Auffällig war, dass die Defensive des Heimteams bereits in den ersten 30 Minuten umgestellt worden war. Zeitweise deckten mit Daniel Bley und Niko Hoffmann gleich zwei Verteidiger offensiv, um Spielmacher und Top-Torjäger Chris Grundmann aus dem Spiel herauszunehmen. Dies führte zu Ballverlusten der Gäste und somit zum engen Halbzeitergebnis. Heuchelheims Trainer Claus Well sagte dazu nach dem Spiel: "Wir haben unser Abwehrsystem im Laufe des Spiels drei Mal umgestellt. Von 5:1 über 4:2 und teilweise auch eine defensive 6:0-Variante, um das kreative Angriffsspiel des Gegners einzuschränken." Und man merkte, dass dem Favoriten ohne den gut aufgelegten Grundmann vorne weniger einfiel.

MSG-Trainer Weber begründete diese Schwächephasen mit der langen Winterpause und dem einen oder anderen angeschlagenen Spieler, womit die Alternativen nicht so gegeben seien wie bei vorherigen Spielen. Linden gelang auch der Start in die zweite Halbzeit besser. Nach zehn Minuten konnte Rückraumspieler Jannis Wrackmeyer den alten Vier-Tore-Vorsprung wiederherstellen (19:15, 40.). Doch auch davon erholten sich die TSF und kämpften sich erneut auf ein Tor heran. Mittelmann Henry Rinn erzielte das 19:20 (47.). Die nächsten Minuten sollten sehr hektisch und im Endeffekt spielentscheidend werden. Einige Ungenauigkeiten, technische Fehler, Torwartparaden und umstrittene Schiedsrichterentscheidungen (auf beiden Seiten) später führte die MSG Linden wieder mit vier Treffern. Die Gäste waren besser durch diese Phase gekommen und wurden somit mit zwei Punkten belohnt.

TSF Heuchelheim: Winter, Schlesinger; Bley (7/5), Lichert (1), Mackellar (1), Koch (1), Hoffmann (3), Kaplan (1), Weber (1), Sascha Hofmann (1), Rinn (2), Björn Hofmann (2), Kröck (1), Czaja (1)

MSG Linden: Rocksien, Schindowski; Nober (1), Jung (4), Brockmann, Walter (1), Wrackmeyer (5), Deimer (2), Berger, Loh, Weber (3), Andermann (1), Höhn (1), Grundmann (9/5)

Im Stenogramm: Zuschauer: 250 – Schiedsrichter: Glaab/Rudert (Großwallstadt/Hörstein). – Zeitstrafen: 8:10 Minuten – Heuchelheim (Lichert, Koch, Czaja 2x) – Linden (Jung, Berger, Weber, Höhn 2x). – Siebenmeter: 5/5:5/5.

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