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Lina Schäfer aus Staufenberg spielt ab dieser Saison in der U17-Juniorinnen-Bundesliga für den FSV Hessen Wetzlar.

Frauenfußball

Lina Schäfer in der Bundesliga aktiv

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Lina Schäfer aus Staufenberg spielt ab dieser Saison für den FSV Hessen Wetzlar in der U17 Juniorinnen-Bundesliga. Die 14-Jährige freut sich auf die Duelle mit Bayern München oder Freiburg.

Die Vorfreude ist riesig. Für Lina Schäfer geht ein Traum in Erfüllung. Ab dieser Spielzeit wird sie für die Bundesliga-Mannschaft der B-Juniorinnen des FSV Hessen Wetzlar auflaufen. Das Team aus Wetzlar ist letzte Spielzeit in die höchste Spielklasse der B-Juniorinnen aufgestiegen. Die 14-jährige Staufenbergerin darf sich künftig somit auf Duelle mit dem FC Bayern München, dem SC Freiburg und der TSG Hoffenheim freuen.

Dabei begann alles im zarten Alter von fünf Jahren beim SV Staufenberg. Bis 2018 durchlief sie zahlreiche Jugendmannschaften des Clubs und wechselte anschließend in die Gruppenliga (D-Jugend der SF Blau-Gelb Marburg).

Ihre Stärken liegen in der Verteidigung und im Spielaufbau. Daher wird sie nun auch bei ihrem neuen Verein als Verteidigerin agieren. Bis zum Ende der C-Jugend spielte Schäfer stets mit Jungs zusammen, war nicht selten das einzige Mädchen. »Das war eigentlich aber nicht schlimm für mich. Es hat trotzdem viel Spaß gemacht. Wenn man jetzt älter wird, ist es aber schon besser, in ein Mädchenteam zu wechseln, da die Jungs körperlich auch stärker werden«, berichtet die Achtklässlerin der Clemens-Brentano-Europa-Schule in Lollar. Neben ihrem Verein spielt sie zudem in der Hessenauswahl wie auch in der Regionalauswahl Gießen/Marburg, mit der sie zweimal Hessenmeisterin wurde. Ebenso nahm sie zwei Jahre lang am Förderprogramm C-Jugend des DFB-Stützpunktes Marburg teil.

Nun heißt das nächste Abenteuer also Juniorinnen-Bundesliga. Im ersten Spiel der neuen Saison ging es gleich gegen ihren eigentlichen Lieblingsverein Eintracht Frankfurt. Auch wenn die Partie knapp mit 1:2 verloren ging, war die Freude bei Schäfer dennoch groß, gleich von Beginn an in der Startaufstellung gestanden zu haben. »Am Anfang war ich natürlich aufgeregt. Es hat aber trotz der Niederlage Spaß gemacht. Es war ein spannendes Spiel, vor allem auch am Ende noch mal.«

Dass ein solcher Fußballalltag auch zeitintensiv sein kann, weiß auch Lina Schäfers Vater Andreas: »Das ist schon ziemlich zeitaufwendig. Die Mädchen haben dreimal die Woche Training und am Wochenende dann immer das Spiel. Und es braucht ja auch immer jemanden, der Lina hinfährt und begleitet. Aber wir sind natürlich unglaublich stolz auf sie und freuen uns sehr. Und wer weiß, vielleicht ergibt sich ja auch noch mehr, wenn man gegen so große Teams wie Bayern München oder Freiburg spielt«.

In der Vergangenheit ließ sich der Fußball auch mit der Schule immer sehr gut vereinbaren, wie Lina Schäfer ergänzt: »Das hat immer gut geklappt. Jetzt in der Bundesliga werden wir bei den Auswärtsspielen dann freitags nach der Schule immer mit dem Mannschaftsbus zu den Spielen fahren und dann im Hotel übernachten. Die Spiele sind dann meistens samstags um 14 Uhr.«

Auch wenn Schäfer mit ihren 14 Jahren eher zu den jüngeren Spielerinnen im Team gehört, geht sie selbstbewusst in die neue Saison: »Ich hoffe natürlich, dass ich spiele und auch, dass wir gewinnen und in der Liga bleiben.« Die U17-Bundesliga ist in drei Staffeln geteilt. Aus der Bundesliga Süd, in der der FSV Hessen Wetzlar spielt, werden vier der insgesamt zwölf Teams direkt wieder absteigen. Im ersten Auswärtsspiel der Saison geht es für Lina Schäfer und ihr Team dann am 21. August zur TSG Hoffenheim. Auch hier dürfte die (Vor-)Freude für Schäfer und ihre Familie wieder riesengroß sein.

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