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Regnerisch-windiges 1:1 für Ali Ibrahimaj (am Ball), Johannes Hofmann (l.) und den FC Gießen am Dienstagabend in Alzenau. FOTO VOGLER

Lieblingsergebnis reicht nicht

  • Sven Nordmann
    vonSven Nordmann
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Zum zehnten Mal in der laufenden Saison spielt der FC Gießen am Dienstag in Alzenau 1:1 - das reicht noch nicht für den rechnerisch sicheren Klassenverbleib in der Fußball-Regionalliga Südwest. An den Toren ist vor allem ein Akteur entscheidend beteiligt.

Am Ende passte das Ergebnis des FC Gießen an einem regnerischen und windigen Dienstagabend in Alzenau zum Wetter: Man nimmt’s halt so mit! Das 1:1 (1:1) beim Tabellenvorletzten ist das absolute Lieblingsergebnis des FC Gießen - zum zehnten Mal in dieser laufenden Saison der Fußball-Regionalliga Südwest spielt der FC 1:1 - und verpasst es damit zumindest bis zum Samstag, auch rein rechnerisch alles klar zu machen in Sachen Klassenverbleib.

Dabei ging es doch gegen den absoluten Lieblingsgegner aus Gießener Sicht - in nun fünf Partien seit Bestehen des FC gab es noch keine Niederlage gegen den lokalen Konkurrenten, der am Dienstag nach 32 Minuten in Führung ging, zwei Minuten später glich Gießens Jonas Arcalean zum 1:1-Endstand aus.

Der FC steht damit vorerst bei 40 Punkten und ist seinem selbst erklärten Ziel von der 50-Punkte-Marke sechs Spieltage vor Saisonschluss noch zehn Zähler weit entfernt.

»Es war kein gutes Spiel von uns«, befand Gießens Trainer Daniyel Cimen. »Wir haben mental etwas müde gewirkt, der letzte Schritt hat gefehlt. Und wir haben nach Ballgewinnen in potenziellen Umschaltmomenten zu oft den Weg zurück hinten herum gesucht.«

So musste Cimen einräumen: »Es war eher ein glückliches Unentschieden. Alzenau hatte etwas mehr Anspannung als wir.«

Der 29-jährige Nikola Trkulja war in der Main-Echo-Arena am Dienstag an beiden Treffern des Tages entscheidend beteiligt: Beim 0:1 in der 32. Minute vertändelte er den Ball rund 30 Meter vor dem eigenen Tor leichtfertig und ermöglichte so das Alzenauer 1:0 durch Michael Martin, der den Ball ins lange Eck setzte.

Zwei Minuten später machte der FC-Akteur seinen Fehler wieder wett, indem er mit einem gewonnenen Kopfballduell am gegnerischen Strafraum das 1:1 durch Jonas Arcaleans Direktabnahme vorbereitete (34.).

Insgesamt betrachtet geht das Remis in Ordnung - beide Mannschaften fanden erst in der Schlussviertelstunde das Gaspedal. Abgesehen vom Ausgleich kam Gießen erst in der 77. Minute zur ersten echten Abschlusschance, als Jonas Arcalean eine Hereingabe von Ali Ibrahimaj nach starkem Ballgewinn von Niclas Mohr aus aussichtsreicher Position weit über das Tor setzte.

Die Gießener Defensive mit der Fünferkette um Michael Fink im Zentrum stand derweil bis zur Schlussphase ebenfalls gut, ließ nur eine Alzenauer Großchance in der 56. Minute zu.

Die Schlussviertelstunde gestaltete sich dann äußerst hektisch: Nach Arcaleans Chance hatte Gießen Glück, keinen Elfmeter gegen sich gepfiffen zu bekommen, als Mahdi Mehnatgir auf FC-Torhüter Frederic Löhe zustürmte und fiel. Eine Minute später parierte Löhe stark, in der 86. Minute schließlich landete ein langer Ball vom eingewechselten Gießener Louis Münn auf der Latte - das war’s in einem Spiel, in dem kein echter Unterschied zu erkennen war.

Für den FC Gießen geht es am Samstag nun im Waldstadion gegen den Tabellenfünften SSV Ulm (14 Uhr) - vier der restlichen sechs Partien steigen zuhause, zwischendurch geht’s für den FC noch zum VfB Stuttgart II und nach Stadtallendorf.

Die Resthoffnungen des Tabellenvorletzten aus Alzenau - nur zwei Teams steigen ab - beschränken sich derweil nun auf einen freiwilligen Rückzug des TSV Schott Mainz in Liga fünf - dort wird vereinsintern derzeit Für und Wider einer weiteren Regionalliga-Saison abgewogen. Einige berufstätige Spieler bevorzugen die fünfte Liga.

FC Bayern Alzenau: Zabadne - Haritonov, Mazagg, Wilke, Kang (72. Mehnatgir), Crljenec, Demir (46. Grünewald), Kummer, Teklab, Brauburger (61. Ferukoski), Martin.

FC Gießen: Löhe - Weiß, Boras, Fink, Heil, Takehara (70. Mohr) - Trkulja (70. Münn) - Hofmann (59. Erkilinc), Ibrahimaj (85. Tyminski) - Arcalean, Korzuschek (59. Celik).

Im Stenogramm: Tore: 1:0 (32.) Martin, 1:1 (34.) Arcalean. - Schiedsrichter: Lukas Heim (Waghäusel).

Der Torschütze hadert nach der Partie mit dem zehnten 1:1 der laufenden Saison: Jonas Arcalean.

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