Jonas Budnik und Paul Behrendt (im Hintergrund, blaues Trikots) gewinnen mit dem USC II gegen Hartenrod mit 3:1. FOTO: HF
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Jonas Budnik und Paul Behrendt (im Hintergrund, blaues Trikots) gewinnen mit dem USC II gegen Hartenrod mit 3:1. FOTO: HF

Volleyball

Licht und Schatten bei heimischen Teams

  • vonRichard Albrecht
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In der Volleyball-Landesliga startete das zweite Herrenteam des USC Gießen mit einem Sieg und einer Niederlage. Dagegen gingen das Herren- und das Damenteam des Gießener SV leer aus.

SG Johannesberg - Gießener SV 3:0 (25:9, 25:17, 25:8):Es war der von Trainer Claus Schüring erwartet schwierige Saisonauftakt. Dem neuformierten Damen-Team des Gießener SV, durch Abgänge von Leistungsträgerinnen geschwächt, hatte in der kurzen Vorbereitungszeit noch nicht zueinander finden können. "Die Zahnräder greifen noch nicht ineinander." So war es vor allem der Spielaufbau, der es den Gästen in Durchgang eins zu selten ermöglichte, die eigenen Angreiferinnen in vielversprechende Positionen zu bringen. Deutlich ging dieser Satz weg. Im zweiten Satz lief es dann besser. "Da haben wir phasenweise mitgespielt" - bis die Verletzung von Inga Sames die stärkste Phase des GSV stoppte. "Wir sind dann zum Satzende hin weggebrochen und haben im dritten Satz überhaupt nicht mehr zu unserem Spiel gefunden. Insgesamt haben wir uns deutlich unter Wert verkauft." Auch wenn Schüring allen Spielerinnen Einsatzzeiten gab, konnte auch von der Bank keine Wende im Spielgeschehen erzeugt werden. "Wir haben alles versucht. Diese Niederlage ist natürlich kein Weltuntergang, wir hoffen, es nächste Woche in Marbrug besser zu machen."

Gießener SV: Sara Lückhof, Marie Wagner, Britta Hinneberg, Hannah Walter, Francis Scholz, Julia Moro, Carolin Feuerstacke, Inga Sames, Linn Priker, Christina Schmidt, Kati Vosmer.

Männer

USC Gießen II - TV Hartenrod 3:1 (25:22, 25:19, 10:25, 25:22):Der USC II wird diese Saison mit stark veränderten Kader herausfinden, ob das zweite Jahr nach dem Aufstieg auch wirklich das schwerste ist. Gegen den Liganeuling aus Hartenrod konnte die Oberligareserve ihre Nervosität in Durchgang eins kaum ablegen und setzte sich erst am Ende knapp mit 25:22 durch.

Der zweite Durchgang brachte eine Steigerung, Motivation und Konzentration stimmten - mit 25:19 ging auch dieser Satz an die Gastgeber. Ob diese sich in Durchgang drei vielleicht schon zu sicher wähnten? Es kam jedenfalls zu einem deutlichen Bruch. In allen Bereichen wuchs die Fehlerquote, mit 10:25 ging dieser Satz auch in dieser Höhe verdient an die Gäste. Davon wachgerüttelt, ging der USC in Satz vier wieder deutlich verbessert ann Werk und lieferte sich mit den Gästen nun einen offenen Schlagabtausch. Mit 25:22 hatten die Gießener am Ende das bessere Ende für sich und die ersten drei Punkte auf der Habenseite.

USC Gießen II - TG Neuenhaßlau 2:3 (16:25, 25:22, 25:17, 23:25, 12:15):Der Dritte der abgelaufenen Saison erwies sich als schwerer Brocken, der den Gastgebern zunächst den Schneid abkaufte und sich im ersten Satz deutlich mit 25:16 behauptete. Trotz Umstellungen aufseiten des USC setzte sich dies in Durchgang zwei fort. Beim 17:22 schien bereits eine Vorentscheidung gefallen und das zweite Match des Tages einem schnellen Ende zuzustreben. Doch eine druckvolle Aufgabenserie sorgte bei den Gästen für zunehmende Verunsicherung. Die Gießener drehten diesen Satz mit acht Punkten in Folge zum Ausgleich. Davon beflügelt, setzten die USCler ihre Kontrahenten weiter unter Druck, mit 25:17 ging Durchgang drei deutlich an die Hausherren. Doch es gelang nicht, im vierten Satz den Deckel drauf zu machen. Wie in Spiel eins kam es nach zwei gewonnenen Sätzen zum Bruch, die Gäste holten sich mit starken Aufschlägen eine frühe Führung, die sie bis zum 25:22-Satzausgleich verteidigten. Auch im Tiebreak lief der USC einem frühen Rückstand hinterher, die Wende sollte nicht mehr gelingen, mit 12:15 musste man doch den Gästen den Sieg überlassen und mit einem Punkt zufrieden sein.

Trotzdem zeigte sich Teamsprecher Steffen Kämmerling nicht unzufrieden. "Wir haben einen guten Auftritt hingelegt und gezeigt, dass der neuformierte Kader konkurrenzfähig ist und das Potenzial hat, in dieser Liga gut mitzuspielen." Nächste Woche gilt es, beim Hünfelder SV, der mit einer 0:3-Niederlage in die Saison gestartet ist, weiter zu punkten und sich in der oberen Tabellenhälfte festzusetzen.

USC Gießen II: Steffen Kämmerling, Benjamin Budzinsky, Jonas Klinger, Anton Klimov, Johannes Weiß, Lukas Clotz, Matthias Weßling, Matti Hapig, Paul Behrendt, Tobias Golombek, Daniel Erber, Jonas Budnik.

FSV Berghausen - Gießener SV 3:0 (25:11, 25:22, 25:16):Auch für das Herrenteam des GSV endete der Saisonauftakt mit einer klaren Niederlage ohne Satzgewinn. Lediglich in Durchgang zwei konnten die Schwimmer ihren Kontrahenten über eine längere Phase Paroli bieten. Das Fehlen einiger Stammspieler - die Lücken wurden aus der zweiten Mannschaft aufgefüllt - konnte nicht kompensiert werden, die Abstimmungsprobleme waren zu groß.

Inga Gruschwitz fehlten bei ihrem Debüt auf der Trainerbank die Alternativen. Zwar hielt man in Durchgang eins noch bis zum 8:8 mit, aber eine Angabenserie der Gastgeber sorgte in diesem Satz für die Vorentscheidung. "Da kamen wir unter die Räder", brachte es Zuspieler Samuel Gundeloch auf den Punkt. "Im zweiten Satz habe wir dann, nach einigen Umstellungen, sogar am Satzgewinn geschnuppert." Doch in der entscheidenden Phase verhinderten individuelle Fehler den möglichen Ausgleich. Dies im Gepäck sorgte dafür, dass sich im dritten Satz allmählich die Resignation breit machte. Die fehlende Unterstützung von außen aufgrund der Corona-Bestimmungen tat ein Übriges, dass Berghausen auch diesen Satz sicher für sich entschied.

GSV: Konstantin Schulz, Florian Albrecht, Anatoli Nowikowski, Florian Gocht, Samuel Gunderloch, Yann Reus, Jan Gänsslen, Christian Bauer.

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