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Licher Sebastian Wolf wird Deutscher Rallyemeister Nationals

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Von: Alexander Wissgott

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Sebastian Wolf aus Birklar wird mit Co Andreas Luther Deutscher Rallyemeister Nationals. AWP © Alexander Wissgott

Der aus Lich-Birklar stammende Sebastian Wolf krönt die starken mittelhessischen Leistungen bei den Deutschen Rallyemeisterschaften 2022.

(awp). Sebastian Wolf aus Lich-Birklar ist mit seinem Co-Piloten Andreas Luther (Eisenach) zum Sieg der Deutschen Rallyemeisterschaft Nationals gefahren. Mit ihrem Mitsubishi Lancer EvoX setzten sie sich nach sieben Läufen, der erste fand im April 2022, durch.

»Andy und ich können es immer noch nicht so richtig glauben, das ist der absolute Wahnsinn, dass wir die DRM Nationals gewinnen konnten. Wir haben die Nerven behalten und uns den Titel gesichert und das als gesamtes Team«, freute sich Sebastian Wolf. »Die Mechaniker haben das ganze Jahr einen Super Job gemacht und der Evo lief bei jeder Veranstaltung wie ein Uhrwerk.« erklärte der Fahrer des AMSC Pohlheim.

Bei der Siegerehrung stand mit Sina Hildebrandt vom AMC Gießen eine weitere heimische Motorsportlerin auf dem Podest. Sie freute sich gemeinsam mit ihrem Piloten Rafael Klein über den zweiten Rang in der Meisterschaft - der mittelhessische Coup war somit perfekt!

In dieser Saison wurden im Rahmen der Deutschen Rallye Meisterschaft (DRM) gleich vier unterschiedliche Wertungen ausgefahren. Neben den Fahrern der Top-Liga gibt es eine gesonderte Wertung für nicht Allrad getriebene Fahrzeuge: die DRM 2. Die Teams in historischen Rallyefahrzeugen kämpfen um den Titel »DRM Classic«. Die beliebte Breitensport Serie des ADAC die »Rallye-Masters« der vergangenen Jahre wurde in »DRM-Nationals« umbenannt und durch die Austragung im Rahmen der DRM deutlich aufgewertet.

Der Licher Wolf ging erstmals im April im Erzgebirge zum ersten von sieben Läufen an den Start. »Am Ende dieser Rallye hatten wir den Sieg in der Klasse »NC1« und 30 Punkte auf dem Konto, was uns aber noch nicht an Mehr denken ließ« erinnert sich Wolf zurück.

Nachdem auch beim zweiten Lauf der »Rallye Sulingen« am Ende der Klassensieg eingefahren werden konnte und weiter Punkte aufs Meisterschaftskonto wanderten, wurde umgeplant und der Entschluss gefasst, um den Titel mitzufahren. Jedes Team hat dabei ein Streichergebnis und so fiel die beruflichbedingte Absage beim dritten Lauf nicht ins Gewicht.

Bei der »Rallye Mittelrhein« im Juli reichte ein dritter Rang, um die Führung weiter zu behaupten. Dicht auf den Fersen des Pohlheimer Motorsportlers lauerte ein Team mit weiterer mittelhessischer Beteiligung. In der Meisterschaftswertung war Copilotin Sina Hildebrandt aus Gießen mit Rafael Klein (Bergkamen) im BMW M3 bereits auf Rang vier nach vorne gefahren.

Eine Rallye später hatte Wolf Pech. Im Saarland kostet ein Plattfuß viel Zeit, sodass am Ende nur Platz fünf heraussprang. Hier holte das Duo Kleine/Hildebrandt den Klassensieg und kam damit in der in der Meisterschaft einen Platz nach vorne.

Die »Cimbern Rallye« im Schleswig-Holsteinischen Süderbrarup war eine Regenschlacht. Hier holte der Pohlheimer Motorsportler seinen nächsten Klassensieg. Mit einer starken Vorstellung im heckgetriebenen BMW navigierte Hildebrandt ihren Fahrer ebenfalls zum Klassensieg. Nun betrug der Abstand in der Meisterschaft nur noch sieben Punkte und die Entscheidung musste beim letzten Lauf, der »3 Städte Rallye« fallen.

Am Freitag wurden vier Prüfungen in Tschechien gefahren, auf denen Wolf mit der Bestzeit in WP 1 und zweimal der zweiten Zeit in den folgenden Prüfungen seine Ambitionen auf den Titel unterstrich.

»Wir waren sofort da, haben einen guten Rhythmus gefunden und waren voll im Plan, auch wenn ich mich im Dunkeln etwas schwer getan habe«, sagte Wolf zum Ausflug ins Nachbarland. Am Samstag standen jeweils vier WP’s in Deutschland und Österreich auf dem Plan. Regen und Nebel prägten die Prüfungen in denen der Licher dreimal die zweitbeste Zeit in der Klasse fuhr und vor den letzten Umläufen Rang zwei belegte, was zum Titelgewinn reichen würde.

»Wir wollten auf den letzten vier WP’s im Hinblick auf die Meisterschaft nichts mehr riskieren und haben Tempo rausgenommen.« Dies gelang bis ins Ziel im bayrischen Waldkirchen. Hier fuhr das Duo Wolf/Luther als erster Meister der neuen »DRM-Nationals« 2022 auf die Zielrampe.

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