Bei Licher Niederlage Abstieg

(lad) An diesem Spieltag der zweiten Basketball-Bundesliga Pro B gilt für die Licher BasketBären dasselbe, das schon in der Vorwoche galt: die Bären können nach dem Spiel als sportlicher Absteiger in die Regionalliga feststehen. Dies ist zu vermeiden, wenn Lich am Samstag (19 Uhr) bei den Spot Up Medien Baskets Braunschweig gewinnt und die Herzöge Wolfenbüttel am selben Abend gegen den SC Rasta Vechta verlieren. Tritt eine der beiden Bedingungen nicht ein, wäre der Klassenerhalt aus Licher Sicht verpasst.

"Um die theoretische Chance zu wahren, ist ein Sieg in Braunschweig Pflicht. Wir wollen die zwei Punkte nach Lich holen", verlangt Lichs Trainer Gerald Wasshuber zwei Wochen nach dem ersten Auswärtssieg der laufenden Spielzeit, eine Serie auf fremdem Parkett zu starten.

Die Vorzeichen sind dafür auch einigermaßen passabel - zumindest könnten sie schlimmer sein. In der Hinrundenbegegnung waren die Hessen auf Augenhöhe mit der Talentschmiede des Bundesligisten New Yorker Phantoms Braunschweig, der gleich fünf Spot-Up-Spieler in seinem Kader hat. Nach kurios punktarmer erster Halbzeit (28:26) lieferten sich beide Teams ein packendes Run-and-Gun-Duell in den zweiten 20 Minuten, die mit 64:63 endeten. Unter dem Strich sicherten sich die Niedersachsen somit ein knappes 92:89, bei dem sie ihre bevorzugte Spielweise voll unter Beweis stellten: vorne hoch scoren, hinten viel kassieren - Hauptsache, man hat mehr gepunktet als der Gegner.

Mit einer solchen Marschrichtung findet man sich als Mannschaft in beinahe allen Ligastatistiken in den Extremen wieder: So ist Braunschweig top in punkto Dreiern, Steals (je die meisten der Liga) und Assists, fällt aber auch durch hohe Foulbelastung (und viele Freiwürfe für den Gegner) und Reboundschwäche auf.

Für die mit Abstand meisten Dreipunktetreffer der Liga sorgen gleich drei Spieler: Philipp Friedel, Michael Fleischmann und Jusuf El Domiaty. Alle drei sind Jungspieler, die bei den Phantoms als Perspektivspieler gelten. Stärkster des Trios ist der 22-jährige Friedel, der auf durchschnittlich 19,4 Punkte und fünf Assists kommt. Beim Sieg Braunschweigs über den Tabellenführer Rhöndorf - was an und für sich schon ein Paukenschlag war - erzielte der Guard starke 39 Zähler (sieben Dreier). Damit leiteten die Niedersachsen auch eine Serie ein, in der sie vier ihrer letzten fünf Heimspiele gewannen und sich vorzeitig den Klassenerhalt sicherten. Der 2,09 Meter große Fleischmann kommt auf durchschnittlich 12,7 Punkte und hat eine äußerst vorzeigbare Dreierquote von 42,5 Prozent. Auch der erst 19-jährige Pointguard El Domiaty punktet zweistellig. Ein weiterer Leistungsträger im jungen Team ist der 23-jährige Amerikaner Lee Roberts. Der 2,01 Meter große Center beeindruckt mit 17 Punkten und 7,5 Rebounds pro Partie.

Im Gegensatz zu den Baskets, deren Kooperationspartner erst am Sonntag spielt, hat Lich das Pech, dass der eigene Kooperationspartner LTi Gießen 46ers zeitgleich mit den Bären spielt. Allerdings ist noch ungewiss, wer von den Jungspielern mit den 46ers nach Oldenburg fahren wird. Aber ungeachtet der Tatsachen, dass Braunschweig heimstark ist und nach dem Klassenerhalt befreit aufspielen kann und dass Lich von der Banktiefe her deutlich dünner besetzt ist als der Gegner: Ein Sieg muss her, um Speyer nicht in die Regionalliga zu folgen.

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