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Licher Kampfsieg

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Von: Oliver Vogler

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Der Licher Regionalliga-Basketballer Carl Chromik setzt beim 72:66-Heimsieg gegen den MTV Kronberg (links Din Omerhodzic) zum Korbleger an. © Oliver Vogler

(cnf). Dank einer kämpferisch starken Leistung im letzten Viertel trotzten die Korbjäger von Lich Basketball am Sonnabend ihren Personalsorgen sowie einem langanhaltenden Rückstand im Spiel gegen den MTV Kronberg. Am Ende setzten sich die Mittelhessen gegen ihre nach wie vor punktlosen Gäste im Klassement der 1. Basketball-Regionalliga Südwest mit 72:

66 (27:34) durch - für die Wetterstädter war es der erste Sieg nach zuletzt drei Niederlagen in Serie.

»Das war schon befreiend, aber es war auch ein Kampfsieg«, kommentierte ein erleichterter LB-Headcoach Viktor Klassen. Die Licher Garde konnte gegen den MTV lediglich mit acht Akteuren antreten, da unter anderem die beiden Brettspieler Johannes Lischka sowie Julian Bölke gesundheitsbedingt fehlten, darüber hinaus hatte auch noch Pointguard Kevin Hoxhallari seine Spielteilnahme aus privaten Gründen kurzfristig absagen müssen.

Dennoch startete die Heimmannschaft ordentlich und kombinierte in der Vorwärtsbewegung ansehnlich. »In der Verteidigung gab es aber immer wieder Unstimmigkeiten, und obwohl wir das direkt angesprochen haben, haben wir es nicht in den Griff bekommen«, resümierte Klassen. Trotz eines guten Zugs nach vorne fanden die LB-Würfe zudem zu selten ihr Ziel, sodass die Gäste bis zur ersten Viertelpause mit fünf Zählern vorne lagen (18:13, 10.).

Auch im zweiten Durchgang wahrten die Taunusstädter die Dominanz und bauten, angeführt von ihrem in der ersten Hälfte gut aufgelegten »Big Man« Florian Dietrich (16 Punkte), ihren Vorteil weiter aus (29:15, 15.). Nach einer Auszeit in der Mitte des Abschnitts fand Lich besser in die Spur und vermochte, bis zum Erklingen der Halbzeitsirene wieder etwas aufzuschließen (27:34, 20.).

Nach dem Kabinengang schenkte Jannik Ribbecke dem Gegner aus Kronberg erstmal zwei Drei-Punkte-Treffer ein (39:39, 22.), doch die Wende zugunsten der Brauereistädter konnte damit noch nicht eingeläutet werden. Der MTV zog erneut auf fünf bis zehn Punkte davon, und es dauerte einige Minuten, ehe Lich wieder zurückschlug (51:54, 30.).

Die Grundlage für den späteren LB-Sieg stellten zu Beginn des Schlussakts fünf Dreier in Folge dar, Till Wagner besorgte in diesem Zug in der 36. Minute erstmals wieder die Licher Führung (62:59). Kronberg wehrte sich in der Crunchtime (65:66), doch das Klassen-Team blieb konzentriert und führte 30 Sekunden vor Ende die Vorentscheidung von der Freiwurflinie aus herbei (70:66, 40.).

Bei aller Freude über den Triumph stellte sich auf Licher Seiten auch ein fader Beigeschmack ein: Finn Jakob hatte sich in einer letzten Aktion den Daumen ausgekugelt und musste direkt ins Krankenhaus gebracht werden. »Das war so ein Dämpfer trotz des Sieges«, so Viktor Klassen, der insgesamt natürlich stolz auf seine Schützlinge war: »Wir haben gefightet und bis zum Schluss an uns geglaubt. Das Team hat es trotz der kleinen Rotation sehr gut gemeistert.« Ein Extra-Lob, vor allem für die Arbeit an den Brettern, gab es für »Double-Double«-Scorer Yannik Ribbecke (25 Punkte, 13 Rebounds) und Felix Schweizer (9 Punkte, 10 Rebounds). - Lich: Chromik, Sann, Keller 13/2, Wagner 13/3, Schweizer 9/1, Roith 4, Ribbecke 25/4, Jakob 8/1.

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