Drei weitere Jahre: Licher-Geschäftsführer Rainer Noll (l.), HSG-Geschäftsführer Björn Seipp (M.) und Olaf Albrecht, Leiter Sport- und Kulturmanagement bei Licher, geben die Verlängerung der Kooperation bekannt. (Foto: fk)
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Drei weitere Jahre: Licher-Geschäftsführer Rainer Noll (l.), HSG-Geschäftsführer Björn Seipp (M.) und Olaf Albrecht, Leiter Sport- und Kulturmanagement bei Licher, geben die Verlängerung der Kooperation bekannt. (Foto: fk)

Licher bleibt Hauptsponsor der HSG Wetzlar

Während die HSG Wetzlar weiter fieberhaft am Kader für die neue Saison bastelt, macht der Handball-Bundesligist in Sachen Sponsoring Nägel mit Köpfen.

(fk) Bei einem gemeinsamen Pressegespräch gaben HSG-Geschäftsführer Björn Seipp und sein Pendant der Licher Privatbrauerei, Rainer Noll, am Dienstagmittag bekannt, dass die Zusammenarbeit um drei weitere Jahre verlängert worden ist. Damit bleibt der Bierproduzent aus Mittelhessen bis mindestens zum Jahr 2018 Haupt- und Trikotsponsor der Grün-Weißen aus Wetzlar. Im Rahmen der Veranstaltung erklärte die HSG ferner, seinem Spielmacher Florian Laudt ein Vertragsangebot für ein weiteres Jahr vorgelegt zu haben. Auch Vladan Lipovina soll bleiben.

"Wir sind stolz, unsere Kooperation langfristig ausgeweitet zu haben", erklärte Seipp, der betonte, dass für die Übereinkunft nur "sehr wenige, gute Gespräche" nötig gewesen seien. Sein Gegenüber Noll sagte: "Wir freuen uns über diese Kontinuität bei einem der Top-Sportvereine unserer Region", und bezeichnete das Verhältnis zwischen Brauerei und Bundesligist als "außergewöhnlich". Mit dem neuen Kontrakt ist Licher nunmehr seit 14 Jahren Trikotpartner der HSG.

Über die Höhe der Zuwendung wurde indes nichts bekannt. Allerdings ist in einer Publikumssportart und bei einem Zuschauerschnitt von über 4000 Besuchern pro Heimspiel ein unterer bis mittlerer sechsstelliger Betrag branchenüblich. Sowohl Seipp als auch Noll ließen dabei durchblicken, dass die Summe – neben einigen inhaltlichen Modifikationen – aufgestockt wurde. "Der Vertrag wurde dem Marktwert der HSG angepasst. Die Verhandlungsbasis ist eine andere als noch vor drei Jahren", erklärte Noll, der bestätigte, dass sich Wetzlar "wirtschaftlich nicht verschlechtert" habe. Laut Seipp sollen etwaige Mehreinnahmen in den Abbau des negativen Eigenkapitals fließen. "Die Kosten wollen wir nicht erhöhen", gab der HSG-Geschäftsführer zu Protokoll.

Unterdessen wollen die Wetzlarer Verantwortlichen Spielmacher Florian Laudt halten. Der Mittelmann, der neben seinem Profitum auch eine Stelle als Lehrer bekleidet, soll ein weiteres Jahr an der Lahn bleiben. "›Flo" hat sich aufgrund seiner schulischen und privaten Situation ein paar Tage Bedenkzeit erbeten", sagte Seipp, der auch Gespräche über eine weitere Zusammenarbeit mit Linkshänder Vladan Lipovina bestätigte.

In Sachen WM-Fahrer Andreas Wolff und Kent Robin Tönnesen erklärte Seipp, dass man bis zum Beginn der Vorbereitung am 15. Januar Klarheit haben werde. Die Zeichen bei den beiden begehrten Leistungsträgern stehen wohl auf Abschied. Zu den Spekulationen um einen Wechsel Ivano Balics nach Saisonende zum kroatischen Handball-Verband sagte der Geschäftsführer: "In der Saure-Gurken-Zeit werden Dinge oft hochgekocht. Ich habe mit Ivano telefoniert und er hat mir bestätigt, dass die HSG sein erster Ansprechpartner ist." Die Chancen, dass der ehemalige Welthandballer ein weiteres Jahr in Wetzlar bleibt, ordnete Seipp bei 50 Prozent ein. Bis Ende Januar soll auch hier Klarheit herrschen.

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