Licher BasketBären festigen Playoff-Platz

(lad) Einen immens wichtigen Schritt zur Festigung ihres achten Tabellenplatzes, der die Teilnahme an den Playoffs bedeutet, haben am Samstag die Licher BasketBären in der Pro B gemacht. Das 78:76 (33:32) gegen die Fraport Skyliners Juniors vor 500 Zuschauern bedeutete den ersten Sieg nach fünf sportlichen Niederlagen.

Die Niederlage gegen Gotha war bekanntermaßen am Grünen Tisch mit 20:0 für Lich gewertet worden. Der Licher Erfolg sorgte zudem dafür, dass Frankfurt und Weißenhorn den VfB Gießen Pointers in die Playdowns folgen müssen. "Mit dem Sieg bin ich zufrieden, auch wenn wir im zweiten Viertel ganz schön Probleme hatten, als Frankfurt seine Verteidigung umgestellt hat", blickte Lichs Coach Igor Starcevic kritisch zurück.

Denn zuvor hatten seine Bären wie aus einem Guss gespielt und die Skyliners II nicht zur Entfaltung kommen lassen. Vor allem Blake-Prince Young drückte der Begegnung seinen Stempel auf, die dank des Ausfalls der Anzeigetafel sowie der folglichen Nutzung einer uralten Klappzähltafel auf dem Zeitnehmertisch und der Durchsage der Punktstände und Spielminuten (inklusive Countdown zum Viertelende) durch Manager und Hallensprecher Dirk Schäfer einen gewissen Retro-Charme hatte. Der neue Licher Spielmacher ließ zu keinem Zeitpunkt feststellen, dass er bis Jahresanfang für ein Dreivierteljahr ohne Verein gewesen war, und überzeugte durch Durchsetzungsvermögen im Eins-gegen-Eins und durch Zug zum Korb. Bereits im ersten Viertel erzielte er neun seiner insgesamt 20 Punkte und sorgte somit dafür, dass Lich von 13:14 (6.) ausgehend den Abschnitt noch mit 25:18 beendete.

Doch nun stellten die Frankfurter um den guten ehemaligen Licher Aufbauspieler Falko Theilig ihre Defense um und sorgten somit für ein äußerst zerfahrenes, von Kampf und Ballverlusten geprägtes zweites Viertel. Ganze drei Körbe gewährten die Mainstädter den Gastgebern in diesen zehn Minuten; darunter zwei Dreier, während die Zone für Lich völlig dicht war. Zudem funktionierte die Frankfurter Verteidigung auch derartig fair und foulfrei, dass die Bären in der kompletten ersten Halbzeit nur einen einzigen Freiwurf zugesprochen bekamen, während die Skyliners ihrerseits gleich 19-mal an die Linie durften. Das Resultat war ein offenes 33:32 aus Licher Sicht zur Pause; in der letzten Minute hatte Robin Christen einen Rückstand verhindert.

"In der zweiten Halbzeit wollten wir dann aggressiver zum Korb gehen – und das haben wir geschafft. Das hatten wir vor allem Blake zu verdanken, und auch Tyrone Bradshaw war in der zweiten Halbzeit viel besser. Loben muss ich auch Robin Christen, der uns von der Bank Energie gebracht hat, und Viktor Klassen, der uns die Ruhe gegeben hat", freute sich Starcevic über die Steigerung nach dem Seitenwechsel. Dank der allein in der zweiten Spielhälfte gesammelten zehn Rebounds von Bradshaw und der verbesserten Trefferquote setzte sich Lich nun von 40:39 (24.

) auf 50:39 (27.) ab und ging mit einem 57:51 in das Schlussviertel. Hier versenkte Klassen einen Dreier zum 68:58 (35.), womit Lich ein einigermaßen beruhigendes Polster für die Zielgerade hatte. Zwar verkürzte der Frankfurter Theilig 40 Sekunden vor dem Schluss mit zwei Dreiern innerhalb einer Minute auf 70:74, aber der Licher Heimsieg geriet nicht mehr ernsthaft in Gefahr und war im Grunde überlegener, als es das spannend klingende 78:76 vermuten lässt.

Licher BasketBären: Young (20), Klassen (14/3), Aud (8/2), Pederson (7/1), Dörr (5), Bradshaw (8), Dilukila, Baumann (4), Christen (12/1).

Fraport Skyliners Juniors: Wright (21/3), Theilig (14/3), Franke (18), Barthel (10/1), Jemison (8), Oldenburg, Klisura (2), Hock, Novak, Nicolay (3/1).

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