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Volles Haus in Lich: Rene Keller (l.) lässt Dimitri Disterhof (TS Frankfurt) stehen. FOTO: FRIEDRICH

Lich weiter in Lauerstellung

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(sks). Mit einem überzeugenden 97:67 (55:38) über TS Frankfurt hält Lich Anschluss an die Spitze in der 2. Basketball-Regionalliga. Die Konkurrenz aus Bensheims und Limburg stolperte ebenfalls nicht.

Im Fernduell des Spitzentrios waren somit keine Federnverluste zu verzeichnen. Aus Licher Sicht hatte man vor allem auf einen weiteren Ausrutscher der Bensheimer in Langen gehofft. Diese konnten für ihre jüngste Niederlage aber Revanche nehmen.

Damit stehen die Mittelhessen weiterhin mit zwei Punkten Rückstand auf Rang drei. Eine weitere große Basketball-Party vor 750 Zuschauern war der Sieg der Mittelhessen am Samstagabend dennoch.

Dreipunktewürfe von Moritz Mühlich und René Keller sorgten für die frühe Führung. An beiden Enden des Feldes setzte Julian Bölke erfolgreich Akzente und sorgte mit dafür, dass seine Farben 35 Punkte im ersten Durchgang erzielen konnten. Die zugleich 25 zugelassenen Zähler sorgten zu diesem Zeitpunkt noch für kleinere Sorgenfalten auf der Stirn von Trainer Viktor Klassen: "Es gab Phasen, in denen wir defensiv schwächere Minuten hatten." Im zweiten Quarter rührten die Hausherren dafür reichlich Zement an und sollten nur noch 13 magere Pünktchen zulassen.

Die Bierstädter kontrollierten das Spieltempo. Als der im Winter zurück an die Wetter gewechselte Ugur Külhan von jenseits des Perimeters und durch Freiwürfe Lich mit 24 Zählern in Front schoss, wackelte die rappelvolle Dietrich-Bonhoeffer-Halle. Dennoch mahnte Klassen seine Mannen in der Halbzeit, in der Defense noch eine Schippe draufzulegen. Die Worte des Coaches verfehlten ihre Wirkung nicht. Mit einem glänzenden 11:0-Lauf sorgten die Hessen für die Vorentscheidung. Mühlich und Ribbecke setzten vorne immer wieder Nadelstiche und hielten die TS kontinuierlich auf Distanz. Da nutzte es auch nichts, dass Liga-Topscorer Philip Jenkins seinen Wahnsinnspunkteschnitt von über 30 Zählern pro Spiel einmal mehr bestätigen konnte. Nach dem 80:55 aus Licher Sicht nach 30 Minuten war die Messe gelesen.

"Entscheidend war, dass wir gleich zu Beginn des Matches mit viel Energie losgelegt haben", erklärt Guard Jermale Jones. "Das war, was wir brauchten, um unseren Gegner von Anfang an hinter uns zu lassen", ergänzt der US-Amerikaner, der im letzten Viertel wie die meisten Spieler der Starting Five geschont wurde. Längst ließ Klassen die junge Garde auflaufen und rotierte tief durch. "Unterm Strich bin ich relativ zufrieden mit der Partie, insbesondere mit unserem Zusammenspiel", lobt der Coach. - Lich: Bölke (17), Hungenberg, Jones (14), Keller (9), Külhan (7), Mühlich (12), Ohly (6), Ribbecke (19), Roith, Rotaru (7), Strack (6), Wagner. / TS Frankfurt: Beck, Benkovic (5), Bresler, Disterhof (3), Dr. Matic (6), Giagkov (2), Gulin (6), Javadi Eshtahardi (2), Jenkins (36), Nützel (7), Vrgoc.

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