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Lich verspielt Führung

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Von: Oliver Vogler

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Im Hessenderby der Regionalliga geht es zur Sache: Lichs Powerforward Yannik Ribbecke wird gleich von mehreren Langenern gefoult. © Oliver Vogler

(cnf). Einen spannenden Fight lieferten sich am Sonnabend die Korbjäger von Lich Basketball sowie vom TV Langen in der 1. Basketball-Regionalliga Südwest. Vor erneut über 600 Zuschauern in der rappelvollen Dietrich-Bonhoeffer-Sporthalle musste nach den regulären 40 Spielminuten (80:80) eine Verlängerung her, um eine Entscheidung herbeizuführen. Hier setzten sich am Ende die Gäste aus dem Landkreis Offenbach mit 93:

87 durch und brachten dem mittelhessischen Aufsteiger somit die fünfte Saisonniederlage bei.

»Das ist sehr, sehr ärgerlich. Wir hatten auf jeden Fall die dicke Chance, die beiden Punkte zu Hause zu behalten«, bedauerte LB-Headcoach Viktor Klassen den Spielausgang aus seiner Sicht. Am Ende vermochten nicht einmal »Double-Double«, bestehend aus einer jeweils zweistelligen Anzahl an Punkten und Rebounds, von gleich drei Licher Akteuren - nämlich Johannes Lischka, Yannik Ribbecke sowie Felix Schweizer - die erneute Pleite abzuwenden.

Das Hessen-Derby startete dabei durchaus nach dem Geschmack von Klassen. Die Brauereistädter agierten anfänglich konzentriert, verteidigten effektiv und hatten dabei insbesondere die TVL-Leistungsträger um US-Spieler Philip Jenkins (17 Punkte) gut im Griff. Nachdem die Heimmannschaft das erste Quarter (20:19, 10.) knapp für sich verbucht hatte, baute sie ihren Vorteil aus, sodass beim Erklingen der Halbzeitsirene ein 45:37-Vorteil (20.) zu Buche stand. »Das lief bis dahin eigentlich so, wie ich es mir gewünscht hatte«, so Klassen.

Auch nach der Pause ließ Lich nicht locker und erarbeitete sich bis zu Beginn des Schlussakts einen soliden Zehn-Punkte-Puffer (71:61, 30.). Nachfolgenden meldeten sich die Gäste zurück im Geschehen und wirbelten bis zur 34. Minute einen 11:0-Run aufs Parkett, der den Führungswechsel bedeutete (71:72). Das LB-Team fing sich nach einer Auszeit wieder, kam zu guten Plays und lag 90 Sekunden vor dem anvisierten Abpfiff mit 80:75 vorne. Langen verkürzte kurze Zeit später aber von der Dreier-Linie und glich nach einem Wetterstädter Turnover und Foulspiel 18 Sekunden vor Spielende aus (80:80). Ein finaler Wurf von Lichs Yannik Ribbecke sollte anschließend sein Ziel durch die Langener Reuse nicht mehr finden.

Zu Beginn der Verlängerung lagen die Gastgeber kurzzeitig nochmal in Front, verloren dann aber den Faden. »Meiner Meinung nach waren wir etwas müde, weil meine erste Fünf fast das gesamte letzte Viertel und die Overtime durchspielen musste«, erklärte Klassen. Darüber hinaus offenbarte der TVL nun ein zunehmendes Wurfglück, während sich Lich zu viele Turnover erlaubte.

Cheftrainer Viktor Klassen ärgerte sich nachträglich über die abgeschenkte Führung im vierten Quarter und erläuterte: »Da waren wir nicht klug genug und hatten zu viele wilde Aktionen.« Für die Zukunft forderte der Licher Übungsleiter: »Wir müssen nun positiv im Kopf bleiben. Wir haben jetzt noch ein paar Heimspiele und müssen das alles bis zum Jahreswechsel gut durchbringen.«

Lich Basketball: Hoxhallari, Chromik, Sann, Kotulla, Keller 5, Wagner 11/1, Schweizer 23/1, Roith 2, Ribbecke 23/1, Jakob 2, Bölke, Lischka 21.

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