Lich verliert Schicksalsspiel

Die Licher BasketBären haben in der 2. Basketball-Bundesliga Pro B ein ganz wichtiges Spiel verloren. Der SC Rist Wedel rangierte bis vor der Begegnung unmittelbar vor den Abstiegsrängen und war somit ein direkter Gegner Lichs im Kampf um den Klassenerhalt. Doch anstatt den Abstand auf das rettende Ufer zu verkürzen, haben die BasketBären durch eine 82:91 (41:44)-Niederlage den Konkurrenten fortziehen lassen.

"Das war ein enorm wichtiges Spiel - jeder Sieg von einem Mitkonkurrenten tut uns richtig weh", weiß Lichs Trainer Gerald Wasshuber um die verpasste Chance. "Wir müssen jetzt von Woche zu Woche denken und dürfen nicht auf die Tabelle schauen. Vor allem an der Defensive müssen wir weiter arbeiten", betont der Coach, dass in Zukunft jede Menge Motivation und Konzentration gefragt sein werden, um die Kohlen noch aus dem Feuer zu holen.

Spielentscheidender Faktor war ein neuer Spieler Wedels, dessen Verpflichtung erst am Tag der Begegnung, sprich gestern, öffentlich bekannt gemacht worden war. Es handelt sich um den Amerikaner John Davis, der gleich bei seinem Debüt einschlug wie eine Granate: Mit 33 Punkten war der 1,98 Meter große Flügelspieler das Überraschungselement, mit dem Lich nicht hatte rechnen können.

Im ersten Viertel waren die mittelhessischen Gäste lange Zeit ebenbürtig und gingen zum Viertelende beim 21:17 mit vier Punkten in Führung. Vor allem Peer Wente gefiel in dieser Phase mit elf Zählern. Doch nun nahm das Unheil für Lich seinen Lauf, denn im zweiten Viertel wechselten die Holsteiner, zu denen das Licher Team auf Grund heftigen Schneefalls beinahe sechs Stunden unterwegs gewesen war, ihren X-Faktor Davis ein.

Der 25-Jährige legte los wie die Feuerwehr und erzielte in diesem Spielabschnitt bereits 17 Punkte; unter Anderem traf er drei Dreier bei drei Versuchen! So konnte Lich noch bis zum 30:29 die Führung und bis zum 33:34 (17.) den Anschluss halten, doch ein Dreier von Davis bescherte den Dichterstädtern nun das erste kleine Polster.

Nach dem Seitenwechsel bei 44:41 für die Hausherren legten diese im dritten Viertel einen 15:6-Lauf auf 59:47 (27.) hin, bis sich Lich dank seiner guten Offensive, gegen die die Rist-Zone nicht fruchtete, wieder ins Spiel bringen konnte. Dank drei Dreiern von Rolf Scholz waren die Bären beim 70:73 (35.) wieder dran, bevor Davis vier Freiwürfe in Folge verwandelte. Bis zum 75:81 (39.) bestand noch eine Chance für die Gäste, die jedoch - einmal mehr - Davis mit einem Dreier endgültige zunichte machte.

SC Rist Wedel: Straub (10), Kiese (4), Moysich (2), Meyer, Gausa, Duah (3), Davis (33), Raquet, Owusu, Turnbull (21), Huber-Saffer (18).

Licher BasketBären: Scholz (18), Schläfer (2), Green (25), Wente (17), Fairley (7), Perl (4), Meinel (4), Christen, Schirmer (5).

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