TV Lich II verliert ohne Knaus beim EOSC Offenbach

(luk) Eine äußerst ärgerliche Niederlage musste die zweite Mannschaft des TV Lich in der Basketball-Oberliga hinnehmen. Beim bis dato erst dreimal erfolgreichen EOSC Offenbach unterlagen die ambitionierten Bierstädter mit 76:87 (44:40) und erlitten einen empfindlichen Rückschlag im Kampf um die vorderen Plätze.

Ebenfalls ohne Punktgewinn blieb der TSV Grünberg, der im Heimspiel den Tabellenführer G.S.U Frankfurt forderte und nach starker Leistung nur mit 74:78 (40:36) verlor.

EOSC Offenbach – TV Lich II 87:76 (40:44): Christian Knaus war am Rande des Hessenderbys in der Pro B äußerst angespannt und am Ende enttäuscht, auch wenn das Spiel der BasketBären dazu keinen Anlass gab, nahm ihn die Niederlage seiner Mannschaft in Offenbach sehr mit. "Diese Niederlage tut mir unheimlich weh", so der Trainer, der aufgrund seines Amtes als Co-Trainer des Pro-B-Teams das Geschehen in Offenbach nur per Handy verfolgte. In Offenbach lieferte seine Mannschaft unter Aushilfsspielertrainer Jan Bokemeyer eine zerfahrene Partie ab und kam nicht in den richtigen Spielfluss. In der ersten Halbzeit sah es phasenweise für die Licher noch gut aus, die nach 20 Minuten mit 44:40 in Führung lagen. Im dritten Viertel sollte es für den Tabellendritten sogar noch deutlich besser werden, denn die Gäste spielten sich eine 15-Punkte-Führung heraus. "Offenbach hat dann eine Ganzfeldpresse gespielt und uns damit vollkommen verunsichert. Damit kamen sie zu 20 Punkten in fünf Minuten", benannte Bokemeyer den Knackpunkt im Spiel.

Mit Ugur Külhan fehlte den Lichern wegen des Pro-B-Spiels eine wichtige offensive Stütze, sodass sich der TVL II von diesem Run der Offenbacher nicht mehr erholen sollte.

Vor allem den seit nunmehr vier Spielen im Rhein-Main-Gebiet weilenden Amerikaner Zeon Gray bekam Lich nicht in den Griff, was diesen zu 27 Punkten veranlasste. "Wir haben nicht gut gespielt, zu zerfahren und hektisch agiert und somit diese äußerst ärgerliche Niederlage kassiert", resümierte Bokemeyer.

TV Lich II: Körber (16), Käuffer (3), Keller, Karsten, Schmid (10), Neufeld (14), Pompalla (12), Hiob (8), Bokemeyer (12), Jungmann (1), Volk, Wardak

TSV Grünberg – G.S.U. Frankfurt 74:78 (40:36): Lange Zeit sah es so aus, als könnten die Grünberger den Coup aus dem Hinspiel wiederholen. Nach einem defensiv schwachen ersten Viertel lag der TSV zwar mit 23:28 im Hintertreffen, doch nach deutlichen Worten von Spielertrainer Alexander Kratz packten die Gastgeber nun beherzter zu. Beim 33:32 hatte Grünberg mit einigen Schnellangriffen erstmals die Führung übernommen, die auch bis zum Halbzeitstand von 40:36 Bestand haben sollte. "Wir hätten sogar noch höher führen können, haben aber zu einfache Offensivrebounds zugelassen und uns damit selbst um den Lohn einer guten Verteidigungsarbeit gebracht", so die Fehleranalyse von Kratz.

Im dritten Viertel reduzierten die Gastgeber ihre Fehlerquote dann auf ein Minimum und zeigten richtig starken Basketball. Über ein 51:40 erspielten sich die Gallusstädter einen 64:54-Vorsprung vor dem letzten Viertel. Im Schlussabschnitt demonstrierte G.S.U dann aber, dass sie nicht umsonst an der Tabellenspitze stehen und legten einen 11:0-Lauf zur 67:66-Führung aufs Parkett. Grünberg konterte jedoch umgehend zum 68:67, doch wieder waren es die Probleme beim Rebound, die dafür sorgten, dass Frankfurt mit 76:74 führte. Der letzte Grünberger Angriff fand nicht sein Ziel, während die Mannen aus der Mainmetropole an der Freiwurflinie den Sieg sicherten.

"Das ist eine sehr ärgerliche Niederlage, da wir gut gespielt haben", bilanzierte Kratz.

TSV Grünberg: Junker, S. (7), Junker, C. (2), Kratz (6), Fickar (3), Schaake (8), Herdejost (14), Gaudermann (9), Buhl (3), Jung (4),Gißel (18), Awan.

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