Lich verliert in Leverkusen

(lad) Beinahe hätten die Licher BasketBären den ersten Auswärtssieg in der laufenden Spielzeit der zweiten Basketball-Bundesliga Pro B errungen, aber eben nur beinahe. Mit 95:96 (46:57) unterlagen die Mittelhessen beim deutschen Rekordmeister Bayer Giants Leverkusen und werden somit als Tabellenletzter in das Kellerduell am Mittwoch beim SC Rist Wedel gehen.

(lad) Beinahe hätten die Licher BasketBären den ersten Auswärtssieg in der laufenden Spielzeit der zweiten Basketball-Bundesliga Pro B errungen, aber eben nur beinahe. Mit 95:96 (46:57) unterlagen die Mittelhessen beim deutschen Rekordmeister Bayer Giants Leverkusen und werden somit als Tabellenletzter in das Kellerduell am Mittwoch beim SC Rist Wedel gehen. "Wenn man auswärts 95 Punkte macht, muss man das eigentlich gewinnen. An der Offensivleistung hat es definitiv nicht gelegen, dafür war die Defense schwach. Wir haben Leverkusen vor allem in der ersten Halbzeit zu viel penetrieren lassen und konnten Hunter Henry nicht in den Griff bekommen", schildert Lichs Trainer Gerald Wasshuber den kleinen, aber entscheidenden Unterschied zwischen dem Rekordmeister und den Mittelhessen.

Mit 23 Punkten und 13 Rebounds (darunter zehn offensive, die er immer wieder als zweite Chance nutzen konnte) führte der 2,05 Meter große amerikanische Powerforward sein Team zum Erfolg und war bereits in den ersten Minuten der beste Mann. Hier waren die BasketBären zunächst noch bis zum 18:19 bzw. 20:23 auf Augenhöhe, bis Henry wenige Sekunden vor Ende des ersten Viertels einen Dreier zum 26:20 versenkte und damit den Weg zu einer Serie ebnete.

Denn in der zwölften Minute führten die Giants bereits mit 31:20 und nur eine Minute später nach zwei Dreiern von Mathis Mönninghoff und Ben Spöler mit 37:22. Dieser Abstand hatte bis in die letzte Spielminute der ersten Run-and-Gun-Halbzeit bestand, bis die groß gewachsenen Licher Peer Wente und Ralph Schirmer in den Schlusssekunden nach Unsicherheiten der Gastgeber noch auf 46:57 verkürzten.

"Dass wir uns immer wieder herangekämpft haben, spricht für die Moral der Truppe", war Wasshuber nach der mit 57 Zählern viel zu gegenpunktreichen ersten Hälfte zufrieden mit der Aufholjagd in der zweiten Hälfte. Nach einem 57:69 stand Lich hinten auf einmal so stabil, dass es einen Ball nach dem anderen gewann und bis zum Ende des dritten Viertels bereits auf 67:73 verkürzt hatte, direkt nach Beginn des Schlussviertels versenkte der starke Mychal Green sogar einen Nahdistanzkorb zum 69:73. Nun schien wieder alles möglich, schließlich hatte Lich auch im Hinrundenspiel gegen Leverkusen einen Zehn-Punkte-Rückstand dank eines phänomenalen Schlussabschnitts letztlich noch gedreht.

Gut eine Minute vor der Schlusssirene war Lich beim 87:89 drauf und dran, auch dieses Spiel zu drehen, bis Henry einen Dreier zum 92:87 versenkte und die Gästebemühungen damit auszubremsen schien. Aber der mit insgesamt 37 Punkten überragende Peer Wente (80 Prozent Trefferquote bei den Zweiern, 63 bei den Dreiern) zeigte sich nervenstark und konterte ebenfalls mit einem Dreier; und nach einem Rebound von Thomas Fairley glich Green zum 92:92 aus. Nach dem taktischen Foul versenkte Leverkusen nur einen der beiden Freiwürfe, sodass Lich nun beim 92:93 und Ballbesitz bei noch 15 zu spielenden Sekunden beste Chancen auf den Sieg hatte. Wie schon in den letzten beiden Spielen übernahm nun Green die Verantwortung und setzte den Ball an den Ring. Im Gerangel um den Ball und die Siegchance gaben nun die Unparteiischen ein unsportliches Foul gegen Thomas Fairley, womit die Begegnung gelaufen war. Die Bayer-Freiwürfe sowie die aus dem folgenden Ballbesitz resultierenden weiteren Freiwürfe saßen in drei von vier Fällen zum 96:92, sodass Wente mit der Sirene nur noch Ergebniskosmetik per Dreier betreiben konnte.

"Wir hatten dank der Offense die Siegschance, müssen künftig aber beherzter in der Defense zugreifen und auch mal ein Team unter 70 Punkten halten", kommentiert Wasshuber noch einmal die aktuellen Licher Stärken und Schwächen, mit denen es weiter ums Überleben in der Pro B geht.

Bayer Giants Leverkusen: Tom Spöler (17/1 Dreier), Foster (4), Ben Spöler (19/1), Hartmann (11), Henry (23/2), Sadek (8), Brauer, Jördell, Thimm (2), Mönninghoff (12/3).

Licher BasketBären: Scholz (12/2 Dreier), Schläfer (5), Green (22/2), Wente (37/5), Fairley (12), Perl (2), Meinel (1), Christen, Schirmer (4).

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