Lich mit Rückkehrer Bunkley

(lad) Während der Spielbetrieb bei vielen Vereinen verhältnismäßig ereignislos vor sich hin dümpelt, wird es bei LTi Lich in der 2. Basketball-Bundesliga Pro A hingegen nie langweilig – erneut steht der Vorschau für das Heimspiel in der Dietrich-Bonhoeffer-Halle gegen Spitzenteam Phoenix Hagen (Samstag, 20 Uhr) eine personelle Meldung voran: Jesse Bunkley kehrt zurück.

(lad) Während der Spielbetrieb bei vielen Vereinen verhältnismäßig ereignislos vor sich hin dümpelt, wird es bei LTi Lich in der 2. Basketball-Bundesliga Pro A hingegen nie langweilig – erneut steht der Vorschau für das Heimspiel in der Dietrich-Bonhoeffer-Halle gegen Spitzenteam Phoenix Hagen (Samstag, 20 Uhr) eine personelle Meldung voran: Jesse Bunkley kehrt zurück.

"Wir mussten auf die aktuellen personellen Engpässe reagieren und sind froh, Jesse zurückgeholt zu haben. Da er seit seiner Vertragsauflösung für keinen anderen Verein spielte, verlief seine Rückkehr von der Form her sehr unbürokratisch. Dass er seine Mitspieler bereits kennt, ist ein weiterer Vorteil", zeigte sich Lichs Geschäftsführer Jens Gehlhaar sehr zufrieden mit Bunkleys Wiederverpflichtung. Diese ist – genau wie die Mark Reeds – allerdings zunächst auf einen Monat befristet und kann nur bei ausreichender Finanzlage darüber hinaus verlängert werden. In den sechs Punktspielen vor der von ihm gewünschten Vertragsauflösung erzielte der Amerikaner im Schnitt 21 Punkte; im Hinrundenspiel gegen Hagen waren es sogar 31, darunter fünf Dreier.

Ansonsten sieht es bei den abstiegsbedrohten LTi Lich personell allerdings äußerst düster aus. Der einzige Spieler, der unter der Woche nicht angeschlagen war und durchgehend trainieren konnte, ist Benjamin Lischka, während der Rest der Mannschaft an Verletzungen oder Erkrankungen laborierte. So wird außer Richard Poiger und Jannik Freese erneut Kapitän Rolf Scholz ausfallen, während bei Viktor Klassen zumindest die Hoffnung auf eine Rückkehr besteht. Auch Mark Reed, Theo Tarver und Matthias Perl mussten pausieren, werden aber voraussichtlich auf dem Feld zu sehen sein. Johannes Lischka hingegen steht Lich erneut nicht zur Verfügung, da er mit den LTi Gießen 46ers für das Sonntagsspiel bei Alba in Berlin übernachtet. Die Aussichten auf eine reelle Chance gegen den Tabellenzweiten sind also nicht gerade heiter, zumal das Vorrundenspiel bereits mit einer 70:124-Apokalypse für Lich endete. Hier punkteten gleich sieben Hagener zweistellig, während das Rebound-Verhältnis 43:18 endete. "Hagen ist ein sehr unangenehmer Gegner, weil der einen richtig auseinandernimmt, wenn er mal einen Lauf hat", weiß Lichs Trainer Alexander Biller entsprechend, dass von Phoenix keine Almosen zu erwarten sind.

"Sie spielen einen sehr schnellen, fastbreakreichen Basketball", weiß Biller, wie die durchschnittlich 93,8 Punkte Hagens pro Partie zustande kommen; der Vorsprung des Ligaspitzenreiters in dieser Statistik auf den Zweiten beträgt bereits achteinhalb Punkte. Auch in den Assists und der Freiwurfquote ist Hagen Spitze in der gesamten Liga, bei der Feldquote und der Dreierquote immerhin auf den Plätzen zwei und drei. Bei dem Team, das bei insgesamt erst drei Niederlagen die letzten vier Spiele in Folge gewann, geht beinahe von jedem Spieler Gefahr aus, sei dies Aufbauspieler Quentin Pryor (im Schnitt 13,6 Punkte), Shooting Guard Chase Griffin (der assiststarke 25-Jährige kommt dank seiner 41,3% Dreierquote auf 17,1 Punkte pro Spiel), die 2,03 und 2,06 Meter großen Power Forwards Zach Freeman (17,7 Punkte und 6,1 Rebounds) und Aaaron Fleetwood (65,4% Zweierquote), der 2,09 Meter große und bundesligaerfahrene Center Bernd Kruel (11,2 Punkte und 7,5 Rebounds) oder Neuzugang Josh Mueller (14,3 Punkte).

Zudem dürfte der Überraschungseffekt des Unterschätzt-werdens für Lich wegfallen, den das Team mit seiner Rumpfbesetzung gegen Bayern München hatte – denn gegen die Bayern kassierten die Hagener schließlich ihre letzte Niederlage.

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