Lichs Coach Viktor Klassen warnt vor dem Gastgeber Nieder-Olm, den sein Team nicht unterschätzen soll. FOTO: HF
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Lichs Coach Viktor Klassen warnt vor dem Gastgeber Nieder-Olm, den sein Team nicht unterschätzen soll. FOTO: HF

Lich nach Spielpause hoch motiviert

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(red). Folgt am Sonntag der dritte Sieg für die Licher Regio2-Basketballer? So ist zumindest der Plan, wenn der Aufstiegsaspirant ab 18 Uhr in Nieder-Olm seine Zelte aufschlägt. Aufgrund der ungeraden Teilnehmerzahl in der diesjährigen Regionalliga-Südwest (Nord) hatten die Mittelhessen am vergangenen Wochenende spielfrei. "Wir haben das genutzt, um ein paar Verletzungen und kleinere Wehwehchen auszukurieren", erklärt Cheftrainer Viktor Klassen. Mit aufgeladen Akkus fahren seine Licher somit zum zweiten Auswärtsspiel in Folge - und wollen ihre weiße Weste bewahren.

Mit einem Korbsaldo zum Einrahmen von 206:118 Punkten stehen die Wetterstädter noch ohne Punktverlust in der Tabelle da. Hauptkonkurrent Bensheim tat es den Lichern aber gleich und stürmte mit einem 109:94 über Bad Bergzabern an die Tabellenspitze. Nieder-Olm indes durfte sich in Speyer über den ersten Saisonsieg freuen. Der Aufsteiger setzte damit eine erste Duftmarke. Klassen ist gewarnt: "Sie haben einige erfahrene Spieler im Team, die schon höherklassig unterwegs waren. Wir müssen uns einfach konzentrieren und unser Spiel machen."

Mit Japhet McNeil kann die DJK einen äußerst erfahrenen Pointguard aufbieten, der in Basketball-Deutschland kein unbeschriebenes Blatt ist. Im Gegenteil: Der 34-Jährige gebürtige New Yorker spielte zu Beginn des letzten Jahrzehnts für die BG Karlsruhe in der zweiten Liga. Über die BSW Sixers in der Pro B zog es McNeil schließlich in die Oberliga nach Nieder-Olm, wo er zum Aufstieg verhalf. Für den US-Amerikaner ist der Sport mehr Lifestyle als Berufung: "Die Regionalliga ist ein kompetitives Feld, aber nicht so zeitzehrend wie die ProA oder ProB", erzählte der Familienvater einst dem Branchenmagazin "German Hoops".

Nieder-Olm dominierte die vergangene Oberliga-Spielzeit und tütete den Aufstieg schon einen Monat vor dem Lockdown ein. Ähnlich wie in Lich, blieb der Mannschaftskern erhalten. Die Favoritenrolle nimmt das Klassen-Team auch am Sonntag selbstbewusst an. Nur unterschätzen dürfen sie die ambitionierten Rheinland-Pfälzer nicht.

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