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Corey Lamara Lewis von den Gießen Pointers II kommt zu spät, der Licher »Energizer« Tobias Endres (vorne) setzt beim Derbysieg seiner Mannschaft zum Korbleger an.

Lich II knackt Pointers II mit Zone

(jsg). Nur zwei Spiele wurden an diesem Wochenende in der Basketball-Oberliga der Männer ausgetragen - die übrigen Begegnungen wurden allesamt kurzfristig abgesagt; darunter auch die Partie des MTV 1846 Gießen gegen die ACT Kassel, die nach einem positiven Corona-Test bei einem Spieler um eine kurzfristige Verlegung gebeten hatte. Das Derby zwischen den Gießen Pointers II und Lich Basketball entschieden die Gäste mit 74:

64 für sich. Der TSV Krofdorf-Gleiberg setzte sich unterdessen souverän in Wiesbaden durch.

Gießen Pointers II - Lich Basketball II 64:74 (35:34): Im Duell der beiden Regionalliga-Reserven erwischten die Licher den besseren Start in die Partie, die ab der Mitte des ersten Viertels vor allem Freiwürfe sah. Elf Fouls auf Gießener Seite, neun bei den Lichern gab es im ersten Abschnitt und dementsprechend auch viele Freiwürfe. Von 10:13 bis 18:19 arbeiteten sich die Derby-Kontrahenten nur von der Linie vor. Absetzen konnte sich auch nach dem 22:21-Viertelergebnis noch kein Team. Die Pointers setzten die Gäste durch ihre Pressverteidigung unter Druck und generierten so einige Ballgewinne. Dadurch gingen sie zwischenzeitlich mit fünf Punkten in Führung. Doch Lichs Coach Felix Schweizer ordnete kurz vor der Pause eine Zonenverteidigung an, die nur Stephan Seibert per Dreier zum 35:34-Halbzeitstand überwand.

Die Wetterstädter blieben ihrer Defensivtaktik treu und stellten Gießen im dritten Viertel vor unüberwindbare Probleme. Immer wieder trafen die Pointers schlechte Entscheidungen und Lich kam zu leichten Punkten und einer 54:37-Führung. Doch nach einem Ballgewinn kämpfte sich das Gießener Team von Sherman Lockhart wieder auf 57:67 heran. Nach einer Lich-Auszeit beendete Cedric Ohly aus der Distanz die Aufholjagd jedoch abrupt, und die Gäste sicherten sich mit dem 74:64 den dritten Saisonsieg.

»Wir haben eine durchwachsene erste Halbzeit gespielt, aber Tobias Endres hat uns immer wieder viel Energie gegeben. Der Wechsel auf die Zonenverteidigung hat dann das Momentum zu uns gekippt«, sagte Schweizer sichtlich zufrieden nach dem Spiel. »Die Jungs haben gut gereboundet und konnten so das schnelle Spiel durchziehen. Es war eine solide Teamleistung und wir haben zum ersten Mal echt gut gespielt.« Deutlich weniger glücklich zeigte sich sein Gegenüber Lockhart über die Derby-Niederlage: »Wir sind nach dem dritten Viertel dem Rückstand hinterhergelaufen. Uns fehlte in der Offensive gegen die Zone Bewegung. Auch defensiv gab es ohne Detwan Andrews und Chris Herget zu wenig Impulse. Dazu haben wir den Rebound und Gregor Gümbel einfach nicht unter Kontrolle bekommen.«

Lich bleibt mit dem dritten Sieg im vorderen Mittelfeld, während Gießen mit einem Erfolg weniger weiterhin auf dem achten Rang rangiert. Diese Position wollen die Teams in der kommenden Woche gegen direkte Tabellennachbarn festigen. - Beste Werfer, Gießen: Mihoubi (20), Volkert (12), Lewis (10/1 Dreier) - Lich: Gümbel (22), Schilling (12), Ohly (9/1).

BC Wiesbaden - TSV Krofdorf-Gleiberg 58:72 (29:42): Nur acht Krofdorfer Spieler machten sich am Samstag auf den Weg zum Auswärtsspiel in die Landeshauptstadt. Vor allem defensiv hatten die Wettenberger von Beginn an die Daumenschrauben angezogen, Eine 13:2-Führung für den TSV leuchtete nach knapp sechs Minuten von der Anzeigetafel. Auch wenn die Wiesbadener besser ins Spiel kamen, Nils Oppenländer hatte rund um die erste Viertelpause ein heißes Händchen. Innerhalb von drei Spielminuten versenkte er vier Dreier und pushte so sein Team zur 34:22-Führung. Bis zur Halbzeit baute das Team von Sebastian Popovic den Vorsprung weiter aus und ging mit 13 Punkte Vorsprung in die Kabine (42:29). In der unangenehm zu spielenden Halle blieben die acht Wettenberger cool. Nach Punkten von Paul Schneider war der Vorsprung auf 17 Zähler angewachsen. Im restlichen Spiel schmolz das Polster nicht mehr in den einstelligen Bereich und Krofdorf verdrängte Wiesbaden nach dem dritten Saisonsieg vom vierten Tabellenplatz. »Unser Zusammenspiel als Team und unsere Verteidigung haben uns das Spiel gewonnen«, resümierte Popovic. »Es war ein sehr starkes Spiel von Sekunde eins an.« Beste Werfer, Krofdorf: Oppenländer (19/4 Dreier), Plitt-Geissler (16/2), Schneider (12).

Zum Block hoch steigt Lichs Topscorer Gregor Gümbel (l.) gegen Fabian Bender (Gießen Pointers II).

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