Lich gastiert in Nürnberg

(lad) Wer während der letztjährigen Katastrophensaison gehört hätte, dass die Licher BasketBären nur eine Spielzeit später in der Pro B nach fünf Spieltagen als einzige Mannschaft noch ungeschlagen sein würden und entsprechend an der Tabellenspitze stehen, der hätte wahrscheinlich nur ungläubig geschmunzelt. Doch mit Siegen über die Mitfavoriten Weißenhorn, Ehingen und zuletzt auch Langen manövrierten sich die Bären endgültig in den Kreis der Aufstiegskandidaten, sodass man von der Partie beim Meisterschaftsaspiranten Nummer eins, dem Nürnberger BC (Samstag, 19.30 Uhr), getrost als "Knaller" der Hinrunde sprechen kann.

(lad) Wer während der letztjährigen Katastrophensaison gehört hätte, dass die Licher BasketBären nur eine Spielzeit später in der Pro B nach fünf Spieltagen als einzige Mannschaft noch ungeschlagen sein würden und entsprechend an der Tabellenspitze stehen, der hätte wahrscheinlich nur ungläubig geschmunzelt.

"Nürnberg ist der größte Favorit der Liga. In Breitengüßbach kann jeder verlieren, das sagt gar nichts aus", lässt sich Lichs Trainer Igor Starcevic von der überraschenden 66:78-Auswärtsniederlage (trotz Halbzeitführung) des NBC in der Vorwoche nicht täuschen und hebt die zuvor viermal siegreichen Franken vor der Partie gegen sein Team in die Favoritenrolle.

Die von Bundesligalegende Derrick Taylor trainierten Nürnberger lobt er dabei in beinahe allen Aspekten: "Die haben eine sehr gute Mischung und viele individuell starke Spieler. Sie können von außen gut werfen, spielen eine aggressive Defensive, haben auch auf der Bank nur gute Spieler und den Heimvorteil auf ihrer Seite. Aber wir werden alles geben, sie zu überraschen", fahren Starcevic und sein Team mit Respekt, aber auch mit Selbstbewusstsein zum Gegner. Dieser hat mit glatt 29 Jahren Altersdurchschnitt eine sehr erfahrene Starting Five, die aber von vielen jungen Bankspielern und einer hohen Rotation entlastet werden.

Kopf des Teams ist Allround-Genie Will Chavis, der trotz seiner "nur" 1,81 Meter den Aufbau bestens steuert und beinahe fünf Assists pro Spiel verteilt, und vor allem dank seiner Dreierstärke zudem 16 Punkte pro Partie selbst beisteuert. NBA-Erfahrung kann sein amerikanischer Landsmann Eric Washington vorweisen, der seinen basketballerischen Lebensabend in Deutschland verbringt und trotz seiner bereits 36 Jahre noch stattliche Schnitte von 11,8 Punkten und 5,2 Rebounds zu Buche stehen hat. Ein großes deutsches Talent ist der 23-jährige Julian Reile, der als Shootingguard auf 14,2 Punkte bei einer guten Dreierquote von 44 Prozent kommt, und der vor allem in der Defensive wichtig ist. Langsam wieder Fahrt nimmt der 2,17 Meter große und 134 kg schwere Center-Hüne Martin Ides auf, der seine Verletzung erfolgreich kuriert hat, und auf den großen Positionen Unterstützung des 2,02 Meter großen Powerforwards Claudio Ceccotti in Form von 11,4 Punkten und sieben Rebounds erhält.

Diese Mischung bevorzugt das offensive Spiel, was zwar einerseits die zweitgrößte Punkteausbeute der Liga, gleichzeitig aber auch 18,5 Turnover pro Spiel mit sich bringt. Ein sportlicher Leckerbissen also für Lich, dessen Peer Wente und Thomas Fairley unter der Woche erkältet pausierten, und das weiterhin als einziges Team auswärts ungeschlagen bleiben möchte.

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