Lich gastiert in Nördlingen

(lad) Drei Wochen lang war die Weihnachtspause in der Pro B, in der sich die Basketball-Teams auf den bevorstehenden 15. Spieltag und die Fortsetzung der Saison 2011/12 vorbereiten konnten. So sind die Licher BasketBären bereits am Dienstag vor einer Woche wieder ins Training eingestiegen, um sich auf das Duell bei den Giants Nördlingen einzustellen.

Eine Woche länger hatten die VfB Gießen Pointers das Training vor der Pause durchgezogen, entsprechend später pausiert und nun erst zu Beginn dieser Woche das Training für das "Kellerduell" gegen den Tabellenletzten BG Illertal-Weißenhorn aufgenommen. Beide Mannschaften haben personelle Wechsel vor der Partie zu vermelden.

VfB Gießen Pointers – BG Illertal-Weißenhorn (So. 17.30 Uhr, Osthalle Gießen): Nach Brian Moten haben die Gießen Pointers mit Danny Sumner zum Jahresbeginn auch den zweiten Amerikaner ausgewechselt: "Diese Überlegung gab es schon früher. Danny ist ein netter Kerl, der punkten kann, aber sehr einseitig spielt. Wir suchen jemanden, der strukturellen Basketball spielt und der verteidigen kann", erklärt Pointers-Trainer Dejan Kostic. Ersatz für die Positionen 3 und 4 ist noch nicht gefunden. Somit rückt Sebastian Rotaru zum dritten Mal in dieser Saison hoch in die "Erste", um dem Team zu helfen.

Aber auch bei den Illertalern aus dem bayerischen Teil Schwabens gab es einen völligen Umbruch: Mit Aufbauspieler Harlan Fuller und dem 2,10 m großen Center Mirko Soyer mussten zwei bisherige Aktivposten den Klub verlassen, nachdem zuvor schon Kejuan Johnson über einen Kurzbesuch bei der BG nicht hinausgekommen war. Neuer Aufbauspieler ist der Amerikaner Dominique Jones; bereits vor einigen Wochen hatte Guard Michael Mercer die Süddeutschen mit 16 Punkten, 4,4 Rebounds und 2,8 Assists verstärkt. Unter seiner Führung war Illertal im letzten Spiel vor der Pause nach 13 Niederlagen zum Auftakt (unter anderem 82:89 gegen Gießen) der erste Sieg der Saison gelungen, der mit 98:74 gegen Frankfurt auch deutlich ausfiel. Und die hatten immerhin erst eine Woche davor die Pointers mit 89:72 weggehauen.

Ein großes Fragezeichen steht hinter dem personellen Kader des Tabellenletzten.

Denn Bundesligist LTi Gießen 46ers gastiert in Ulm, und beim dortigen Erstligisten spielen mit Flügelspieler Femi Oladipo (12,6 Punkte und 7,6 Rebounds in der Pro B), dem 2,09 m großen Center Michael Wenzl (9,8/6,7) und Guard Marcel Heberlein gleich drei der wichtigsten Weißenhorner per Doppellizenz, deren Einsatz gegen den VfB somit ungewiss ist. "Weißenhorn ist durch die Umstellungen von einer statischen zu einer agilen Mannschaft geworden; ich erwarte ein Run-and-Gun-Spiel. Es geht für uns darum, mein Team auf die Playdown-Phase vorzubereiten und zu gewinnen", so Kostic.

Giants Nördlingen – Licher BasketBären (Sa. 19.30 Uhr, Hermann-Keßler-Halle Nördlingen): Eine ordentliche Hausnummer ist der ehemalige Bundesligist, dessen Verzicht auf die Pro-B-Lizenz im Jahre 2010 den BasketBären einst den Abstieg in die Regionalliga erspart hatte.

Mit nur drei Saisonniederlagen belegen die Gastgeber punktgleich mit Ligaprimus Gotha den zweiten Tabellenplatz, und auch in allen möglichen anderen Statistiken sind die Giganten top: So sind die Süddeutschen die sichersten Freiwurfschützen der gesamten Pro B, die besten Dreierwerfer der Südgruppe, die durchschlagendste Offensivkraft des Südens und eines der am effizientesten reboundenden Teams. Und das, obwohl Nördlingen entgegen der Gewohnheit vieler anderer Topmannschaften gerade einmal eine Sechser-Rotation spielt. Im Einzelnen besteht diese allen voran aus den starken Amerikanern Jason Jamerson – der Guard ist mit 25,1 Punkten bester Scorer der Liga, der zudem 5,6 Rebounds und 4,1 Assists pro Spiel zum Erfolg seines Teams beisteuert – und Modie Johnson. Der 1,93 m große Flügelspieler kommt bei satten 66 Prozent Trefferquote aus dem Feld auf 17,9 Punkte und hervorragende 9,6 Rebounds pro Begegnung. Den Aufbau leitet der 23-jährige Fabian Brütting wie ein alter Hase (zudem 12,4 Punkte pro Spiel), während der 2,01 m große Josef Eichler (14,6), der 2,02 m große Dima Rastatter und der 1,97 m große David Rotim die großen Positionen besetzen.

Aber auch bei Lich stehen die Vorzeichen gut, die Verletzten sind zurückgekehrt, sodass auch Tyrone Bradshaw wieder Gas geben dürfte. "Wir sind gut aus der Pause gekommen und müssen gegen Nördlingen gewinnen", beschreibt Lichs Coach Igor Starcevic die Dringlichkeit, den wackeligen Playoff-Platz zu festigen und sich für das 72:74 aus der Hinrunde zu revanchieren. "Nördlingen ist eine offensivstarke Mannschaft, gegen die man wenig Fehler machen und die man nicht laufen lassen darf. Wenn wir individuell gegen sie spielen, nehmen sie uns auseinander. Aber als Team können wir gewinnen."

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