In Lich drehte sich alles rund um den Fußball

(se) Für Fußball-Interessierte genau das Richtige. Der Jahresempfang des Kreisfußballausschusses Gießen am vergangenen Freitag in der Licher Brauereigaststätte vermittelte den Gästen wieder einmal Wissenswertes rund um den kleinen und großen Fußball.

(se) Für Fußball-Interessierte genau das Richtige. Der Jahresempfang des Kreisfußballausschusses Gießen am vergangenen Freitag in der Licher Brauereigaststätte vermittelte den Gästen wieder einmal Wissenswertes rund um den kleinen und großen Fußball. Bei der Auswahl seiner Gäste hatten Kreisfußballwart Henry Mohr und seine Mitstreiter im Kreisfußballausschuss wieder einen Glücksgriff getan, denn mit Bernd Reisig, dem Geschäftsführer des Zweitligisten FSV Frankfurt, und den ehemaligen Bundesligaspielern Michael Sternkopf und Matthias Hagner waren in Lich Sportler zu Gast, die zum Themenkomplex Fußball einiges zu berichten wussten - und dies auf eine angenehm-humorvolle Weise taten.

Wegen der Schneefälle absagen mussten HFV-Präsident Rolf Hocke, seit Jahren ein gern gesehener Gast beim Jahresempfang, Gül Keskinler aus Bergisch Gladbach, die Integrationsbeauftragte des Deutschen Fußball-Bundes, auf deren Kommen sich man besonders gefreut hatte, sowie weitere Ehrengäste.

Die Moderation hatte wie in den Jahren zuvor Kreisfußballwart Henry Mohr, der es dank seiner akribischen Vorbereitung geschafft hat, die Gäste zu offenen Aussagen zu bewegen. Begrüßt werden konnten unter anderem der LSB-Sportkreisvorsitzende Prof. Heinz Zielinski, der in seinem Grußwort auf die Wechselbeziehung zwischen Breiten- und Spitzensport und darauf hinwies, dass "vom Breitensport letzten Ende auch der große Fußball" profitiere, sowie Rainer Noll, Geschäftsführer der Licher Privatbrauerei und damit Hausherr des Abends. Noll, der in seiner Begrüßung ("wir sind gern Gastgeber") bereits die Einladung für den Jahresempfang 2011 aussprach, wies darauf hin, dass sich sein Haus im Sportsponsoring und damit auch im Fußball engagiert. Wichtig sei ihm, "in der Breite eine Förderung der hessischen Fußball-Vereine". So hat die Licher Brauerei gemeinsam mit dem HFV eine neue Aktion ins Leben gerufen. „"Dabei hatten wir 450 Bewerbungen für die Preise, die wir ausgeschrieben haben", berichtete Rainer Noll. Die Licher Brauerei hat sich diese Förderung 50 000 Euro kosten lassen. "Für Trikots, Sporttaschen und Spiele, die es zu gewinnen gab", berichtete Noll.

Ein Höhepunkt des Abends war die Auszeichnung der Ehrenamtssieger im Fußballkreis Gießen. "Wir ehren für die anderen Kollegen mit, die es ebenfalls verdient haben", stellte Horst Hilgardt, der Ehrenamtsbeauftragte im Kreisfußballausschuss fest. "Sieger ist eine Person, an der wir nicht vorbeikonnten: Rudolf Kraft von der TSG Wieseck. Sein Name steht für den Erfolg."

Einen breiten Raum nahmen die Gespräche ein, die Henry Mohr mit Bernd Reisig (Bericht auf dieser Seite) sowie mit den ehemaligen Profis Michael Sternkopf (Karlsruhe, FC Bayern, Mönchengladbach, Freiburg, Bielefeld, Offenbach) und Matthias Hagner (Eintracht Frankfurt, VfB Stuttgart, Mönchengladbach, 1. FC Saarbrücken, FSV Frankfurt). Während Sternkopf aus seiner großen Sympathie für den FC Bayern München keinen Hehl machte ("Ich liebe diesen Verein und bin wahnsinnig stolz, dass ich für den Verein habe spielen dürfen"), sah Matthias Hagner seine schönste Zeit beim VfB 1900 Gießen.

Beide Fußballer sind (wieder) in Mittelhessen beheimatet: Michael Sternkopf, inzwischen als Marketingleiter bei den Offenbacher Kickers tätig, wohnt in Gießen, Matthias Hagner der beim ambitionierten Verbandsligisten Eintracht nicht nur als Spieler tätig ist, in Herborn. Den Höhepunkt seiner Karriere sah Michael Sternkopf in einem Freundschaftsspiel gegen Maradona: "Der war für mich wie ein Gott", berichtete Sternkopf, fügte noch einen kleinen Wunsch an: "Es wäre schön, wenn er das Gleiche über mich sagen würde", und hatte damit die Lacher auf seiner Seite. Hagner berichtete auch über seinen derzeitigen Verein: "Eintracht Wetzlar hat sehr, sehr ehrgeizige Pläne und Ziele. Wir freuen uns bereits auf die Punktspiele gegen Kickers Offenbach..."

Einen breiten Raum bei dieser Zusammenkunft nahm die Auszeichnung der Ehrenamtssieger vor. Aus gegebenem Anlass (Frauen-WM 2011 in Deutschland, U20-WM der Frauen 2010 in Deutschland) kündigte Horst Hilgardt an, dass der Ehrenamtssieger des kommenden Jahres durchaus weiblichen Geschlechts sein kann. In lockerer Runde mit warmem Büfett und kalten Getränken klang der Jahresempfang 2010 in Lich aus.

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