Lich bringt Tabellenführer zum Wanken

(lad) Die Licher BasketBären haben am Sonntag nur knapp eine Sensation verpasst: die Mittelhessen, die auf einem Abstiegsplatz stehen, spielten in der zweiten Basketball-Bundesliga Pro B beim ungeschlagenen Tabellenführer Dragons Rhöndorf groß auf und brachten diesen an den Rand der ersten Saisonniederlage. Noch in der 38. Minute hatte Lich beim 78:78 alle Möglichkeiten, bevor sich der tiefere Kader beim Spitzenreiter bemerkbar machte und Rhöndorf noch auf den Endstand von 90:82 (49:45) davonzog.

(lad) Die Licher BasketBären haben gestern Nachmittag nur knapp eine Sensation verpasst: die Mittelhessen, die auf einem Abstiegsplatz stehen, spielten in der zweiten Basketball-Bundesliga Pro B beim ungeschlagenen Tabellenführer Dragons Rhöndorf groß auf und brachten diesen an den Rand der ersten Saisonniederlage. Noch in der 38. Minute hatte Lich beim 78:78 alle Möglichkeiten, bevor sich der tiefere Kader beim Spitzenreiter bemerkbar machte und Rhöndorf noch auf den Endstand von 90:82 (49:45) davonzog.

"Und täglich grüßt das Murmeltier: Wieder haben wir gut gespielt, wieder haben wir verloren. Aber in Anbetracht der Umstände bin ich stolz auf mein Team", bewertete Lichs Trainer Gerald Wasshuber die Leistung seines Teams sehr positiv. Denn nach dem Weggang von Matthias Michalowicz, der schweren Verletzung von Viktor Klassen, dem Einsatz von Robin Christen in der NBBL und dem grippebedingten Ausfall von Falko Theilig, Matthias Meinel und Eddie Keferstein konnte Lich mit nur sieben Spielern zur schweren Auswärtsaufgabe nach Bad Honnef reisen.

Und diese Rumpftruppe schlug sich glänzend. Lich probierte viele Verteidigungsvariationen aus und störte das Rhöndorfer Spiel früh - mit Erfolg. Durch einen Dreier von Ronell Wooten mit der Schlusssirene des ersten Viertels gingen die BasketBären mit einer knappen 21:19-Führung in die kurze Pause. Danach trumpfte Wooten groß auf: Mit sechs Dreiern innerhalb von sechseinhalb Minuten sorgte er dafür, dass Lich die Führung auch beim 40:36 (17.) innehatte. Johannes Schläfer baute den Vorsprung sogar auf 43:36 (18.) aus. Nun drehte der mit vielen hervorragenden Spielern gespickte Ligaprimus aber auf und das Viertel mit einem 10:0-Lauf über 46:43 noch zum Halbzeitstand von 49:45.

Nach dem Seitenwechsel bauten die Dragons das Punkteplus zunächst über 54:47 (21.) auf 61:53 (25.) aus, doch der nächste Dreier Wootens, der mit insgesamt 37 Punkten und 13 der 31 Licher Rebounds (gegenüber 47 der Dragons) überragte, hielt Lich nur 15 Sekunden später wieder auf Schlagdistanz.

Mit einem 65:60 ging Rhöndorf in das Schlussviertel. Hier sorgte Peer Wente mit seinem Dreier zum 67:67 (33.) für den ersten Ausgleich seit dem zweiten Viertel, danach traf Schläfer zum 70:67. Als die Anzeigetafel weniger als drei Minuten Restspielzeit angab, hatte Lich nach Pedja Lazics 78:78 noch alle Chancen, zum Drachentöter zu avancieren. Doch jetzt machte sich die hohe Intensität bemerkbar, mit der die sieben Bären gekämpft hatten, denn der Akku war auf einmal leer. Die mit zehn Mann zu beinahe gleichen Anteilen rotierenden Gastgeber zogen somit auf 86:80 davon. Wooten erhielt die Licher Hoffnungen eine Minute vor dem Ende mit seinem 82:86 noch einmal am Leben, doch letztlich reichte die starke Leistung nicht zum Paukenschlag des Spieltages. Dennoch: Auf diese Leistung können die Licher in den kommenden Spiele aufbauen.

SOBA Dragons Rhöndorf: Watson (19/5 Dreier), Spraggins (25/4), Rojik (10/1), Malbeck (5), Montag (8), Sebastian Korp (2), Larsen (3), Lange (9), Wohlfahrt-Bottermann (4), von Fintel (6/1).

Licher BasketBären: Scholz (7), Perl (1), Wooten (37/7 Dreier), Wente (12/2), Lazic (18), Schläfer (7), Körber.

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