Letztes Heimspiel mit Rumpftruppe

(jms) Nein, gute Nachrichten konnten die Verantwortlichen der HSG Wetzlar vor dem letzten Heimspiel der Saison am Samstag um 15 Uhr gegen den SC Magdeburg nicht verbreiten. Ganz im Gegenteil. So muss Trainer Zoran Djordjic gegen die Ostdeutschen gleich auf sechs Spieler verzichten. Zu allem Überfluss liegt Manager Rainer Dotzauer wegen einer Entzündung im Fuß derzeit im Krankenhaus. Sein Zustand bessert sich, aber am Samstag wird er beim Abschluss fehlen.

(jms) Nein, gute Nachrichten konnten die Verantwortlichen der HSG Wetzlar vor dem letzten Heimspiel der Saison am Samstag um 15 Uhr gegen den SC Magdeburg nicht verbreiten. Ganz im Gegenteil. So muss Trainer Zoran Djordjic gegen die Ostdeutschen gleich auf sechs Spieler verzichten. Zu allem Überfluss liegt Manager Rainer Dotzauer wegen einer Entzündung im Fuß derzeit im Krankenhaus. Sein Zustand bessert sich, aber am Samstag wird er beim Abschluss fehlen.

"Ich werde aber im Krankenhaus die Daumen drücken und hoffe, dass die Jungs gut spielen. Denn mit unserer Rumpftruppe kann man gegen Magdeburg auch richtig einen drüberbekommen", sagt Dotzauer.

Auch wenn die letzten zwei Spiele der Saison bedeutungslos sind, hat Interimscoach Djordjic eine klare Vorstellung von deren Verlauf. Wir möchten das Beste herausholen. Es ist ganz wichtig, dass wir unseren tollen Zuschauern noch etwas bieten", sagt der Serbe, dessen Vertrag ausläuft. Seine Zukunft ist ungewiss: "Ich habe im Leben gelernt, nur kurzfristig zu planen. Deshalb ist es müßig zu spekulieren. Ich weiß nicht, wo mich mein Weg hinführen wird."

In den verbleibenden Spielen muss der Trainer noch einmal seine Improvisationskünste unter Beweis stellen. Denn auch am Samstag werden die Leistungsträger Sven-Sören Christophersen (Wadenzerrung), Sebastian Weber (Teilruptur des Kreuzbandes), Avishay Smoler (Trümmerbruch des Fußes), Aleksandar Stanojevic (Mittelhandbruch), Timm Schneider (Schulteroperation) sowie Alois Mraz (Bauchmuskelzerrung) ausfallen. Doch wie schon bei der zuletzt bezogenen 32:34-Niederlage bei Bayer Dormagen will Djordjic diese Pechsträhne nicht als Ausrede benutzen: "Dann bekommen eben andere Spieler eine Chance. Jeder muss sich beweisen."

Allen voran Kevin Schmidt, der einst in der Jugend auf der "Königsposition" spielte und somit das "Handwerkszeug" mitbringt, um auch im Rückraum eingesetzt zu werden. Sein Trainer jedenfalls traut dem 21-Jährigen einiges zu: "Kevin ist ein Allrounder. Wenn ich ihm sage, dass er am Kreis spielen soll, dann macht er das auch. Ihn kann ich überall hinstellen."

Ob diese Umstellungen auch gegen eine Klassemannschaft wie Magdeburg den gewünschten Erfolg bringen können, das bleibt abzuwarten. Die "Gladiators" verfügen nämlich über einen qualitativ hochwertigen Kader. Auf der rechten Außenbahn gehört Christian Sprenger zu den besten Spielern der Liga und wird zu Recht vom THW Kiel umworben. Fabian van Olphen auf Halblinks konnte zuletzt ebenfalls mit einer sehr guten Leistung überzeugen. Zudem haben die Mannen aus der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts den derzeit wohl besten deutschen Torhüter in ihren Reihen. Silvio Heinevetter konnte schon bei der Weltmeisterschaft in Kroatien Anfang des Jahres mit einer sehr guten Leistung auf sich aufmerksam machen.

Zudem darf man nicht vergessen, dass der SCM noch Chancen auf die Qualifikation für den EHF-Cup hat. Die Motivation bei der Truppe von Trainer Michael Biegler dürfte somit sehr groß sein, für die HSG geht es dagegen um nichts mehr. "Der SCM ist gut besetzt. Das wissen wir. Aber dennoch glauben wir an unsere Chance", sagt Djordjic. Geschäftsführer Axel Geerken freut sich derweil über das rege Interesse: "Die Halle wird wieder gut gefüllt sein. Eine gute Stimmung ist somit garantiert. Und die Mannschaft will sich bei den Fans bedanken.

" Von der großen Spannung, die in den vergangenen Jahren meist in den Duellen gegen den SCM aufgekommen war, dürfte diesmal aber nichts zu sehen sein. Wie schön war das, als die Truppe von Volker Mudrow vor zwei Jahren mit einem Sieg gegen Magdeburg den Klassenerhalt gerettet hat. Diesmal steht einzig und allein ein schöner Ausklang einer schwierigen Saison bevor.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare