»Letztes Aufgebot« hält sich wacker

  • VonPeter Froese
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(fro). Der FC Cleeberg musste am Samstag in der Fußball-Verbandsliga Mitte ein 0:3 gegen den Tabellenzweiten FC Ederbergland quittieren. Das nach zahlreichen Ausfällen »letzte Aufgebot« schlug sich dabei aber wacker und zeigte die von Trainer Daniel Schäfer nach dem 1:6 bei den Sportfreunden/Blau-Gelb in Marburg geforderte Reaktion in puncto Einsatzbereitschaft und Zweikampfstärke.

Da mit Kevin Misgaiski und Roman Hellhund die beiden etatmäßigen Torhüter fehlten, rückte Wassilis Giagounidis zwischen die Pfosten. »Dafür, dass er kein Torwart ist, hat er seine Sache super gemacht. An ihm hat es nicht gelegen, dass wir verloren haben«, so Schäfer.

Der FCC-Trainer musste durch die Erkrankungen von Vincent Berledt, Moritz Riedel und Janik Gross seine Abwehr umbauen. Zudem fehlte den Cleebergern mit Sebastian Greb, bei dem sich der Verdacht auf Außenbandriss bestätigt hat, der Toptorjäger. Zu allem Überfluss verdrehte sich Silas Jakob nach fünf Minuten Spielzeit ohne Gegnereinwirkung das Knie und wurde mit Verdacht auf Kreuzbandriss mit dem Rettungswagen abtransportiert.

Die Hausherren agierten mit einer defensiven 5-4-1-Formation und konnten den favorisierten Gästen durchaus Paroli bieten. Lediglich nach einem Einwurf war die Abwehr der Schäfer-Elf nicht im Bilde, so dass Valon Ademi zum 1:0 einköpfen konnte (20.). Gegen Ende der ersten Halbzeit hatten die Cleeberger ihre beste Phase. Dominik Huisgen und Co. gelang es aber nicht, die gegnerische Abwehr zu knacken.

Nach dem Wechsel wurde Dominik Brandl überlaufen. Nach dem Rückpass von der Grundlinie scheiterte Maxim Zich zwar zunächst am bravourös parierenden Giagounidis, konnte den Nachschuss dann aber zum 2:0 im Tor unterbringen (53.). Nach Flanke von Wolfgang Klaus traf Benedikt Schneider zum 3:0 für die Gäste (63.). Gegen Ende der Partie wurden die Hausherren mutiger, auch wenn Robin Dörr (74./78.) und Dominik Huisgen (79.) der verdiente Ehrentreffer verwehrt blieb. »Wenn wir in Zukunft wieder Spiele gewinnen wollen, brauchen wir erst einmal wieder Personal«, brachte Schäfer das Dilemma auf den Punkt.

FC Cleeberg: Giagounidis; Bause, Brandl, Umsonst, Weidner, Jakob (ab 11. Becker), Huisgen, Löw (ab 83. Hocker), Gath, Rosenkranz, Dörr.

FC Ederbergland: Nils Schneider; Klaus, Mitze, Vidakovics, Völker, Benedikt Schneider (ab 73. Wroblewski), Wickert, Miß (ab 46. Graw), Wickenhöfer, Zich, Ademi (ab 46. Dreher).

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Prölss (Ober-Ranstadt). - Zuschauer: 110. - Torfolge: 0:1 (20.) Ademi, 0:2 (53.) Zich, 0:3 (63.) Benedikt Schneider.

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