Das war knapp: Der zweifache Torschütze Daniel Hirz und die HSG Pohlheim feiern am Freitagabend nach langem Rückstand einen späten Sieg über Vellmar. ARCHIVFOTO: FRIEDRICH
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Das war knapp: Der zweifache Torschütze Daniel Hirz und die HSG Pohlheim feiern am Freitagabend nach langem Rückstand einen späten Sieg über Vellmar. ARCHIVFOTO: FRIEDRICH

Auf den letzten Drücker

  • vonDitmar Kartak
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(dk). Ende gut, alles gut. Im Nachholspiel der Handballoberliga mühte sich die HSG Pohlheim am Freitagabend zu einem glücklichen Auswärtserfolg beim TSV Vellmar. Lange Zeit rannten die Mittelhessen einem Rückstand hinterher, um am Ende dann doch noch zu triumphieren. Thimo Wagner setzte vierzig Sekunden vor dem Abpfiff den entscheidenden Treffer zum 33:32-Endstand, die Pohlheimer Spielgemeinschaft konnte somit eine Blamage gerade so eben noch abwenden.

Noch vor Wochenfrist beim 34:28-Erfolg gegen den TuS Dotzheim war die Abwehr das Prunkstück im Pohlheimer Mannschaftsgefüge gewesen, doch beim Tabellenletzten stand sie auf arg wackligen Beinen. Bereits nach 67 Sekunden klingelte es zum zweiten Male im blau-weißen Gehäuse, Pohlheim lief von Beginn an einem Rückstand hinterher. Zudem rieb sich die Angriffsabteilung an der tapfer kämpfenden Defensive der Nordhessen auf, 7:4 (10.) und 10:7 (15.) waren die Stationen in der ersten Viertelstunde, Trainer Jens Dapper griff daraufhin zur grünen Karte, um seinen Schützlingen in einer Auszeit ins Gewissen zu reden - mit mäßigem Erfolg. Selbst eine doppelte Zeitstrafe gegen die Gastgeber verpuffte ohne viel Wirkung, Vellmar hatte beim 13:10 (23.) weiter die Nase vorn und nahm den Drei-Tore-Vorsprung beim 17:14 auch mit in die Pause.

Nach Wiederanpfiff das gleiche Bild: Die Pohlheimer Abwehr blieb weiterhin anfällig und ohne die nötige Stabilität, beim 28:24 (50.) durch Djuric erhöhten die Gastgeber ihr Polster gar auf vier Treffer.

Pohlheim wankte und schwankte, besann sich aber auf seine kämpferischen Qualitäten und läutete eine spannende Schlussphase ein. Der starke Torben Weinandt markierte in der 45. Minute den 29:30-Anschluss, 40 Sekunden später gelang Thimo Wagner per Gegenstoß der Ausgleich zum - Handball-Krimi pur in den Schlussminuten. Die letzten 40 Sekunden war Pohlheim noch einmal in der Überzahl, Wagner konnte auf der Rechtsaußenposition freigespielt werden und versenkte das Leder sicher zum 32:33-Endstand. Fazit: Ende gut, alles gut.

Der Pohlheimer Trainer Jens Dapper zeigte sich dann sichtlich erleichtert nach der dramatischen Schlusssequenz: "Das hatte heute ein glückliches Ende. 50 Minuten hat uns besonders in der Abwehr der Biss gefehlt, wir haben zu viele einfache Gegentreffer bekommen. Die letzten zehn Minuten waren aber dann doch stark von uns. Die Mannschaft hat sich nach dem Vier-Tore-Rückstand nicht aufgegeben, sich wieder herangearbeitet und dann auch noch den entscheidenden Treffer gesetzt."

TSV Vellmar: Herwig, Gumula; Räbiger (5), Inatomi, Staubesand (7), Hujer (1), Brückmann, Djuric (8/2), Koch, Lanatowitz, Beringer (4), Willrich (1), Petrovszki, Drönner (6).

HSG Pohlheim: Schlegel, Wüst; N. Happel (2), Rühl (2), Niclas (2), Stübing, Kammer, Weinandt (8), Lex (4), Hirz (2), Ohrisch, Wagner (3), Grundmann (10/5).

Im Stenogramm / SR: Hoffelner/Siedel (Bensheim/Auerbach). - Z.: 250. - Strafminuten: 16/6. - Siebenmeter 2/2 - 5/6.

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