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Zeigt ein starkes Spiel: Kleenheims Andrea Schulz. (Foto: ras)

Leistungssteigerung wird belohnt

(vk) Die SG Kleenheim hat in der 3. Handball-Liga West der Frauen ihre Tabellenführung behauptet und durch einen 33:24 (15:14)-Erfolg beim Tabellenneunten HSV Solingen-Gräfrath einmal mehr durch eine starke zweite Halbzeit überzeugt.

"Wir waren in der ersten Halbzeit insgesamt zu passiv in der Abwehr, haben sogar mit vier Toren geführt, aber immer wieder Bälle verloren", monierte Kleenheims Trainer Lazar Cojocar, der dann aber eine deutliche Leistungssteigerung seiner Mädels sah.

Nach dem 2:2 (5.) setzten sich die Kleenheimerinnen vor nur 60 Zuschauer in der Klingenhalle auf 5:2 (9.) durch Sina Rühl ab. Beim 8:3 (12.) schien die überragende neunfache Torschützin Jonna Jensen die Gäste schon auf Kurs gebracht zu haben. Doch weit gefehlt. Nach Lisa Tietböhls verwandeltem Siebenmeter zum 9:5 (14.) für den Gast kamen die Klingenstädterinnen beim 8:9 (20.) durch Mariko Ikeda zum Anschlusstreffer. Kleenheim setzte sich wieder ab und erhöhte durch Jensen auf 13:9 (23.), doch Solingen kam bis zum Pausenpfiff durch Kamila Caluzynska zum 14:15-Anschlusstreffer.

Nach dem Wechsel kam eine stark veränderte SG Kleenheim auf das Parkett. Der Tabellenführer operierte jetzt wieder mit einer 3:3-Deckung, die "sehr aggressiv und clever agierte" (Cojocar). "Das war eine klare Steigerung der Mannschaft", sagte der Kleenheimer Trainer weiter. Nach kaum 34 Minuten traf Anna Lena Leib zum 17:14 und Andrea Schulz erhöhte auf 20:15 (39.). "Wir sind jetzt im Angriff immer wieder über die rechte Seite zum Torerfolg gekommen", lobte Cojocar Andrea Schulz und Linkshänderin Anna Lena Leib. Einen "Sahnetag" hatte auch wieder Spielmacherin Jonna Jensen mit neun Treffern.

Andrea Schulz traf zum 25:18 (46.) und in der Schlussviertelstunde waren die Kleenheimerinnen in ihrem Offensivdrang kaum noch zu bremsen. Lisa-Marie Naumann traf zum 30:21 (53.) und beim 32:22 (57.) machte auch Carolina Fischer aus der Kleenheimer Landesliga-Mannschaft, die für die verletzte Desiree Euler in das Team gekommen war, ihr Tor. Beim 33:22 (59.) sorgte Lisa Tietböhl für die höchste Führung, ehe den Gastgeberinnen noch zwei Treffer zum 24:33 (14:15)-Endstand aus Sicht der Westdeutschen gelangen. Trainer Cojocar lobte seinen recht kleinen Kader, denn auch Katharina Leib (Oberschenkel) verletzte sich beim Warmmachen und konnte nicht eingesetzt werden.

"Beide Torfrauen haben solide gespielt, das war in Ordnung", sagte Cojocar.

HSV Solingen-Gräfrath; Klanz, Romeike; Heider (1), Beckers, Klinnert (1), Schumacher (5), Caluzynska (2), Ikeda (2), Otte (2), Buengeler (4), Bohlmann (2/2), Pauly, Feldstedt (4), Nicole Münch (1).

SG Kleenheim: Tornow, Sölva; Katharina Leib (n. e.), Tietböhl (4/3), Andrea Schulz (6), Schorradt (4), Naumann (1), Rühl (2), Anna Lena Leib (4), Reeh (2), Fischer (1), Jonna Jensen (9).

Stenogramm / SR.: Anastasia Baumann/Eva Dauth (Köln/Siegburg). – Z.: 60. – Zeitstrafen 8:2 Minuten. – Siebenmeter: 4/2:4/3.

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