Stephan Alber und seine SG Kinzenbach messen sich am Sonntag mit Aufsteiger TSV Michelbach. FOTO: FRIEDRICH
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Stephan Alber und seine SG Kinzenbach messen sich am Sonntag mit Aufsteiger TSV Michelbach. FOTO: FRIEDRICH

Leistungssteigerung notwendig

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(red). In der Fußball-Verbandsliga Mitte stehen am Wochenende vier Spiele mit heimischer Beteiligung an. Die SG Kinzenbach empfängt Aufsteiger TSV Michelbach, während der FC Turabdin/Babylon bei Neuling SG Walluf seine Visitenkarte abgibt. Vor hohen Auswärtshürden stehen der FC Cleeberg beim TSV Steinbach II und der SC Waldgirmes II bei der Spvgg. Eltville. Die Partie des FC Gießen II gegen den SSV Langenaubach wurde auf den 1. Oktober verlegt.

SG Kinzenbach - TSV Michelbach (Sonntag, 15 Uhr):Die Elf von Trainer Oliver Dönges ist nach drei Spieltagen immer noch ungeschlagen. Zwei Unentschieden gegen die SF/BG Marburg (3:3) und den SSV Langenaubach (2:2) sowie der 3:1-Erfolg in Allendorf/Eder bescherten den Rot-Weißen bislang fünf Punkte auf der Habenseite. Dabei bewiesen Tommy Ried und Co. in allen Spielen eine tolle Moral, denn nicht weniger als fünfmal musste man einem Rückstand hinterherlaufen. Die Elf von TSV-Trainer Kai Ranke, der zu seiner aktiven Zeit unter anderem das Trikot des VfB 1900 Gießen getragen hatte, konnte bisher erst einen Zähler einfahren. Zuletzt mussten die Michelbacher am Donnerstag in einem wilden Spiel eine 5:6-Niederlage bei Mitaufsteiger TSV Steinbach II quittieren. "Ich schaue nicht nach dem Gegner, denn nach dem Auftritt vom Mittwoch müssen wir zunächst vor der eigenen Tür kehren. Was meine Jungs gegen den SSV abgeliefert haben, war nicht der Kracher. Es war klar, dass wir Rückschläge wegstecken müssen. Wir müssen dringend wieder ein anderes Gesicht zeigen, wenn wir gegen die Elf von Kai Ranke keinen Schiffbruch erleiden wollen", fordert Dönges mehr Laufbereitschaft und Freude am Fußballspiel, aber auch eine Portion Cleverness und Schlitzohrigkeit von seinen Spielern ein.

Personelles: André Marius Jörg (Urlaub) fehlt. Der Einsatz von Nicolas Anker (Oberschenkelprobleme) ist fraglich. Orkan Bicakkiran kehrt zurück. Bei den Gästen fehlt der gesperrte Mehmet Akci.

Rahmani fordert mehr Präzision

SG Walluf - FC Turabdin/Babylon (Sonntag, 15 Uhr, in Niederwalluf):Mit sieben Punkten aus den ersten drei Saisonspielen ist die Elf von Trainer Sherwin Rahmani ihrer Favoritenrolle bislang gerecht geworden. Mit zehn Treffern gehört der FC zu den torgefährlichsten Mannschaften der Liga, obwohl gerade in puncto Torabschluss noch Steigerungsbedarf bei Ahmet Marankoz und Co. besteht. "Wir erarbeiten uns auch gegen tief stehende Mannschaften wie den FC Cleeberg und den RSV Weyer zahlreiche Chancen, doch oftmals fehlt uns noch die Präzision im vorderen Drittel, um noch effektiver zu Werke gehen zu können. Die kommenden Wochen werden uns immer wieder Gegner bescheren, die mit einer tiefen Grundeinstellung gegen uns vorgehen werden. Wir haben genügend Kreativspieler in unseren Reihen, um das Spiel zu machen und Lösungen zu finden",sagt Rahmani. Die SG ist für den FC-Trainer ein Buch mit sieben Siegeln. "Ich habe Walluf zwar bei einem Testspiel im Winter gesehen. Bei der SG hat aber ein personeller Umbruch stattgefunden, so dass man diese Erkenntnisse nicht mehr zu Rate ziehen kann. Wir müssen uns vor dem schnellen Umschaltspiel des Gegners schützen und eine gute Konterabsicherung praktizieren", so Rahmani.

Personelles: Muhammed Dalkilic hat sich zwei Bänder im Sprunggelenk abgerissen und wird drei Wochen ausfallen. Zudem steht Helmut Schäfer nach seinem Kreuzbandriss weiter nicht zur Verfügung.

Nicht wieder Lehrgeld zahlen

TSV Steinbach II - FC Cleeberg (Sonntag, 15 Uhr, in Rodenbach):Trotz zweimaliger Führung musste die Elf von Trainer Daniel Schäfer gegen Germania Schwanheim eine bittere 2:4-Niederlage quittieren. "Wir mussten gegen einen unbequemen Gegner, der uns mit Härte und kleinen Fouls den Zahn gezogen hat, Lehrgeld zahlen. Meine jungen Spieler hatten die Germania in den Köpfen unterschätzt und sind innerhalb von sieben Minuten völlig eingeknickt. Wir müssen dieses Spiel gründlich aufarbeiten und die richtigen Schlüsse ziehen. Ich erwarte von meiner Mannschaft in puncto Zweikampfstärke und Laufbereitschaft eine deutliche Reaktion", sagt Schäfer. Viel Zeit, den verlorenen Punkten gegen einen möglichen Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt nachzutrauern, bleibt nicht. Der Blick des FC-Trainers ist bereits auf den TSV gerichtet, bei dem sich der Pädagoge durchaus etwas ausrechnet. "Ich kenne das Gros der TSV-Spieler und ihre Spielweise. Diese Elf will Fußball spielen, was meiner Mannschaft entgegenkommt. Wir haben in der Vergangenheit gute Erinnerung an Spiele gegen Steinbach und wollen auch diesmal Nadelstiche setze, um mit Zählbarem die Heimreise antreten zu können", sagt Schäfer.

Personelles: Kevin Misgaiski und Dominik Huisgen stehen wieder zur Verfügung. Sollte Vincent Berledt nach seiner Oberschenkelverletzung im Abschlusstraining grünes Licht geben, so wird der Zugang in die Zentrale der Dreierkette rücken. Marvin Gath, Pascal Kühn, Patrick Löw und Moritz Schmidt (alle verletzt) fehlen. Beim TSV ist Spielertrainer Hüsni Tahiri nach einer "Ampelkarte" gesperrt.

Spvgg. Eltville - SC Waldgirmes II (Sonntag, 15 Uhr):Bereits am Tag nach dem 0:0 beim FV Breidenbach konnte SC-Trainer Thorsten Schäfer gut mit dem im Hinterland errungenen Punktgewinn leben. "Wir haben in der Defensive gut gearbeitet, müssen uns in den nächsten Spielen offensiv aber steigern. Das 4:6 der Eltviller gegen Aufsteiger SV Niederhausen, den wir selbst mit 3:1 geschlagen haben, kam für mich überraschend. Wir dürfen aber nicht glauben, dass wir in den Rheingau fahren und locker gewinnen können. Ich erwarte einen spielstarken Gegner, der die Scharte vom Mittwoch gegen uns ausmerzen möchte. Mit einem Punkt wäre ich bereits sehr zufrieden", sagt Schäfer.

Personelles: Fabian Grutza (privat verhindert) und Marvin Göltl (Schulterverletzung) fallen aus. Somit wird Ricardo Alpsoy wieder zwischen die Pfosten rücken. Javier Regio-Perez (verletzt) muss passen.

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