Leistungssteigerung bleibt unbelohnt

(bal) Zu viele Stellungsfehler in der Defensive, zu wenig Durchschlagskraft in der Offensive – der SC Teutonia Watzenborn-Steinberg verlor am Samstag seine Begegnung in der -Verbandsliga Mitte gegen den 1. FC Viktoria Kelsterbach verdient mit 2:4 (0:2) und kassierte die zweite Niederlage im dritten Saisonspiel.

Über mangelnden Unterhaltungswert konnte sich das Publikum auf dem Sportplatz »An der Neumühle« allerdings nicht beschweren: Die 150 Zuschauer wurden Zeugen von sechs Toren, einem Flitzer in Damenunterwäsche in der 80. Minute und Tumulten vor dem Sportheim nach dem Abpfiff.

Beim SC Teutonia wirkte Patrick Neubert nochmals 45 Minuten mit, der sich aller Voraussicht nach heute einer Leisten-OP unterziehen wird und so die nächsten Wochen ausfällt.

Zu Beginn neutralisierten sich die Kontrahenten. Kelsterbach agierte abwartend, die Pohlheimer standen in der Defensive sicher, fanden in der Offensive jedoch überhaupt nicht statt. Nach 30 Minuten übernahm Kelsterbach das Kommando. In der 32. Minute zwang Manuel May SC-Torwart Dominik Wagner zu einer Glanzparade. Fünf Minuten darauf fiel das 1:0. Dominic Machado eroberte das Leder kurz vor der Grundlinie, flankte in den Strafraum und Giovanni D’Onofrio netzte volley ein. Und der Gast legte nach. Tamim Jusofie zog ab, Wagner ließ den Ball nur abklatschen, das Leder gelangte zu May, der profitierte von der Tatsache, dass das Spielgerät auf seinem Weg ins Tor noch zweimal abgefälscht wurde (41.).

Für die zweiten 45 Minuten hatte sich die Elf von Trainer Fabio Eidelwein einiges vorgenommen. Frank scheiterte kurz nach Wiederanpfiff, machte es aber in der 48. Minute besser und verkürzte auf 1:2. Doch die Freude währte nicht lange – in der 50. Minute traf Jusofie zum 3:1. Erneut ließen sich die Pohlheimer um Patrick Neubert nicht entmutigen. Nach einem Eckstoß in der 55. Minute drückte David Runkel das Leder über die Linie. Doch wieder hatte Kelsterbach die passende Antwort parat. Nach 65 Minuten sorgte Machado per Foulelfmeter für die Vorentscheidung – der eingewechselte Daniel Weber hatte Viktoria-Akteur Alexander Klooz zu Fall gebracht.

In der verbleibenden Spielzeit stemmte sich der SC Teutonia Watzenborn-Steinberg gegen die Niederlage, doch ohne Erfolg. Einziger Aufreger blieb ein Flitzer in Damenunterwäsche (80.), der das Spiel damit kurzzeitig unterbrach.

»Wir kassieren drei Treffer durch Stellungsfehler, konnten aber nach vorne schon mehr machen als zuletzt. Allerdings müssen die Pässe genauer ankommen. Positiv war, dass wir zweimal zurückgekommen sind«, konstatierte Eidelwein. Im Anschluss kam es zu einer Rudelbildung vor dem Sportheim mit Spielern und einigen Zuschauern – diese wurde aber nach kurzer Zeit aufgelöst.

SC Teutonia Watzenborn-Steinberg: Wagner; Bathomene, Miqdad, Sakarya, Rechner, Keleci, Runkel, Özen (ab 60. Mendez), Priebe, Neubert (ab 46. Weber), Frank (ab 79. Tega).

Viktoria Kelsterbach: Groß; Gürtler, Klooz, Tschakert, Brück, Machado, May, Troll (ab 79. Joswig), Jusofie (ab 60. Said Naimi), Werner, D’Onofrio (ab 67. Koustar).

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Naumann (Ranstadt). – Zuschauer: 150. – Torfolge: 0:1 (37.) D’Onofrio, 0:2 (41.) May, 1:2 (48.) Frank, 1:3 (50.) Jusofie, 2:3 (55.) Runkel, 2:4 (65.) Machado (Foulelfmeter).

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