Till Klimpke

Leistungssport? "Das hat Gutes und Schlechtes"

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Der Dutenhofener Till Klimpke hat mit 20 Jahren als einer der wenigen heimischen Handballer den Durchbruch in die nationale Spitze geschafft. In 23 Partien stand Klimpke in dieser Saison für die HSG Wetzlar im Tor – und leistete seinen Beitrag für den mittlerweile äußerst realistischen Klassenerhalt. In jungen Jahren also steht der gebürtige Gießener im Fokus.

Der Dutenhofener Till Klimpke hat mit 20 Jahren als einer der wenigen heimischen Handballer den Durchbruch in die nationale Spitze geschafft. In 23 Partien stand Klimpke in dieser Saison für die HSG Wetzlar im Tor – und leistete seinen Beitrag für den mittlerweile äußerst realistischen Klassenerhalt. In jungen Jahren also steht der gebürtige Gießener im Fokus.

"Das hat Gutes und Schlechtes. Du stehst im Rampenlicht, musst Leistung bringen. Das ist mir in einigen Spielen auch gelungen. Du bekommst von außen direkt mit, wie du gespielt hast." Es sei komisch, von einer Aufsteigermannschaft aus der vierten Liga (HSG Wetzlar U23) zu einem Bundesligisten im Abstiegskampf zu wechseln. Ständiger Konkurrenzkampf gehöre zum Leistungssport dazu. "Gerade als Torhüter musst du dich für die eine Position in den verschiedenen Auswahlen immer wieder beweisen. Mich hat es angespornt, Erster zu werden."

Man habe schnell gemerkt, "wer mehr will und wer nicht." Klimpke, der aus einer in Mittelhessen äußerst bekannten Handballer-Familie stammt, wollte mehr: "Das Wichtigste ist, immer an sich selbst zu glauben und viel zu investieren."

Der 20-Jährige, der schon vor drei Jahren das Familienhaus für eine eigene Wohnung verließ, hat sportlich große Ziele: "Ich will mich in der Bundesliga etablieren und einer der besten Torhüter werden."

Klimpke hat aber auch einen Blick für die Dinge außerhalb des Sports, mit dem er nach der aktiven Karriere nicht zwingend etwas zu tun haben muss. Nach der zehnten Klasse absolvierte er eine Ausbildung zum Land- und Baumaschinenmechaniker. "Von der Arbeit ging’s dann direkt ins Training. Da kommst du abends gegen acht Uhr nach Hause und kannst kaum noch etwas machen. In diesen dreieinhalb Jahren war es extrem." Mittlerweile sei sein Zeitmanegement entspannter, trotzdem geht Klimpke neben dem Parkett einem Job auf 450-Euro-Basis nach.

Der Torhüter der HSG Wetzlar, mit einem Vertrag bis 2023 ausgestattet, wird angetrieben von einem großen Ehrgeiz, fremdelt zum Teil aber auch mit dem Geschäft. Das wird deutlich, wenn er abschließend sagt: "Irgendwann werde ich die Schnauze voll haben vom Sport." Ab dem Sommer will er sich neben der Handball-Bundesliga auf ein Fachabitur konzentrieren.

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