TSG Leihgestern vor der neuen Saison in der Handball-Oberliga der Frauen (hinten von links): Torwart-Trainer Peter Konrad, Physiotherapeut Johannes Dersch, Andrea Schulz, Nicole Kunzig, Paulina van Wickern, Elene Mohr, Lisa Junker, Kristin Steinhaus, Daniela Kunzig, Marie Engel, Trainerin Jonna Jensen, Co. Trainer Florian Rosch; sitzend (von links): Hadija Kerdi, Karla Oelkers, Sandra Penning, Alexandra Krämer, Manuela Sanchez-Perez, Laura Stövesand, Nessima Kerdi; links sitzend (von links): Olivia Reeh, Isabelle Faber; links stehend (von links): Co-Trainer Dirk Ortmann, Physiotherapeut Jörg Lippert. Es fehlen: Simone Walther, Milena Appel und Jasmin Clausius. FOTO: RÖCZEY
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TSG Leihgestern vor der neuen Saison in der Handball-Oberliga der Frauen (hinten von links): Torwart-Trainer Peter Konrad, Physiotherapeut Johannes Dersch, Andrea Schulz, Nicole Kunzig, Paulina van Wickern, Elene Mohr, Lisa Junker, Kristin Steinhaus, Daniela Kunzig, Marie Engel, Trainerin Jonna Jensen, Co. Trainer Florian Rosch; sitzend (von links): Hadija Kerdi, Karla Oelkers, Sandra Penning, Alexandra Krämer, Manuela Sanchez-Perez, Laura Stövesand, Nessima Kerdi; links sitzend (von links): Olivia Reeh, Isabelle Faber; links stehend (von links): Co-Trainer Dirk Ortmann, Physiotherapeut Jörg Lippert. Es fehlen: Simone Walther, Milena Appel und Jasmin Clausius. FOTO: RÖCZEY

Handball

Leihgestern will eigene Möglichkeiten nutzen

  • Daniela Pieth
    vonDaniela Pieth
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Einst in die 2. Handball-Bundesliga der Frauen aufgestiegen und zwischendurch in die Bezirksoberliga abgestürzt, spielt die TSG Leihgestern ab dieser Saison wieder in der Oberliga der Frauen.

Für die TSG Leihgestern beginnt am Samstag das Abenteuer Handball-Oberliga. Der letzte Aufstieg in Hessens höchste Spielklasse ist sechs Jahre her. Nach dem Absturz bis in die Bezirksoberliga, erfolgte unter Trainerin Jonna Jensen eine Kehrtwende, die ihren vorläufigen Abschluss nunmehr wieder im hessischen Oberhaus gefunden hat.

Mit der Vorbereitung war Jensen zufrieden, da sie sich mit einer relativ hohen Trainingsbeteiligung konfrontiert sah. "Das lag natürlich auch an Corona, da die Urlaube alle flachgefallen sind."

Die ersten Wochen trainierte man bei der TSG oft im Freien, was auch an einer ungünstigen Hallenkonstellation lag, aber ins Konzept passte. In den Testspielen hätte Jensen eine geringere Fehlerquote und eine bessere Abschlussquote gut gefallen, was allerdings die einzigen von ihr entdeckten Mankos waren. Getestet wurde gegen höherklassige Gegner, aber auch gegen Mannschaften aus unteren Klassen, da Teams aus der Oberliga nicht für ein Kräftemessen zu begeistern waren. "Unter den gegebenen Möglichkeiten haben wir die Vorbereitung gut gemeistert. Den Schwung wollen wir jetzt mit in die Liga nehmen."

"Ich finde das sehr schwer einzuschätzen, da wir gegen keine Oberligamannschaft testen konnten", meint Jensen. "Ich hätte gerne den Hess-Pack-Cup gespielt, wo wir Wettenberg und Hüttenberg dabeigehabt hätten. Der ist aber leider kurzfristig abgesagt worden." Dennoch sieht sie die HSG Bensheim/Auerbach II mit ihrem Hintergrund von erster Mannschaft und A-Jugend, die beide in der Bundesliga aktiv sind, mit auf den oberen Plätzen. "Ich habe auch schon gehört, dass Wettenberg bei einigen als Geheimfavorit gehandelt wird, da dort viel Potenzial gesehen wird."

Ob das so ist, davon kann sich Jensen gleich am ersten Spieltag überzeugen. Zu den weiteren Favoriten zählt sie die TSG Oberursel und den TuS Kriftel. Beide Mannschaften haben in den letzten Jahren immer oben mitgemischt und ein gutes Handballspiel vorgetragen.

"An einem guten Tag, an dem die Abwehrleistung stimmt, die Abschlussquote gut ist, können wir jeden ärgern", ist Jensen überzeugt, ohne den Druck auf die Mannschaft zu erhöhen. Als Aufsteiger gilt es zunächst, sich in der Liga zurecht zu finden und nach den eigenen Möglichkeiten die beste Leistung abzurufen. "Ich würde gerne relativ schnell nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben", so Jensen. Das Auftaktprogramm steht dem vielleicht entgegen, denn bei Spielen gegen Wettenberg, in Bensheim, gegen Oberursel und beim letztjährigen Tabellenvorletzten HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden können nach vier Wochen schnell 2:6 Punkte auf dem Zettel stehen.

Die TSG wartet mit einem Mix aus erfahrenen, aber auch vielen jungen Spielerinnen auf. Vor allem der Rückraum bereitet Jensen etwas Sorge. Milena Appel ist nach ihrer schweren Fußverletzung vom März diesen Jahres noch nicht die Alte und auch Simone Walther läuft ihrer Form noch hinterher. In der Hinterhand hat die "Erste" seit dieser Saison nicht nur die zweite Mannschaft, die in der Landesliga startet, sondern auch das Juniorteam, aus dem talentierte Spielerinnen nach oben drängen. "Die dürfen und wollen wir aber nicht verheizen", warnt Jensen.

Leihgestern will aus einer stabilen Abwehr am liebsten ein geordnetes Gegenstoßspiel aufziehen und so zu schnellen Toren kommen. Hier hat man neben der üblichen 6:0-Formation auch eine offensivere Deckungsvariante auf der Pfanne. Im gebundenen Spiel soll der Gegner mit sicherem, druckvollem Passspiel in Bewegung gebracht werden. "Und wir müssen sehen, dass wir unsere Rückraumspieler fit halten."

Zugänge:Karla Oelkers (HSG Wettenberg), Daniela Kunzig (TSG Leigestern II) sowie Talente aus der A-Jugend.

Abgänge:Victoria Viebahn (studienbedingte Pause).

Aufgebot/ Tor: Laura Stövesand, Alexandra Krämer, Karla Oelkers. - Rückraum: Olivia Reeh, Kristin Steinhaus, Milena Appel, Andrea Schulz, Simone Walther. - Kreis: Isabell Faber, Daniela Kunzig. - Außen: Sandra Penning, Hadija Kerdi, Nicole Kunzig, Nina Zieger, Paulina van Wickern. - Trainerin: Jonna Jensen. WL

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